„Menschenwürdige Arbeit – weltweit am Beispiel der Textilindustrie“

Forum 5
Menschenwürdige Arbeit ist ein Ziel der SDGs (Ziel 8). Es schreibt fest, dass Arbeitsrechte zu schützen sind und sichere Arbeitsumgebungen für alle Arbeitnehmer gefördert werden, einschließlich von Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, wie z. B. HeimarbeiterInnen. Am Beispiel der Textil- aber auch Schuhindustrie und ihrer globalen Wertschöpfungskette diskutierten wir, wie Politik, Unternehmen, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft in NRW und bundesweit ihre Verantwortung gerecht werden können, um Arbeitsrechte z. B. in Indonesien, Bangladesch durchzusetzen.
Welchen Beitrag können bestehende Initiativen wie das Textilbündnis, CSR-Prozesse, nachhaltige Beschaffung der öffentlichen Hand, zivilgesellschaftliche Kampagnen leisten? Welche weiterführenden Schritte sind notwendig? Wie können Hemmnisse überwunden werden?

Dokumentation des Forums:


Informationen zum Thema:
In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. Viele von ihnen sind informell beschäftigt. Ihre Arbeit ist sozial ungeschützt und unter ihnen ist Armut weit verbreitet. Mehr Informationen beim SÜDWIND-Institut.

Nach der ILO sind die vier grundlegenden Ziele „Menschenwürdiger Arbeit“ (decent work):

  • Mehr und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen
  • Arbeitnehmerrechte respektieren und gesetzlich absichern
  • Systeme der sozialen Sicherung auf- und ausbauen
  • Den sozialen Dialog zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften fördern

Informationen

Das Bündnis für Nachhaltige Textilien ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Organisationen mit dem Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen in der Textilindustrie in Niedriglohnländern zu verbessern. Das Textilbündnis ist eine Reaktion auf den Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch.
Das Land NRW führt mit Unternehmen der Textilbranche in NRW einen CSR-Dialog durch. Informationen