Flucht und Asyl - Positionen der Evangelischen Kirche von Westfalen

Die AG ‚Flucht, Migration, Integration‘, das Institut für Kirche und Gesellschaft und die Evangelische Kirche von Westfalen bringen sich in vielfältiger Weise in die aktuelle Diskussion um Flucht und Asyl in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa ein.

Hier finden Sie die Liste der Positionen, die in Beschlüssen der Landessynode 2016, 2015 und 2014, sowie in weiteren Dokumenten geäußert wurden. Unter Downloads finden Sie die kompletten Texte.

Flucht und Asyl - Rechtliche Grundlagen

Niemand flieht ohne Grund! Hinter der Flucht von Menschen vor Verfolgung, Krieg, Folter, massiver Diskriminierung und existenzieller Not steht immer eine individuelle Geschichte. Geflüchtete Menschen haben nach internationalem Recht Anspruch darauf, Schutz und Aufnahme in einem sicheren Land zu finden, in dem unvoreingenommen geprüft wird, ob sie Anspruch auf Asylgewährung haben. Mit der Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen und der Prüfung ihrer Asylanträge werden internationale Menschenrechte, sowie europäische und deutsche Grundrechte umgesetzt. Diese sind der Maßstab, an dem die Gesetze und Rahmenbedingungen gemessen werden.

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Rechtsgrundlagen mit ausgewählten Zitaten 

Für eine menschenfreundliche Flüchtlingspolitik

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Die Landessynode dankt den engagierten Menschen, die sich ehren- und hauptamtlich der Aufnahme und Begleitung Geflüchteter gewidmet haben und sich heute noch für die Menschen, die aus Not und Verfolgung zu uns gekommen sind, einsetzen und für ihre Integration arbeiten.

Unser Dank gilt den Aktiven in Kirchengemeinden und evangelischen Einrichtungen. Sie setzen mit ihrem Mut und hohem Einsatz deutlich sichtbare Zeichen der Liebe Christi zu den Menschen. Sie bewahren gemeinsam mit vielen anderen Akteuren in der Zivilgesellschaft die Grundwerte im demokratischen Gemeinwesen. Sie bekennen sich mit ihrem Tun zu Solidarität, Nächstenliebe und Toleranz. Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.

Lesen Sie hier den vollständigen Beschluss.

Die Landessynode hat sich außerdem geäußert

  • zu den Verpflichtungserklärungen, die im Zuge von Familienzusammenführungen unterschrieben worden sind. Inzwischen sehen sich diese Menschen mit sehr hohen Rückforderungen der kommunalen Jobcenter konfrontiert.
  • zu Humanitären Korridoren nach Deutschland, die es Geflüchteten ermöglichen gefahrlos einzureisen.
  • zu den unzumutbaren Glaubensprüfungen durch Mitarbeiter des BAMF, die Konvertiten unterstellen, sich die Taufe nur erschlichen zu haben, um in Deutschland bleiben zu können.

Reden hilft! Kommunikation im Asylverfahren

Gemeinsame Tagung des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. (Diakonie RWL), des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und der Evangelischen Akademie Villigst

„Das einzig Beständige ist der Wandel“ – dieser Satz trifft auch auf die Asylpolitik in Deutschland und Europa, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und in der Folge auch auf Asylverfahren und die Organisation der Aufnahme von Flüchtlingen durch die Bundesländer zu. Bei stark rückläufigen neuen Asylanträgen im letzten Jahr hat das Bundesamt seine interne Umgestaltung und Konsolidierung weiter fortgesetzt und die Bearbeitung von Bestandsverfahren vorangebracht. mehr ...