Generationssensible Aussiedlerarbeit

Was geschieht, wenn auf einmal in einer spätausgesiedelten Familie die Erinnerungen nicht mehr einheitlich sind, die Hoffnungen auseinandergehen und die Erfahrungen in den verschieden gelebten Alltagen nicht mehr allen gemeinsam sind?

Wenn die Brücken der Erfahrung, der Hoffnung, der Erinnerung einander nicht mehr verbinden, sondern in ganz andere Richtungen und Zusammenhänge führen?

Wir wissen: Integration wird oft über die nächste Generation geleistet. Viele der Spätausgesiedelten haben bei ihrer Einreise gesagt „wir kommen wegen unserer Kinder, die sollen es einmal besser haben und hier eine Zukunft finden. Auch wenn unsere Diplome nicht anerkannt werden, unsere Kinder werden sie sich in Deutschland erarbeiten". Darin steckt der Aspekt: der Schlüssel der Integration einer ganzen Großfamilie hängt am Erfolg der Kinder. Haben die Kinder Erfolg, gilt die Integration, die Aussiedlung insgesamt als erfolgreich. Haben sie es nicht, lastet es auf allen. Entsprechend intensiv konzentriert man sich auf das Fortkommen der Kinder- und Enkelgeneration.
Außerdem gilt: Integration braucht mindestens eine Generation. Es ist notwendig, das Thema Integration ‚Generations sensibel’ zu betrachten. Es ist von zwischen vier Generationen zu sprechen. Mehr lesen

mBook Russlanddeutsche Kulturgeschichte gewinnt eBook-Award

Bei der Frankfurter Buchmesse wurde das mBook "Russlanddeutsche Kulturgeschichte" mit dem eBook-Award im Bereich NON-FICTION ausgezeichnet. Das "MBook Russlanddeutsche Kulturgeschichte"  befasst sich als Unterrichtshilfe mit der Geschichte und der jetzigen Situation der Russlanddeutschen sowie mit dem Verhältnis von Russland und Deutschland in Vergangenheit und Gegenwart. Sie kann als freies Material kostenlos im Unterricht als auch außerhalb der Schule genutzt werden. Die thematische Erschließung über den Lehrtext wird mit multimedialen Ergänzungen, Lernmaterialien, Originalquellen und Arbeitsaufgaben kombiniert und über eine frei verfügbare Web-Anwendung verfügbar gemacht. Neben den Lerninhalten werden Methoden für Lehrkräfte mitgeliefert, die das mediendidaktische Fundament für den Einsatz in der Schule bilden. Damit steht erstmals ein digitales-multimediales Unterrichtswerk zur Verfügung, das die Geschichte der Russlanddeutschen für verschiedene Bildungszusammenhänge didaktisch aufbereitet.

Texte zur Aussiedlerarbeit als Lesebücher

Die 'Texte zur Aussiedlerarbeit‘ (TzA) wurden vom Aussiedlerbeauftragter der EKvW in unregelmäßiger Folge herausgegeben.
Die ersten 13 Texte entstanden zum
1. Westfälischen Kirchentag in Unna im Sommer 1998. Insgesamt gibt es über 50 dieser Texte zu den unterschiedlichsten Themen. Längst haben die 'Texte zur Aussiedlerarbeit‘ auch in anderen Landeskirchen Verwendung gefunden und werden für wissenschaftliche Arbeiten benutzt.
Die TzA belegen aber auch, wie sich die Aussiedlerarbeit im Laufe der Zeit entwickelt hat. Aussiedlerarbeit 1.0 mit den Schwerpunkten 'Beratung' und 'Hilfen bei der Eingliederung', über Aussiedlerarbeit 2.0 mit dem Schwerpunkt 'Seelsorge' (Glaubenskurse, Rüstzeiten und Multiplikatorenschulungen) bis hin zur gegenwärtigen Aussiedlerarbeit 3.0 mit dem Schwerpunkt 'gesellschaftliche und kirchliche Partizipation der Spätausgesiedelten'.
Hier finden Sie die Auswahllesebücher der 'Texte zur Aussiedlerarbeit' 
Reihe A (Allgemeines)
Reihe G (Gemeindearbeit)