Bundestag beschließt Reform des Sexualstraftrechts

Pressemitteilung

TERRE DES FEMMES: Entscheidung ist ein großer Erfolg für Frauenrechte

Berlin, 07.07.2016. Der Bundestag hat heute die Reform des Sexualstrafrechts beschlossen und endlich den Grundsatz „Nein heißt Nein“ rechtlich verankert. Demnach können künftig sexuelle Handlungen bestraft werden, wenn sie gegen den erkennbaren Willen der anderen Person erfolgen – unabhängig davon, ob Gewalt angewendet oder angedroht wurde. „Wir begrüßen diese Entscheidung des Bundestages. Es ist ein großer Erfolg für die Frauenrechte“, erklärt Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES.

Sie vergleicht die Reform mit der von 1997, als Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe gestellt worden war. „Diese Reform ist ein weiterer Schritt, die sexuelle Selbstbestimmung der Frau zu schützen und zu stärken“, erklärt Stolle. Sie verbindet damit die Hoffnung, dass endlich auch Frauen Anzeige erstatten, die dies bislang nicht getan hätten, weil sie fürchten mussten, dass ihre alleinige ablehnende Willensäußerung nicht für einen Straftatbestand ausreichte.

Die Situation für Frauen in Deutschland, die Opfer einer Vergewaltigung wurden, ist bislang katastrophal: Kaum ein Verbrechen in Deutschland wird so selten bestraft wie eine Vergewaltigung – obwohl es eine der häufigsten Formen von Gewalt an Frauen ist: Laut Dunkelfeldforschung geschehen in Deutschland etwa 160.000 Vergewaltigungen pro Jahr. Das sind mehr als 438 Vergewaltigungen pro Tag. Dem gegenüber stehen etwa 1.000 Verurteilungen jährlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann für eine Vergewaltigung bestraft wird, ist somit geringer als ein Prozent. „Dies muss endlich ein Ende haben“, sagt Stolle.

Seit vielen Jahren kämpfen Frauenrechtsorganisationen und Menschenrechtsverbände für eine Änderung des Sexualstrafrechts (§ 177 StGB) in Deutschland. TERRE DES FEMMES hat 2013 mit seiner Unterschriftenkampagne „Vergewaltigung – Schluss mit der Straflosigkeit“ den Auftakt gebildet. Zahlreiche weitere Protestaktionen folgten. Zuletzt veröffentlichte das von TERRE DES FEMMES mitgetragene Aktionsbündnis „Nein heißt Nein“ einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin mit einer scharfen Kritik am ersten Gesetzentwurf des Justizministeriums.

 

Für Nachfragen und Interviews wenden Sie sich bitte an TERRE DES FEMMES, Marion Brucker (Pressereferentin), Tel. 030/ 40504699-25, oder per Mail an presse@frauenrechte.de


http://frauenrechte.de/online/index.php

ROCK ,N´ ROLE

26. Villigster Mädchen- und Frauentreffen

 

Täglich begegnen uns unterschiedliche Bilder von Frauen und Mädchen. Schlanke, fitte, fröhliche, kluge, modische Mädchen und Frauen schauen uns von Plakaten, in Filmen, im Netz oder in Zeitschriften an. „Was macht das mit uns?“ – fragen die Veranstalterinnen des 26. Villigster Mädchen- und Frauentreffens, das vom 19.-20.11.2016 in Haus Villigst, Schwerte stattfindet. Unter dem Motto „Rock `n´ Role“ organisieren das Amt für Jugendarbeit, Vertreterinnen aus der Evangelischen Jugend, das Frauenreferat der EKvW und Gleichstellungsstelle der Stadt Schwerte ein intergeneratives Wochenende für Mädchen und Frauen. „Ziel des Events ist es“, so Birgit Wippermann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte, „kritisch auf die gesellschaftlichen und die eigenen Rollenbilder zu schauen“. Die Frage, die sich durch das Programm zieht heißt: Wer bin ich  eigentlich – jenseits von Rollenerwartungen und Klischees? Am Samstagnachmittag können alle Mädchen ab 13 Jahren und Frauen bis 99 Jahre ihre Kraft in verschiedenen Workshops entdecken. „Auf die Teilnehmerinnen warten erlebnisreiche Workshops wie Improtheater, Nähen, Boxen, Singen oder Auto reparieren“, erläutert Meike Zeipelt, Referentin für Mädchenpolitik im Amt für Jugendarbeit der EKvW. Am Samstagabend lädt eine Frauenband zum „Abrocken“ ein. Der Sonntag steht im Zeichen des Austauschs zwischen den Mädchen und Frauen. Mit Rock und Segen endet das Villigster Mädchen- und Frauentreffen am Sonntagmittag. Das Wochenende kostet 45,-€, ermäßigt 35,-€ (inklusive Programm, Verpflegung und Übernachtung in Haus Villigst, Schwerte). Wer einer anderen Frau oder einem Mädchen die Teilnahme ermöglichen will, kann auch einen höheren Betrag zahlen. Anmeldungen sind ab sofort im Frauenreferat möglich unter 02304-755-230 oder  www.ev-jugend-westfalen.de/muf.

 

 

Mut zur Strategie Teil 1

28. -29.10.2016
Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. und das Frauenreferat der EKvW bieten seit vielen Jahren die Langzeitfortbildung "Mut zur Strategie" für Presbyterinnen an. Sie erstreckt sich über vier Jahre und ist in vier Module gegliedert. Jedes Modul ist in sich abgeschlossen, so dass die Teilnahme auch nur an einzelnen Modulen möglich ist.

Dieses überregionale Fortbildungsangebot richtet sich sowohl an neu gewählte, wie auch an in ihrem Amt bestätigte Presbyterinnen. Nach den Kirchwahlen im Februar 2016 startet in diesem Jahr ein neuer Durchgang.
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Zwischen Wohnzimmer und Welt

5. Dortmunder Frauenmahl war ausgebucht!

In unseren Wohnzimmern verbinden sich verschiedene Welten: Die Berufs- und Familienwelt, die globale Welt mit ihren Herausforderungen und die virtuelle Welt. „Welche Frauenbilder begegnen uns zwischen Wohnzimmer und Welt?“, war das Thema des diesjährigen Frauenmahls, zu dem 155 Frauen am Freitag, den 19. Februar 2016 in die St. Petrikirche am Westenhellweg in Dort-mund kamen. An drei langen Tafeln saßen sie mit Blick auf das Goldene Wunder, den besonderen Altar, der in verschiedenen Bildern die Geburtsgeschichten der biblischen Vorfahrinnen zeigt. Die heilige Emerentia, die Urgroßmutter Jesu, ist die Schirmherrin des Dortmunder Frauenmahls, das bereits zum fünften Mal erfolgreich stattfand. Organisiert wurde das Frauenmahl durch ein breites Frauenbündnis bestehend aus Frauenreferat der EKvW, Ev. Frauenhilfe in Westfalen, Amt für Mission Ökumene und Weltverantwortung, Ev. Akademie Villigst, Institut für Aus-Fort- und Weiterbildung der EKvW, Stadtkirche St. Petri Dortmund sowie dem Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund, ZONTA Club Dortmund Phönix und der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragen des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund. Vier Frauen hielten pointierte Reden zu verschiedenen thematischen Aspekten.

Hanim Ezder, Leiterin des Muslimischen Familienbildungswerks Köln, sprach über ihre eigenen biografischen Erfahrungen als studierte Muslimin in Deutschland. Sie plädierte für einen vorurteilsfreieren Umgang mit muslimischen Frauen und eine differenzierte Darstellung von Musliminnen z.B. im Fernsehen. „Nicht alle Frauen, die Kopftuch tragen, werden unterdrückt. Nicht alle Frauen, die türkisch aussehen, können kein Deutsch“, fasste die Islamwissenschaftlerin ihre Erfahrungen zusammen. In ihrem Bildungszentrum setzt sie sich für die Förderung von muslimischen Mädchen und Frauen ein. Die Angebote erstrecken sich von Sprachkursen über Seminare und Fortbildungsveranstaltungen u.a. zu sozialen, politischen und interreligiösen Themen.
Zweite Rednerin war Aycha Riffi, Medienpädagogin und Leiterin der Grimme-Akademie in Marl. Sie sensibilisierte die Zuhörerinnen für die Darstellung von Frauen im Film und plädierte für die bewusstere Wahrnehmung und Stärkung von Regisseurinnen und Drehbuchautorinnen. Eine gute Möglichkeit Frauen im Film zu fördern sei u.a. das Internationale FrauenFilmFestival, das alle zwei Jahre in Dortmund stattfinde. In diesem Jahr vom 19.-24. April 2016 in Köln.
Zwischen den Reden gab es ein türkisch-vegetarisches Buffet und viel Gelegenheit zum Austausch unter den Frauen. Für den musikalischen Rahmen sorgte Ines Ringe aus Dortmund mit ihrem Konzert-Akkordeon.
Veye Tatah vom Verein Africa Positive, lenkte den Blick auf afrikanische Frauen in Deutschland. In ihrer Rede stellte sie u.a. einflussreiche afrikanische Politikerinnen vor. „Afrikanische Frauen leben ihre Weiblichkeit anders als deutsche Frauen, sie kleiden sich bunt, ausdrucksstark und haben dennoch politische Macht“, so fasste Veye Tatah die unterschiedlichen kulturellen Frauenwelten zusammen. In Deutschland erlebe sie, dass sich Frauen, wenn sie sich weiblicher kleiden, weniger ernst genommen würden. Weiblichkeit und Macht schließen sich in Afrika nicht aus, so ihr Fazit. Mit ihrer Vereinsarbeit bei Africa Positive setzt sie sich mit ihrem Team für eine positive und differenzierte Wahrnehmung von Afrikanerinnen in Deutschland ein. Im Jahr 2010 erhielt sie dafür das Bundesverdienstkreuz am Bande (www.africa-positive.de).
Vierte und letzte Rednerin des 5. Frauenmahls war die Bloggerin und Journalistin Katrin Rönicke aus Berlin. Bekanntgeworden ist sie durch ihr Buch „Bitte freimachen!“, das im letzten Jahr erschien. Sie vertrat die These „Frauen müssen in allen öffentlichen Bereichen gleichberechtigt vertreten sein, so z.B. auch in Kriegsgebieten“. Mit ihrer Rede „Konfliktlösung braucht Frauen“ regte sie intensive politische Gespräche unter den Teilnehmerinnen an. Katrin Rönicke verfasst unter www.fraulila.de regelmäßig feministische Artikel und vernetzt sich mit anderen, jüngeren Feministinnen im Internet.
Wer das Thema „Zwischen Wohnzimmer und Welt“ noch weiter durchdringen wollte, konnte das bei der anschließenden Tagung am Samstag, 20. Februar im Mütterzentrum in Dortmund tun. Einige Frauen, die bei dem Frauenmahl keinen Platz mehr bekommen hatten, konnten mit den Rederinnen Katrin Rönicke und Aycha Riffi in einem Workshop intensiv zu dem Thema arbeiten und u.a. Blogs von feministischen Aktivistinnen entdecken.
Weitere Informationen über das bundesweite Projekt „Frauenmahl“ finden Sie unter www.frauenmahl.de oder www.kircheundgesellschaft.de/frauenreferat. Dort sind auch in Kürze die Beiträge der vier Rednerinnen nachzulesen.

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Pflegearbeit geht alle an!

Teilnehmerinnen des Europäischen Netzwerkes Oikosnet "Gender&Justice" in Corrymeela, Nord Irland, www.corrymeela.org

Europäisches Frauen-Netzwerk tagte in Nordirland

Fakt ist: Die Menschen in Deutschland werden immer älter und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden. Das Bundesministerium für Gesundheit schätzt, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2060 auf 4,7 Mio. Menschen steigen wird – dann wären 6 % der Gesamtbevölkerung auf Pflege angewiesen, doppelt so viele wir heute. Doch von wem sollen diese Menschen gepflegt werden? Bereits heute fehlen in Deutschland in der Pflegebranche Fachkräfte. Vor dieser und anderen Herausforderungen rund um das Thema „Pflege“ steht Deutschland nicht alleine, wie die Mitglieder des europäischen Netzwerkes Oikos-net „Gender&Justice“ bei ihrer Tagung im September feststellten. Vertreterinnen aus Akademien und Bildungsinstitutionen der Schweiz, den Niederlanden, Österreich, Norwegen, Irland und Deutschland diskutierten miteinander die globalen Herausforderungen, die sich in Bezug auf Pflege und Geschlechtergerechtigkeit bereits heute und in Zukunft stellen.

Ein Phänomen, das in den Niederlanden, Österreich, der Schweiz als auch in Deutschland sehr verbreitet ist, ist die Tatsache, dass Pflegebedürftige zunehmend zu Hause betreut und gepflegt werden wollen und auch werden. Da die Belastung der Pflegenden, meistens Frauen, durch Berufstätigkeit und die Sorge um die Kinder bereits sehr stark ist, wird die Pflege für ältere Angehörige vermehrt an Hilfskräfte abgegeben. Frauen aus osteuropäischen Ländern werden zunehmend in besserverdienenden Familien als günstige Pflegekräfte beschäftigt, oft ohne Arbeitsverträge und ohne den seit Januar 2015 geltenden Pflegemindestlohn. Andere Frauen reduzierten ihre berufliche Arbeitszeit um Angehörige zu pflegen, was wiederum erheblichen Einfluss auf ihre Renten und auch ihre Karrierechancen hat.
Die Teilnehmerinnen des europäischen Gender-Netzwerkes diskutierten auch Gabriele Winkers Buch „Care Revolution – Schritte in eine solidarische Gesellschaft“. In dem beschreibt die Autorin die gegenwärtige Situation in der Pflege oder Care-Arbeit als eine „umfassende Care-Krise“. Fachkräfte in Erziehung, Pflege und Betreuung seien überfordert, da sich ihre Arbeitsbedingungen stetig verschlechtern würden – durch Arbeitsverdichtung, Zeitdruck, Personalnot und prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Auch im Privaten würden vor allem Frauen die Notlagen im Pflegesystem auffangen, nämlich durch unbezahlte „Care-Arbeit“. Winker plädiert dafür, eine neue gesellschaftliche Kultur zu etablieren, in der die Sorge für sich und andere eine eigenständigen Stellenwert bekommt. Am Ende der Europäischen Gender-Tagung waren sich die Teilnehmerinnen einig: Die im Beruflichen wie im Privaten vornehmlich von Frauen geleistete Care-Arbeit braucht dringend mehr gesellschaftliche Anerkennung und Aufwertung sowie eine faire Bezahlung auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene! Denn mit Blick auf die demografische Gesamtentwicklung in Europa wird Pflege oder Care-Arbeit früher oder später für alle ein Thema werden.
Weitere Informationen auch unter www.care-revolution.org.

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Abschied und Jubiläum

Jubiläum: 50. Ausgabe der Lila Blätter … und Abschied!

 1988 war es so weit: Das erste Frauenreferat in der EKD wurde in der Evangelischen Kirche von Westfalen gegründet. Und kurze Zeit später - im Dezember 1989 - erschien die erste Ausgabe der LILA BLÄTTER. Damals mit dem Untertitel „Rundbrief des Frauenreferats der EKvW“ mit vielen frauen- und kirchenpolitischen Themen und Informationen. 50. Ausgaben der Lila Blätter sind seitdem erschienen – ein Jubiläum, das zum Innehalten einlädt! Viele verschiedene Referentinnen aus dem landeskirchlichen Frauenreferat der EKvW und einige Ehrenamtliche haben seitdem in dem Redaktionsteam mitgearbeitet und ihre Ideen und Gedanken in das Magazin eingebracht. Die Schwerpunkte hatten ein breites Spektrum und wechselten zwischen feministisch-theologischen und gesellschaftspolitischen Themen, z. B.: „Zum Bilde Gottes geschaffen - Beiträge zur Gen- und Reproduktionstechnologie“, „Brustkrebs“, „Arbeitgeberin Kirche“ „Homosexualität“, „Umgang mit Trennung und Scheidung“ und „Familie leben“.

Zwei Mal gab es einen „Relaunch“- einen Veränderungsprozess – sowohl im Layout als auch im inhaltlichen Aufbau der Publikation. Das Jubiläum, also die 50. Ausgabe der Lila Blätter, gab nun erneut den Anlass innezuhalten und über den weiteren Fortbestand der Lila Blätter nachzudenken. Die sinkende Abonenntinnenzahl, eine steigende Arbeitsbelastung und der Wunsch nach aktuellerer Informationsweitergabe waren schließlich Punkte, die zu einer klaren Entscheidung führten: Die 50. Ausgabe der Lila Blätter wird die Letzte sein! “Wir werden uns auch weiterhin frauenpolitisch zu Wort zu melden!“, so Nicole Richter, Fachbereichsleiterin des FB 5 im Institut für Kirche und Gesellschaft. Das Frauenreferat der EKvW im Institut für Kirche und Gesellschaft wird zukünftig auf „Lila Links“ setzen und frauenpolitische Informationen in einem Newsletter bündeln und verbreiten. Der Newsletter kann kostenlos über die Webseite www.kircheundgesellschaft.de/frauenreferat bezogen werden. „Es geht also weiter - nur anders“, resümiert Nicole Richter, denn „die Themen, die in den Lila Blättern behandelt wurden sind und bleiben weiterhin aktuell“.

 Das derzeitige Redaktionsteam bestehend aus Anke Engelmann (Verwaltung), Sylvia Bachmann-Breves (Juristin), Diana Klöpper (Pfarrerin) und Nicole Richter (Journalistin) bedankt sich bei allen Frauen und Männern, die zum Gelingen der Lila Blätter beigetragen haben. „Wir danken den Grafikerinnen für ihre wunderbaren kreativen Ideen und deren Umsetzung, den Druckereien für die gute Zusammenarbeit, den Werbepartnern für die finanzielle Unterstützung und natürlich den Abonnentinnen, den interessierten Frauen und Männern, die die Lila Blätter gelesen, durchgestöbert oder verschenkt haben!“

Die letzte Ausgabe der Lila Blätter ist soeben unter dem Titel „Jubiläum und Abschied“ erschienen und kann im Frauenreferat unter

 Fon: 02304/755-234 oder

eMail: anke.engelmann(at)kircheundgesellschaft.de

bestellt werden. Darin u.a. ein Kommentar zur Ukraine Krise von Dr. Holger Gemba, Informationen zum alternativen Organspendeausweis der Evangelischen Frauen in Deutschland und Tipps und Termine aus den Kirchenkreisen.

Eine Anmeldung für den frauenpolitischen Newsletter ist ab sofort auf der Webseite unter www.kircheundgesellschaft.de/frauenreferat möglich.

 

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Vielfalt leben und begleiten! Fachtag Gender

Die Evangelische Kirche von Westfalen hat sich auf den Weg
gemacht und ein Zeichen für Offenheit und gelebte Vielfalt gesetzt.
Dies zeigt der Beschluss der Landessynode vom November 2014.
Gleichgeschlechtliche Paare dürfen in einem öffentlichen Gottesdienst
gesegnet werden.
Wie schaffen wir eine offene, einladende Atmosphäre, in der sich
alle angenommen fühlen, z. B. in den Gemeinden, der Jugendarbeit,
den Kindergärten? Wie kann ein Leben in Vielfalt in der Gemeinde oder in der Jugendarbeit praktisch funktionieren?
Der Fachtag Gender bietet einen Raum für Informationen, Austausch
und Diskussion rund um die Facetten von Geschlechtergerechtigkeit.
Dabei gibt die FUMA Fachstelle Gender NRW Impulse zu den Themen „Gender und geschlechtliche Vielfalt“.
In Projekt-Stationen werden bewährte Methoden und neue Gender-Ideen für die Kinder-, Jugend- und Gemeindearbeit vorgestellt und ausprobiert.
Seien Sie herzlich willkommen zum Kennenlernen, Austauschen
und Kooperieren!

Magazin der Vereinten Evangelischen Mission

Zwangsprostituierte, Haushaltshilfen, Kindersoldaten: Millionen Menschen sind Opfer von Menschenhandel. Die VEM hilft.Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema in der aktuellen Ausgabe.

Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland

Einen Überblick über die Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland gibt der erste Atlas zur Gleichstellung, der Anfang März 2015 erschienen ist. Der Atlas wurde vom Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie in Kooperation mit der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) herausgegeben. Vorbild der Veröffentlichung ist der Gleichstellungsatlas des Bundes. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm würdigte die Möglichkeiten der vertieften Analyse, die der Atlas eröffnet. Überrascht habe ihn, wie vielfältig sich die Situation in den einzelnen Landeskirchen schon auf den ersten Blick darstelle. "Möge der Atlas vielfach genutzt werden, um dem Ziel einer gleichberechtigten Gemeinschaft von Frauen und Männern in der Kirche noch ein Stück näher zu kommen".

1989 hatte die EKD-Synode in Bad Krozingen beschlossen, die ausgewogene Repräsentanz von Männern und Frauen in kirchlichen Gremien anzustreben. Die Synode des Bundes der evangelischen Kirchen in der DDR fasste ein Jahr später in Leipzig ähnliche Beschlüsse. Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums dieser Beschlüsse stellte Simone Mantei vom Studienzentrum für Genderfragen die Ergebnisse des Gleichstellungsatlasses im November bei der EKD-Synode in Dresden vor. Die Zielvorgabe von 1989 haben aktuell sowohl die Synode der EKD mit einem Frauenanteil von 46 Prozent als auch der Rat der EKD mit einem Frauenanteil von 47 Prozent fast erreicht. Im Vergleich lag der Frauenanteil im Bundestag im vergangenen Jahr bei 36,5 Prozent, in der Bundesregierung bei 40 Prozent.

Neben den Daten zu der Verteilung der Leitungsämter wurden auch Zahlen zum kirchlichen Leben erhoben. EKD-weit liegt der Anteil der Männer, die sich ehrenamtlich engagieren, bei 31 Prozent. Auch der Anteil der Frauen im Pfarramt wurde untersucht. Die Präses der EKD-Synode Irmgard Schwaetzer zeigte sich vom Ergebnis überrascht: "Gefühlt hatten wir den Eindruck, dass inzwischen mehr Pfarrerinnen als Pfarrer in der evangelischen Kirche Dienst tun. Realität ist, dass unter den Ordinierten 33 Prozent Frauen sind – immerhin." Bemerkenswert sei auch mit nur 20 Prozent die geringe Repräsentanz von Frauen auf der Mittleren Leitungsebene. Mit der Suche nach den Ursachen soll sich laut Beschluss der Synode eine Folgestudie des Studienzentrums befassen. Sie wird die Anforderungsprofile für kirchliche Leitungspositionen auf mittlerer Ebene untersuchen. Studienleiterin Simone Mantei kündigte an, dass diese Studie voraussichtlich 2016 erscheinen wird.

Weiter enthält der Atlas auch Informationen über die konkrete Verteilung von Männern und Frauen bei den Beschäftigten in Kirche und Diakonie und zum kirchlichen Leben. "Wir sind gespannt, was die Auswertung der Daten in den Landeskirchen ergibt", sagte Oberkirchenrätin Kristin Bergmann, die in der EKD für Gleichstellungsfragen zuständig ist. "Der Atlas stellt die Datengrundlage zur Verfügung. Wie die Daten allerdings zu interpretieren sind und welche kirchenpolitischen Schlüsse daraus zu ziehen sind, muss jetzt in den entsprechenden Gremien vor Ort diskutiert werden". Die Gleichstellungsbeauftragten der Landeskirchen, die den Atlas zusammen mit dem Studienzentrum herausgeben, werden diesen Prozess in den Landeskirchen begleiten und unterstützen, so Bergmann.

 

Der Atlas zur Gleichstellung kann für 3,50€ (zzgl. Versand) bestellt werden.
Anke Engelmann 02304/755230
anke.engelmann@kircheundgesellschaft.de

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Ein Zeichen setzen gegen Gewalt - die Selfie-Aktion
„Gewalt gegen Frauen verletzt uns alle!"

Am 25. November ist der Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Das Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen beteiligt sich an der Aktion „Gewalt gegen Frauen verletzt uns alle!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und ruft dazu auf, sich an der Selfie-Aktion gegen Gewalt zu mitzumachen:
So geht‘s:
• Laden Sie dafür eines der Logoschilder herunter.
• Drucken Sie das Logoschild aus und schreiben Sie Ihre persönliche Botschaft darauf, z.B. „Jede 3. Frau ist von Gewalt betroffen." oder „Setz ein Zeichen gegen Gewalt - teile diese Nummer."
• Fotografieren Sie sich mit dem Logoschild des Hilfetelefons in der Hand.
• Posten Sie anschließend Ihr Selfie über alle geeigneten Kanäle Ihres sozialen Netzwerks, beispielsweise bei facebook oder twitter. 
• Rufen Sie Ihre FreundInnen und Follower dazu auf, die Aktion ebenfalls zu unterstützen, damit die Nummer und die Internetadresse des Hilfetelefons möglichst häufig geteilt und verbreitet werden.
• Wenn Sie keine sozialen Netzwerke nutzen, können Sie Ihr Selfie auch direkt per E-Mail senden an: unterstuetzung(at)hilfetelefon.de.
• Alle eingesendeten Selfies sowie „Posts", die den Hashtag #hilfetelefon tragen, werden auf der Aktions webseite http://www.aktion.hilfetelefon.de/gesammelt veröffentlicht.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Gottesdienstmaterial zum 14. Sonntag nach Trinitatis (21.09.2014) und darüber hinaus



Gottesdienstmaterial zum 14. Sonntag nach Trinitatis, dem Sonntag der gerechten Gemeinschaft von Frauen und Männern

Texte, Beiträge und Materialien für Gottesdienste und Andachten.

Herausgegeben von Christina Ossenberg-Gentemann und Ute Hedrich

 

 

 

Where´s the best place to be a woman?

Leider rangiert Deutschland bei der neusten BBC Studie zum Thema eher auf den untersten Plätzen.

Lesen Sie selbst!

Gemeinsame Stellungnahme

Artikel aus der UK Nr. 33

Von Nicole Richter

"Es war keine leichte Geburt", darüber waren sich die Frauen und Männer nach der hitzigen Debatte um den Stellenwert von Ehe und Familie einig. Anlässlich des Stellungnahmeprozesses zur Hauptvorlage "Familien heute" hatten sich der landeskirchliche Frauenausschuss und der Landesvorstand der Männerarbeit unter Beteiligung der beiden Fachbereiche des Instituts für Kirche und Gesellschaft erstmalig zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen. Aber am Ende konnte die einberufene Arbeitsgruppe doch einen Erfolg präsentieren: eine gemeinsame Stellungnahme des Landesvorstandes der Männerarbeit und des landeskirchlichen Frauenausschusses der EKvW zur Hauptvorlage "Familien heute".

„Wir begrüßen die Verwendung des „funktionalen Familienbegriffs“ in der Hauptvorlage, so Dr. Helmut Eiteneyer, Vorsitzender der Männerarbeit der EKvW, „weil er von einem ethischen Kern her die Vielfalt der Formen gegenwärtig gelebter Familie in den Blick nimmt.“ Elke Markmann, Vorsitzende des landeskirchlichen Frauenausschusses ergänzte: „Wir wollen Familie nicht patriarchal oder matriarchal denken, sondern als einen partnerschaftlichen Verbund, der durch Respekt und Liebe und Verlässlichkeit zusammengehalten wird.“ Fürsorge, Initiative bei notwendigen Klärungen, Sorge um Stabilität und Verbindlichkeit sehen sie als eine gemeinsame Aufgabe von Frauen und Männern und auch von heranwachsenden Kindern. Allerdings würde der funktionale Familienbegriff in der Hauptvorlage nicht konsequent durchgehalten. So seien verschiedene Formen wie „Regenbogenfamilien“ zwar benannt, aber in den aufgeführten Beispielen würden sie nicht weiter vorkommen und blieben somit doch eine Sonderform, heißt es in der Stellungnahme. Als Herausforderung nehmen der Landesvorstand der Männerarbeit wie auch der landeskirchliche Frauenausschuss wahr, dass die Ausweitung des Familienbegriffs in der Diskussion als Abwertung traditioneller Familienformen, insbesondere der Ehe, verstanden werden kann. Ziel sollte es jedoch sein, im Blick auf die Würdigung und Unterstützung von Familien einen Gegensatz von traditionellen und besonderen Formen zu überwinden. „Unser Glaube stellt uns vor die Herausforderung, uns immer wieder darüber zu verständigen, wie Familie heute gelingen kann“, so Dieter Rothardt, Landesmännerpfarrer der EKvW. Der Erfahrungsreichtum der biblischen Überlieferung und die kritische Reflexion des christlichen Glaubenslebens liefern dazu Anregungen und Bausteine, die ein weites Bild von Familie aufzeigen. Deshalb müsste in Zukunft auch theologisch an der Definition von Familie weitergearbeitet werden, so eine gemeinsame Forderung. Den in der Hauptvorlage befürworteten offenen Umgang mit Homosexualität innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen sehen Frauenausschuss und Landesvorstand Männerarbeit positiv. Die Offenheit für unterschiedliche Lebensformen sollte zukünftig auch dadurch zum Ausdruck kommen, dass theologisch die Segenshandlung für alle Paare neu diskutiert wird. „Vielfalt anzuerkennen bedeutet hierbei nicht, der Beliebigkeit Raum zu geben“, so Diana Klöpper, Pfarrerin im landeskirchlichen Frauenreferat. Im Mittelpunkt des Verständnisses von Familie steht weiterhin die Übernahme von Verantwortung, allerdings jenseits von festgeschriebenen Lebens- und Liebesmodellen, so der Wortlaut der Stellungnahme. Es sei Zeit für die Überarbeitung und Erweiterung der Trau- und Segensagende, so dass ein Segensritual für alle Familienformen in öffentlichen Räumen möglich wird. Im Hinblick auf das gesellschaftliche Rollenverhalten von Männern und Frauen erkennen Frauenreferat wie auch der Fachbereich „Männer, Familie, Ehrenamt“ eine Engführung, die sich an alten Klischees orientiert. Sie setzen sich für die Stärkung vielfältiger Rollenbilder ein, in dem sie bewusst Angebote und Räume schaffen, in denen neue Formen gelebt werden können. Die Veränderungen von Frauen- und Männerrollen haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass das Familienleben immer wieder neu abgestimmt und organisiert werden muss. Das Management familiärer und beruflicher Erfordernisse verstehen beide Fachbereiche des Instituts für Kirche und Gesellschaft nicht als Privatsache. Es bedarf aus ihrer Sicht der konsequenten Entwicklung familienfreundlicher Strukturen, neuer Arbeitszeitmodelle, gezielter Kinderbetreuungsangebote für Berufstätige und Ehrenamtliche, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen – auch in der Kirche. Die gemeinsame Stellungnahme finden Sie in Gänze hier.

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Closing the Gender Gap: Act now!

Frauen in Deutschland verdienen weniger als Männer. Das belegen auch aktuelle Studien der OECD und des Weltwirtschaftsforums. Rangierte Deutschland in 2006 weltweit noch auf dem 5. Platz, muss man nach dem neuesten Bericht des Weltwirtschaftsforums weiter unten suchen: Deutschland befindet sich auf dem 13. Platz, noch hinter den Phillipinen und Nicaragua. Die Gründe für die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern sind vielschichtig. Schon der Slogan der OECD Studie macht deutlich, dass sich hier schleunigst etwas ändern muss: Act now! - Jetzt handeln!
Weitere Infos zum Thema finden Sie unter Download.

Kontakt

Anke Engelmann
Sekretariat
02304/755 230
Email schreiben

Film: 25.Villigster Mädchen- und Frauentreffen

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5. Dortmunder Frauenmahl

Rede
Aycha Riffi

Rede
Veye Tatah

Rede
Hanim Ezder