Vom Vorurteil zur Zusammenarbeit – Mit Sinti und Roma solidarisch verbunden

Tagung vom 15.-16. Oktober 2018 in der Ev. Akademie Villigst

Mit dem 2017 erschienenen Forschungsgutachten „Antiziganismus und Kirche“ wurde der Finger in die Wunde gelegt. Der Weg ‚vom Vorurteil zur Zusammenarbeit‘ mag bisweilen lang und mühevoll sein, aber er ist unumgänglich, um zu einem guten und konstruktiven Miteinander in Gesellschaft und Kirche(n) zu kommen. Der notwendige Diskurs über die Ursachen und Wirkungen des Antiziganismus stärkt die Demokratie und trägt dazu bei, mit Minderheiten respektvoll umzugehen und sie vor ausgrenzenden Vorurteilen in Schutz zu nehmen. In Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der deutschen Sinti und Roma und seinen Landesverbänden haben die Ev. Akademien Berlin, Bad Boll und Villigst sich zum Ziel gesetzt „solidarische Netzwerke Sinti Roma Kirche“ zu initiieren und diese nachhaltig zu stärken. Hier das Programm 

Protestantismus und Antiziganismus

Forschungsgutachten veröffentlicht

Im Januar 2017 besuchte der Vizepräsident der EKvW, Albert Henz, das Dokumentations- und Kulturzentrum der Deutschen Sinti und Roma in Heidelberg. Im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrates, Romani Rose, ging es auch um die Aufarbeitung des kirchlichen Verhaltens gegenüber den Sinti und Roma im dritten Reich. Das Ergebnis: Unter Einbeziehung der kirchengeschichtlichen Institute sollte eine wissenschaftliche Erforschung erfolgen. Ein wurde zunächst ein Gutachten über den Forschungsstand „Protestantismus und Antiziganismus“ in Auftrag gegeben. mehr ...

Solange ich lebe

Gedenken der Sinti und Roma in Auschwitz 2017

„Solange ich lebe, muss ich diesen Ort aufsuchen. Es ist das einzige, was von meiner Großmutter übriggeblieben ist.“ Rosita hat einen Blumenstrauß in der Hand, den sie jetzt vor einem Kamin im ehemaligen, sogenannten Zigeunerlager niederlegt. „Hier etwa“ und sie zeigt auf den hinteren Teil der Baracke, „hat meine Großmutter mit ihren Enkeln auf einer Pritsche gelegen - auf der blanken Pritsche ohne Decken und ohne Kissen. In der Nacht auf den 2. August 1944 hat man sie und ihre anderen Kinder ins Gas geschickt und ihre Leiber verbrannt.“ mehr ...