Aus eigener Kraft

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Das Institut für Kirche und Gesellschaft der Kirche von Westfalen (IKG) führt seit dem 01.12.2019 das dreijährige Projekt "Aus eigener Kraft - Empowerment junger geflüchteter Menschen beim Einstieg in Ausbildung und Arbeit" durch, welches vom Ministerium für Familie, Kinder, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW (MKFFI) gefördert wird.

 

Hintergrund des Projekts

Für junge Geflüchtete, die in Deutschland mit einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung leben, ist die Aufnahme einer Ausbildung oder einer Erwerbstätigkeit häufig mit immensen Hürden verbunden. Fehlender Zugang zu Angeboten wie Deutschkursen, lange Wartezeiten im Asylverfahren sowie bürokratische Hürden scheinen die Aufnahme einer Ausbildung für viele junge Menschen beinahe unmöglich zu machen. Hinzu kommen Diskriminierungserfahrungen, ein komplexes Ausbildungssystem und nur wenig Moglichkeiten das eigene Leben abseits einer Vielzahl von rechtlichen Vorgaben selbstbestimmt zu gestalten.

Das Projekt richtet sich dabei an junge geflüchtete Menschen in NRW im Alter zwischen 18 und 27 Jahren. Ziel ist es Prozesse der Selbstermächtigung anzustoßen und junge Geflüchtete in der eigenen Lebenswegplanung zu unterstützen. Der Blick auf Ressourcen und persönliche Stärken bildet daher den Schwerpunkt des Projekts.

Wir brauchen einen neuen Fokus!

Junge geflüchtete Menschen müssen in unserer Gesellschaft viel mehr als bisher als Akteur*innen ihrer eigenen Bildungs- und Erwerbsbiographie angesprochen und gesehen werden.

Leitfragen im Projekt sind daher:

  • Wie können junge geflüchtete Menschen darin unterstützt werden Ihre Interessen zu benennen, ihre Rechte kennenzulernen und Potenziale und Ressourcen (z.B. auf dem Weg in den Ausbildungsmarkt) zu nutzen und einzusetzen? Welche Herausforderungen bestehen dabei?
  • Welche strukturellen Benachteiligungen bestehen und wie kann dagegen partizipativ vorgegangen werden?
  • Wie können Maßnahmen innerhalb der einschränkenden Rahmenbedingungen gestaltet werden, sodass mehr Selbstbestimmung gewährleistet werden kann?
  • Wie können Kontakte zwischen jungen Menschen hergestellt werden? Was sind erfolgsversprechende Modelle, um die Begegnung von jungen Geflüchteten mit Gleichaltrigen zu fördern und zu gestalten?
  • Wie können die in dem Arbeitsfeld handelnden Akteure für die Selbstwirksamkeit junger geflüchteter Menschen sensibilisiert werden?

 

Das Projekt verfolgt folgende Ziele:

  • Den häufig vorherrschenden Defizitblick auf Geflüchtete hinterfragen und in einen ressourcenorientierten Blick umwandeln
  • Die Unterstützung von jungen Geflüchteten eigene Lebensentwürfe zu kreieren und diese umzusetzen
  • Es werden zielgruppenorientierte Angebote geschaffen, die während Wartezeiten im Asylverfahren in Anspruch genommen werden können
  • Fachkräfte sollen zudem unterstützt werden eine Haltung der "Lebensweg-Begleitung" anstelle von Fürsorgepädagogik gegenüber Geflüchteten zu entwickeln
  • Das Empowerment-Konzept der Sozialen Arbeit soll in der Arbeit mit jungen geflüchteten Menschen etabliert werden

Das Projekt richtet sich daher auch an Fachkräfte und Ehrenamtliche. Gemeinsam sollen Möglichkeiten der Partizipation und Mitgestaltung von Angeboten durch junge Geflüchtete erarbeitet werden. Ziel ist es Empowerment-Strukturen in bestehende Angebote zu integrieren bzw. neue Angebote zu schaffen.

Unsere Angebote

Im Rahmen des Projekts werden unterschiedliche Workshop-Formate angeboten. Diese richten sich sowohl an junge geflüchtete Menschen als auch an Fachkräfte und Ehrenamtliche, die sich zum Thema Empowerment informieren und sich mit dem Konzept für Ihre Arbeit auseinandersetzen möchten.

Wir laden insbesondere Fachkräfte und Ehrenamtliche dazu ein, Perspektiven zu wechseln und gemeinsam trotz bürokratischer Hürden, Zugänge für junge geflüchtete Menschen zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu schaffen.

Nähere Informationen zu den einzelnen Workshops erhlaten Sie hier

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Gefördert durch

Logo des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW

Eingebettet wird das Projekt "Aus eigener Kraft" in den Kontext der Landesinitiative "Gemeinsam klappt´s", deren Ziel es ist bessere Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungschancen für junge Geflüchtetet zu schaffen. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

Kontakt

Antonia Kreul
02304-755 350
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Theresa Peters
02304-755 339
Email schreiben

Anke Steven
02304-755 303
Email schreiben