Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Minderheitenrechte sind Menschenrechte.

 

‚Die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen bildet die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt.‘ ‚Die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte haben zu Akten der Barbarei geführt – bis heute.‘ ‚Menschenrechte werden durch die Herrschaft des Rechtes geschützt, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen.‘ ‚Das gemeinsame Einhalten der Menschenrechte fördert die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen.‘ Dies sind nur einige der Gründe, warum die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1946 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte feierlich verkündet hat. Damit verbunden ist die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten, dass ‚jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.‘

Vom Vorurteil zur Zusammenarbeit – Mit Sinti und Roma solidarisch verbunden

Tagung am 15. und 16. Oktober 2018 in der Ev. Akademie Villigst

Mit dem 2017 erschienenen Forschungsgutachten „Antiziganismus und Kirche“ wurde der Finger in die Wunde gelegt. Der Weg ‚vom Vorurteil zur Zusammenarbeit‘ mag bisweilen lang und mühevoll sein, aber er ist unumgänglich, um zu einem guten und konstruktiven Miteinander in Gesellschaft und Kirche(n) zu kommen.
Der notwendige Diskurs über die Ursachen und Wirkungen des Antiziganismus stärkt die Demokratie und trägt dazu bei, mit Minderheiten respektvoll umzugehen und sie vor ausgrenzenden Vorurteilen in Schutz zu nehmen.
In Zusammenarbeit mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und seinen Landesverbänden haben die Ev. Akademien Berlin, Bad Boll und Villigst sich zum Ziel gesetzt „solidarische Netzwerke Sinti Roma Kirche“ zu initiieren und diese nachhaltig zu stärken. Hier das Programm 

Diskriminierung ist immer konkret – Anmerkungen zum Weltromatag am 8.4.2018

Der Weltromatag am 8. April geht zurück auf eine große Sinti- und Roma Tagung in London 1971. Was sie damals aus ganz Europa zu berichten hatten, war bedrückend: fast flächendeckend waren Roma Opfer von Verfolgung, Entrechtung oder Marginalisierung. Ihnen schlug ein tiefsitzender Antiziganismus entgegen, mit der die Mehrheitsgesellschaft Ausgrenzung und Ablehnung zu rechtfertigen suchte. Selbst in Deutschland erfuhren sie vielfältige Diskriminierung. Diskriminierung aber ist immer konkret. Sie geht von Menschen aus und sie betrifft Menschen. Ein Beispiel: Oswald Marschall aus Minden war mehrmals deutscher Meister im Boxen, eine Naturgewalt und hoch talentiert. Fünf Jahre boxte er für die deutsche Nationalmannschaft. Er durfte sich berechtigte Hoffnung machen, an der Olympiade 1976 in Montreal teilzunehmen. Auf einmal wurde die Nominierung zurückgezogen. Den Grund nannte man ihm damals nicht. Er war am Boden zerstört und beendete mit 22 Jahren seine vielversprechende Karriere. Inzwischen weiß er: „Ich durfte für Deutschland nicht zu Olympia, weil ich ein Sinto bin.“ Lesen Sie hier den ganzen Artikel

Petition zum Schutz von Minderheiten in der EU

In der Europäischen Union leben etwa 50 Mio. menschen, die einer nationalen Minderheit oder Sprachminderheit angehören. Es ist eines der bestgehüteten Geheimnisse Europas. Diese Minderheiten leisten einen wertvollen Beitrag zur sprachlichen und kulturellen Vielfalt Europas. Autochtone Minderheiten wollen Europa mitgestalten. Zum Erhalt ihrer Identität benötigen sie Schutz und Unterstützung. Die Petition "Minority SafePack" will die Vielfalt stärken und die Minderheiten schützen. Die Petition kann man unterzeichnen.

Die deutschen Sinti und Roma sind eine anerkannte nationale Minderheit

Bei seinem Besuch des Bildungszentrums "Mer Ketne" in Minden hat BA Hartmut Koschyk über das Selbstverständnis der in Deutschland anerkannten nationalen Minderheiten gesprochen, zu denen seit 1995 auch die deutschen Sinti und Roma gehören. (Lesen Sie hier seine Rede)
Koschyk zeigte sich überdies beeindruckt von der engagierten Arbeit der Deutschen Sinti und Roma Minden e.V., die gut vernetzt ist ins Mindener Gemeinwesen u.a. zu Schulen und Kirchengemeinden.

Kontakt

Edgar L. Born
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