
Die Evangelische Kirche von Westfalen hat sich in dem Synodenbeschluss von 1985 zum Ziel gesetzt, die gerechte Gemeinschaft von Männern und Frauen in der Kirche zu fördern. Sie will, dass Frauen in der Kirche die gleichen Chancen haben wie Männer. Das heißt praktisch: In allen kirchlichen Gremien, im Ehrenamt und in der kirchlichen Arbeitswelt sollen Männer und Frauen gleichberechtigt miteinander zusammenarbeiten. Das klingt heute selbstverständlich, war es damals aber nicht. Und auch heute ist die Arbeit des Frauenreferates unerlässlich, denn eine wirklich gleichberechtigte Gemeinschaft haben wir noch nicht erreicht.
Dazu ein paar beispielhafte Fakten:
In der Evangelischen Kirche von Westfalen gibt es 31 Superintendenturen. Dieses Amt bekleiden derzeit 27 Männer, aber nur vier Frauen. In den Gottesdiensten stellen Frauen die überwiegende Mehrheit dar. Auch die ehrenamtliche Arbeit wird zu ca. 75% von Frauen geleistet. Die Presbyterien sind jedoch überwiegend mit Männern besetzt.
Das zahlenmäßige Missverhältnis zwischen mitarbeitenden und leitenden Frauen dokumentiert die Benachteiligung von Frauen auf verschiedenen Ebenen. Das Frauenreferat ist beauftragt, eine wirksame und umfassende Gleichstellungspolitik zu entwickeln und auf allen Ebenen der EKvW voranzubringen. Das Frauenreferat trägt dazu bei, Benachteiligung aufzudecken, strukturelle Veränderungen in der Kirche anzuregen und Frauen zu stärken.
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