Im Projekt „Engagiert in Vielfalt – Wahrnehmung und Stärkung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land“ erforscht und unterstützt das Institut für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche von Westfalen ehrenamtliche Initiativen in der Flüchtlingshilfe Nordrhein-Westfalens. Hier geht es zur Projektbeschreibung

Auf dem Weg zur langfristen Integrationsbegleitung - Positionsbestimmung, Herausforderungen und Chancen für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Flucht und Ehrenamt

Engagierte zwischen Integrationsaufgabe und Abschiebedruck
Erste Praxistagung „Flucht und Ehrenamt“ des Projekts Engagiert in Vielfalt

Engagierte zwischen Integrationsaufgaben und Abschiebedruck - unter diesem Thema veranstaltete das Institut für Kirche und Gesellschaft Ende November im Adolph Kolping Gästehaus in Dortmund die „Praxistagung Flucht und Ehrenamt“. Zahlreiche Ehrenamtliche nahmen die Möglichkeit wahr, mit Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung in einen direkten Austausch zu gelangen und diese für ihre Belange im Spannungsfeld zwischen Integration und Abschiebung zu sensibilisieren. mehr ...

(Podium v.l.: Miriam Koch, Stadt Düsseldorf; Berivan Aymaz, MdL NRW, Integrationspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN; Heike Wermer, MdL NRW, Integrationspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der CDU; Marion Ziemann, Referentin des Projekts Engagiert in Vielfalt; Konrad Gerards, Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Wiehl; Karin Wieder, Diakonie RWL)

(Hier geht es zur Dokumentation der Tagung)

Projekt „Engagiert in Vielfalt“ ist gestartet

Schwerte. Ehrenamt braucht Strukturen und Perspektiven! Unter diesem Motto stand jetzt im Institut für Kirche und Gesellschaft (Schwerte/Ruhr) die Auftaktveranstaltung des Projektes „Engagiert in Vielfalt – Wahrnehmung und Stärkung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land“. Drei Jahre lang werden ehrenamtliche Initiativen in Stadt und Land intensiv in ihrer Arbeit begleitet. Ziel des Projektes ist die Erforschung und nachhaltige Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land. Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW gefördert. 

„Zwei integrationspolitische Veränderungen der vergangenen zwei Jahre sind für mich maßgeblich: Asyl wurde zu einem echten Integrationsthema. Das ist neu, weil man bisher weitgehend glaubte, Integration habe erst mit der Anerkennung von Asyl zu beginnen. Die zweite wesentliche Veränderung ist das Entstehen einer neuen sozialen Bewegung im Land: Ehrenamtliche helfen und unterstützen Geflüchtete. In den Ausmaßen, wie wir das heute erleben, ist auch das neu. Die Ehrenamtlichen wirken daran mit, dass Menschen, die bei uns bleiben werden, teilhaben können, dass sie wie Du und ich Teil der Gesellschaft werden können. Das Projekt der Kirche verbindet diese beiden großen Veränderungslinien modellhaft“, erklärte Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales bei der Veranstaltung. Albert Henz, theologischer Vizepräsident der Ev. Kirche von Westfalen ergänzte: „Es gibt die vielen Ehrenamtlichen und sie brauchen Begleitung, Unterstützung.“ Die Landeskirche stelle dafür regelmäßig Sondermittel bereit. Im Institut für Kirche und Gesellschaft wurde zudem ein eigener Fachbereich eingerichtet, dem nun für drei Jahre auch die Mitarbeiterinnen dieses Projekts angehören. Nun sei es wichtig, so Albert Henz weiter, „dass sich die Stimmung nicht immer mehr von einer Willkommenskultur zu einer Abschottungs- bis Abschiebehaltung verändert. Dabei wissen wir genau, dass wir von einer gut gestalteten Zuwanderung profitieren: Demografisch, kulturell und sogar finanziell.“

Das Projekt stellt modellhaft sieben Initiativen in den Fokus der Untersuchung. Es vergleicht die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Arbeit, die Formen und Ausgestaltungen der Organisation, die Aufgabenfelder sowie die daran beteiligten Akteure und Motivationen. Im Zentrum der Auftaktveranstaltung standen das Selbstbild der Modellinitiativen sowie der Ablauf des Modellprojekts. Es ging auch darum, Herausforderungen und Chancen der ehrenamtlichen Arbeit herauszuarbeiten. Zudem wurden Ansatzpunkte identifiziert, wie die zukünftige Entwicklung der Initiativen langfristig unterstützt werden kann. Tagungsdokumentation.
Erste Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprojekts werden auf einer Praxistagung "Flucht und Ehrenamt" am 18. und 19. November 2017 in Dortmund vorgestellt. Weitere Informationen 

Das Projekt wird gefördert durch das

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Hannah Klinkenborg
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