Im Projekt „Engagiert in Vielfalt – Wahrnehmung und Stärkung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land“ erforscht und unterstützt das Institut für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche von Westfalen ehrenamtliche Initiativen in der Flüchtlingshilfe Nordrhein-Westfalens. Hier geht es zur Projektbeschreibung

Geflüchtete brauchen aufmerksame Zuhörer

Tagung stärkt ehrenamtliche Arbeit

Unter dem Titel "Vielfalt achten! - Wege einer gemeinsamen Integrationsarbeit. Chancen und Barrieren für Haupt-, Ehrenamt und Geflüchtete" kamen jetzt zu einer 2-tägigen Veranstaltung rund 200 Fachleute der Flüchtlings- und Integrationsarbeit aus NRW in der Wuppertaler Villa Media zusammen. Sie folgten der Einladung der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI), des Instituts für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen (IKG) und des Kommunalen Integrationszentrums (KI) Wuppertal. Im Diskurs Geflüchteter mit Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe und Vertreter*Innen aus Politik, Wohlfahrt, Wissenschaft und Verwaltung wurden Chancen und Hindernisse einer gelingenden Integration diskutiert. mehr ...

Engagement als Hindernislauf

Studie der AG FMI zeigt Bedarfe der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe in NRW aus der Sicht der Engagierten auf

Das Engagement in der Flüchtlingshilfe ist nach wie vor ungebrochen, aber auch ein Hindernislauf - das zeigt eine Studie des Instituts für Kirche und Gesellschaft. Im Rahmen einer Online-Befragung haben über 1600 Befragte Auskunft über Art, Umfang und Rahmenbedingungen des Engagements gegeben, haben ihre Motive und Werte dargestellt und die Wirkung des Engagements auf den Integrationsprozess Geflüchteter bewertet. Dabei wird deutlich, dass die Hilfsbereitschaft für geflüchtete Menschen in Not nach wie vor ungebrochen ist. Gleichzeitig bestehen aber zahlreiche Herausforderungen, die einen langfristigen Erhalt des Engagements erschweren. So seien nicht nur Einstellungen in der Bevölkerung zu den Themen Flucht und Migration skeptischer geworden, auch bundespolitische Entscheidungen in der Asylpolitik sind für Engagierte häufig nicht nachvollziehbar. Dennoch ebbt die Welle der Hilfsbereitschaft in den Jahren 2015 und 2016 nicht ab, sondern hat vor allem Veränderungen der Ehrenamtslandschaft geführt, die sich nun verstetigen. Die Befragung „Was Engagierte bewegt“ fand im Rahmen des Projektes „Engagiert in Vielfalt - Wahrnehmung und Stärkung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land“ statt.
Das Projekt wird vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen von 2016 bis 2019 gefördert.
Die Broschüre „Was Engagierte bewegt“ können sie hier abrufen.

Vielfalt achten! Wege einer gemeinsamen Integrationsarbeit mit und für Geflüchtete

Praxistagung am 9.-10. November 2018

In der Flüchtlingsarbeit besteht eine breite Vielfalt unterschiedlicher Akteure - vom ehrenamtlich Engagierten über hauptamtliche Träger bis hin zu Verwaltung und Politik. Zeitgleich sind die Lebenslagen Geflüchteter und die damit verbundenen Unterstützungsbedarfe sehr vielfältig - Familien haben andere Bedarfe als Alleinreisende, junge Geflüchtete andere als im Leben stehende, ältere Geflüchtete. Wie kann Integrationsarbeit dieser bestehenden Vielfalt unter den Geflüchteten gerecht werden? Welche Unterstützungs- und Verstetigungsbedarfe bestehen im Integrationsprozess Geflüchteter, wie kann ehrenamtliches Engagement langfristig gestaltet und unterstützt werden? Und welche Wege zu einer gemeinsamen Integrationsarbeit von, für und mit Geflüchteten bestehen?
Diesen Fragen widmet sich am 09. und 10. November 2018 die diesjährige Praxistagung Flucht und Ehrenamt in Wuppertal. Erstmalig in Kooperation mit der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren und in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Wuppertal stehen Fragen einer partizipativen Integrationsarbeit im Fokus der Diskussion. Ziel der Veranstaltung ist es, die verschiedenen Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis in einen gemeinsamen Dialog zu bringen und mit ihnen herauszuarbeiten, wie Integration künftig noch erfolgreicher gestaltet werden kann. So werden in unterschiedlichen Beteiligungsformen und Diskussionsrunden die diversen Lebenssituationen geflüchteter Menschen beleuchtet. Daran anknüpfend werden nachhaltige Ansätze zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit diskutiert. Auch der Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen,
Dr. Joachim Stamp, wird im Rahmen einer Podiumsdiskussion an der Veranstaltung teilnehmen.
Die Veranstaltung findet statt am 09. und 10. November 2018 in der VillaMedia Gastronomie GmbH, Viehhofstraße 125, 42117 Wuppertal.
Weitere Informationen finden Sie im Flyer sowie im Einladungsschreiben.
Bitte melden Sie sich zur Tagung bis zum 24.10.2018 hier an.

Auf dem Weg zur langfristen Integrationsbegleitung - Positionsbestimmung, Herausforderungen und Chancen für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Flucht und Ehrenamt

Engagierte zwischen Integrationsaufgabe und Abschiebedruck
Erste Praxistagung „Flucht und Ehrenamt“ des Projekts Engagiert in Vielfalt

Engagierte zwischen Integrationsaufgaben und Abschiebedruck - unter diesem Thema veranstaltete das Institut für Kirche und Gesellschaft Ende November im Adolph Kolping Gästehaus in Dortmund die „Praxistagung Flucht und Ehrenamt“. Zahlreiche Ehrenamtliche nahmen die Möglichkeit wahr, mit Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung in einen direkten Austausch zu gelangen und diese für ihre Belange im Spannungsfeld zwischen Integration und Abschiebung zu sensibilisieren. mehr ...

(Podium v.l.: Miriam Koch, Stadt Düsseldorf; Berivan Aymaz, MdL NRW, Integrationspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN; Heike Wermer, MdL NRW, Integrationspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der CDU; Marion Ziemann, Referentin des Projekts Engagiert in Vielfalt; Konrad Gerards, Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Wiehl; Karin Wieder, Diakonie RWL)

(Hier geht es zur Dokumentation der Tagung)

Projekt „Engagiert in Vielfalt“ ist gestartet

Schwerte. Ehrenamt braucht Strukturen und Perspektiven! Unter diesem Motto stand jetzt im Institut für Kirche und Gesellschaft (Schwerte/Ruhr) die Auftaktveranstaltung des Projektes „Engagiert in Vielfalt – Wahrnehmung und Stärkung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land“. Drei Jahre lang werden ehrenamtliche Initiativen in Stadt und Land intensiv in ihrer Arbeit begleitet. Ziel des Projektes ist die Erforschung und nachhaltige Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land. Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW gefördert. 

„Zwei integrationspolitische Veränderungen der vergangenen zwei Jahre sind für mich maßgeblich: Asyl wurde zu einem echten Integrationsthema. Das ist neu, weil man bisher weitgehend glaubte, Integration habe erst mit der Anerkennung von Asyl zu beginnen. Die zweite wesentliche Veränderung ist das Entstehen einer neuen sozialen Bewegung im Land: Ehrenamtliche helfen und unterstützen Geflüchtete. In den Ausmaßen, wie wir das heute erleben, ist auch das neu. Die Ehrenamtlichen wirken daran mit, dass Menschen, die bei uns bleiben werden, teilhaben können, dass sie wie Du und ich Teil der Gesellschaft werden können. Das Projekt der Kirche verbindet diese beiden großen Veränderungslinien modellhaft“, erklärte Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales bei der Veranstaltung. Albert Henz, theologischer Vizepräsident der Ev. Kirche von Westfalen ergänzte: „Es gibt die vielen Ehrenamtlichen und sie brauchen Begleitung, Unterstützung.“ Die Landeskirche stelle dafür regelmäßig Sondermittel bereit. Im Institut für Kirche und Gesellschaft wurde zudem ein eigener Fachbereich eingerichtet, dem nun für drei Jahre auch die Mitarbeiterinnen dieses Projekts angehören. Nun sei es wichtig, so Albert Henz weiter, „dass sich die Stimmung nicht immer mehr von einer Willkommenskultur zu einer Abschottungs- bis Abschiebehaltung verändert. Dabei wissen wir genau, dass wir von einer gut gestalteten Zuwanderung profitieren: Demografisch, kulturell und sogar finanziell.“

Das Projekt stellt modellhaft sieben Initiativen in den Fokus der Untersuchung. Es vergleicht die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Arbeit, die Formen und Ausgestaltungen der Organisation, die Aufgabenfelder sowie die daran beteiligten Akteure und Motivationen. Im Zentrum der Auftaktveranstaltung standen das Selbstbild der Modellinitiativen sowie der Ablauf des Modellprojekts. Es ging auch darum, Herausforderungen und Chancen der ehrenamtlichen Arbeit herauszuarbeiten. Zudem wurden Ansatzpunkte identifiziert, wie die zukünftige Entwicklung der Initiativen langfristig unterstützt werden kann. Tagungsdokumentation.
Erste Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprojekts werden auf einer Praxistagung "Flucht und Ehrenamt" am 18. und 19. November 2017 in Dortmund vorgestellt. Weitere Informationen 

Das Projekt wird gefördert durch das