NesT.Neustart im Team - Staatlich-gesellschaftliches Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Verantwortung teilen - Flüchtlinge schützen, begleiten und integrieren

Unter den 71 Millionen Menschen, die weltweit - oft schon viele Jahre - auf der Flucht sind oder in Flüchtlingslagern leben, gelten nach Angaben des UNHCR etwa 1,44 Millionen Flüchtlinge als besonders schutzbedürftig. Viele von ihnen leben in total aussichtlosen Lagen. Zurück in ihre Heimat können sie nicht. In dem Land, in das sie geflüchtet sind, können sie auch nicht bleiben, weil dort ihr Leben, ihre Gesundheit oder ihr Recht in Gefahr sind. Deshalb sucht der UNHCR für diese Menschen in sicheren Ländern eine Möglichkeit zur Neuansiedlung. Der Fachbegriff dafür ist "Resettlement".
Weltweit gibt es allerdings viel zu wenige Plätze für eine solche Neuansiedlung (2019 weit weniger als hunderttausend). Immerhin hat Deutschland 5000 besonders schutzbedürftigen Memenschen für das Jahr 2020 Aufnahme zugesagt. Und wenn die Zivilgesellschaft ein starkes Signal (ideel und materiell) des Aufnahmewillens setzt, ist der Staat bereit, weitere 500 Plätze zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam haben zivilgesellschaftliche und staatliche Akteure (darunter NGO's und Kirchen) dafür das Programm NesT.Neustart im Team entwickelt. Vorbild für NesT sind "Community Sponsorship Programs", wie es sie z.B. in Kanada, England und Irland gibt. Vor Ort übernimmt eine Mentoringgruppe aus mindestens 5 Personen die Verantwortung für die Integration entweder einer Einzelperson oder einer Flüchtlingsfamilie. Über Resettlement im allgemeinen und über NesT.Neustart im Team im Besonderen finden Sie hier weitere Informationen.

NesT. Neustart im Team in der EKvW

Richtlinien zum Garantiefonds der EKvW
Die Evangelische Kirche von Westfalen beteiligt sich an NesT.Neustart im Team. Sie hat eigens dafür 1,5 Stellen in der Zivilgesellschaftlichen Kontaktstelle Villigst (im IKG) eingerichtet.
Mit einem Garantiefonds unterstützt sie darüber hinaus Mentoringgruppen in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen, damit die zu erwartenden finanziellen Leistungen erbracht werden können. Die Richtlinien für den Garantiefonds sind in einem Merkblatt Schritt für Schritt erklärt. Die zwischen den Kirchengemeinden, bzw. Kirchenkreises und dem Garantiefonds abzuschließende Vereinbarung ist als Vorlage vorhanden.
Das Versprechen der EKvW steht: wir wollen 100 bis 120 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge bei uns aufnehmen und durch Mentoringgruppen bei der Integration unterstützen. 
Wünschen Sie mehr Information? Pfarrer Edgar L. Born und Andrea Mangold stehen als Ansprechpartner/Ansprechpartnerin in allen Fragen für Interesssierte und Mentoringgruppen, Kirchenkreise und Kirchengemeinden zur Verfügung.