Was für ein Vertrauen ( 2. Könige 18,19)

Die Losung für den Kirchentag 2019 in Dortmund steht fest


Dortmund, 16. Oktober 2017. Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag 2019 in Dortmund steht unter der Losung „Was für ein Vertrauen“. Kirchentagspräsident Hans Leyendecker, die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages Julia Helmke sowie die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen Annette Kurschus gaben die Losung heute im Haus der Evangelischen Kirche in Dortmund bekannt. Das Präsidium des Kirchentages hatte sich am Wochenende für das Bibelwort aus dem 2. Buch der Könige entschieden.
Für Kirchentagspräsident Hans Leyendecker ist Vertrauen ein Gegengift für die Untergangsstimmung
in der Welt: „Nicht nur seit Trump gibt es ein Gefühl der großen Verunsicherung. Junge Leute haben oft kein Vertrauen in ihre Zukunft mehr, die Alten misstrauen den Eliten. Alle gemeinsam erleben immer wieder eine Welt, die von atemraubender Machtgier, von Rücksichtslosigkeit geprägt ist.
Gemeinsam müssen wir die Vertrauenskrise überwinden. Nur wer bereit ist, anderen zu vertrauen, kann auch Vertrauen bekommen. Diese Losung ist bestens geeignet, um darüber zu reden, in welcher
Welt wir leben wollen und in welcher Welt nicht.“

Generalsekretärin Julia Helmke betont: „Als Kirchentag ist es uns wichtig zu zeigen, wie Vertrauen hilft zu leben – Vertrauen als Kraft, die aktiviert. ‚Was für ein Vertrauen‘ ist eine Losung, die Zuversicht und Ermutigung gibt ohne Fragen und Zweifel auszusparen. Staunend. Fröhlich. Widerständig.“
Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, ergänzt: „Zum Wesen unserer Evangelischen Kirche von Westfalen mit ihrer außergewöhnlichen Vielfalt an Landschaften, Traditionen und Mentalitäten gehören Kontraste und Unterschiede. Wie in der Stadt Dortmund, gibt es auch in dieser Landeskirche Umbrüche, Abbrüche und Spannungen. Deshalb passt diese Losung mit ihren vielfältigen Möglichkeiten, mitten hinein ins volle Leben zu sprechen, gut zu uns als Gastgeberin des Kirchentages 2019.“
Zusammen mit der Losung hat das Präsidium die begleitenden biblischen Texte für Gottesdienste und
Bibelarbeiten für den Kirchentag 2019 festgelegt. Die Textpassagen greifen die Losung auf und ergänzen sie. Der Schlussgottesdienst am 23. Juni 2019 steht unter dem Motto „Werft euer Vertrauen
nicht weg“ (Hebr. 10,35-36). Kirchentagspsalm ist der „Vertrauenspsalm“ Psalm 23.
Die Losung leitet die Programmvorbereitungen für den Kirchentag vom 19. bis 23. Juni 2019. Nach
1950, 1963, 1973, 1985 und 1991 ist der Deutsche Evangelische Kirchentag das sechste Mal in der
Metropolregion Rhein-Ruhr und das zweite Mal in Dortmund zu Gast.


Ein Bildmotiv des Pressetermins, die Liste der biblischen Texte und die vollständigen Kommentare
finden Sie unter kirchentag.de/presse.
Über den Kirchentag
Der Deutsche Evangelische Kirchentag besteht seit 1949 und findet alle zwei Jahre in einer anderen
deutschen Stadt statt. Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag ist vom 19. bis 23. Juni 2019 in
Dortmund zu Gast.
Rückfragen an:
Sirkka Jendis
Leiterin Kommunikation
Tel.: 0163 2531883
jendis@kirchentag.de

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Frauenarbeit als eine Art Netzwerktätigkeit

Festgottesdienst zum 25-jährigen Jubiläum des Frauenreferates im Ev. Kirchenkreis Unna

UNNA – Mit reichlich Netzen war der Festgottesdienst in der Ev. Stadtkirche Unna gespickt, denn Frauenarbeit sei auch eine Art Netzwerkarbeit, wie Dr. Gisela Matthiae verkündete. Zum Festgottesdienst anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Frauenreferates im Ev. Kirchenkreis Unna waren die Gäste aus Nah und Fern zusammen gekommen. Da ging es nicht nur im Wort um die vielen Netze, die die Menschen im Leben begleiten, sondern einige Netze wurden auch ganz praktisch eingesetzt. Kleine Fischernetze dienten als Klingelbeutel und Dr. Gisela Matthiae hatte einige  Beispiele mitgebracht: Netzstrumpfhosen, ein Kartoffelnetz, Zitronennetz, ein Einkaufsnetz, eine Netzhängematte und vieles mehr. Sie sprach auch über die modernen, digitalen Netze und wie gut man heute vernetzt sei. „Werft eure Netze aus“, wie einst die Fischer am See Genezareth (Lk5,1-11), forderte sie im übertragenen Sinn auf. So feiere man heute nicht nur 25 Jahre Frauenreferat, sondern auch eine 25-jährige Vernetzung. Das Frauenreferat sei eine Art Netzwerkarbeit, an deren Erfolg viele Menschen beteiligt seien. Bildlich wurde dies noch einmal, als Frauenreferentin und Pfarrerin Elke Markmann einige Mitwirkende stellvertretend für die große Zahl der Ehren- und Hauptamtlichen nach vorne bat. Als kleines Geschenk erhielten sie Netzbeutel. Sie alle seien Teile des Frauenreferates.

An die Anfänge der Frauenarbeit im Ev. Kirchenkreis Unna erinnerte Synodalassessorin Anja Josefowitz in ihrem Grußwort. Hart wurde damals um dieses Referat gekämpft und es sei noch nicht in allen Kirchenkreisen eine Selbstverständlichkeit.

Mensch sein mit Leib und Seele

Genderseminar im Sommer

 „Es sind nicht unsere Unterschiede, die uns trennen. Es ist unsere Unfähigkeit, diese Unterschiede zu erkennen, zu akzeptieren und sie zu feiern." Dieses Zitat der amerikanischen Schriftstellerin Audre Lorde ist so etwas wie die Herausforderung der gemeinsamen Seminare von Frauenreferat und Männerarbeit.

Rollenvielfalt erleben, Geschlechterklischees überwinden, sich einüben in Toleranz für bunte, vielfältige Lebensformen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der Geschlechter erkennen und feiern – darum ging es auch beim Seminarwochenende im niedersächsischen Stift Börstel am letzten Wochenende vor den Sommerferien. Das Frauenreferat und die Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen hatten eingeladen, sich in diesen Tagen als „Mensch mit Leib und Seele“ zu erfahren. Die besondere Atmosphäre zwischen Stiftskirche, Kräutergärten und rauschenden Bächen inspirierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu intensiven Gesprächen und lebhaftem Austausch.

„Hier kommen Männer und Frauen zusammen, die über sich und ihre Rollen nachdenken und dann gestärkt zurück in ihren Alltag gehen“, sagt Martin Treichel, Pfarrer für Männerarbeit der westfälischen Kirche. „Dazu tragen Auseinandersetzungen mit biblischen Texten, aber auch die Beschäftigung mit wichtigen gesellschaftlichen Themen wie der aktuellen Diskussion um die ‚Ehe für alle‘ bei.“

Spürbar wurde dies nicht zuletzt auch in der Rezeption medialer Beiträge, zum Beispiel im Film „Embrace“, der die Schattenseiten der Schönheitsindustrie und der Inszenierung von Körperbildern thematisiert. Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer nahmen dies zum Anlass, um über den Umgang mit dem eigenen Körper nachzudenken. Nicole Richter, Leiterin des Frauenreferats der westfälischen Kirche: „Insbesondere Frauen, aber auch Männer sind heute einem großen Druck ausgesetzt, medial verbreiteten Schönheitsidealen zu entsprechen. TV-Formate wie ‚Germanys Next Topmodel‘ vermitteln aber eine Erwartungshaltung, der kein Mensch entsprechen kann. Und auch nicht entsprechen sollte. Wir wollen dem andere, vielfältigere, auch barmherzigere Vorstellungen entgegen setzen.“

Dazu lieferte das Seminar auch ganz praktische Anregungen, etwa mit Yoga-Einheiten, aber auch bewusst gefeierten Mahlzeiten. Der Mensch, das konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, besteht eben aus Seele und Leib.

Die nächsten gemeinsamen Seminare von Frauenreferat und Männerarbeit finden statt vom 12. bis 14. Januar sowie vom 6. bis 8. Juli 2018 im Stift Börstel.

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Wir können auch anders

3. Frauenmahl

Freitag, 1. September 2017, von 18.00 - 22.00 Uhr

St. Viktor Kirche Schwerte

Wir können auch anders...“ Reformatorinnen gestern und heute
 

Frauen kommen zu einem gemeinsamen festlichen Essen zusammen Sie hören 4 Tischreden zur Zukunft von Frauen in Kirche und Gesellschaft. Im Jahr des Reformationsgedenkens steht das Mahl unter der Überschrift „Wir können auch anders. Reformatorinnen gestern und heute“. Vier Reformerinnen, die sich für Frauenrechte und gerechte Teilhabe stark machen, kommen zu Wort. Sie als Gäste haben Gelegenheit, sich über das Gehörte auszutauschen und miteinander zu diskutieren. Frauen vernetzen sich und denken voraus

Die Tischreden:

1.    „Leicht sprechen“ - Wie Sprache verbindet

           Mandy Brösner, Büro für leichte Sprache, Netzwerk Diakonie in der Diakonie Mark Ruhr, Iserlohn

2.    Mein Wort im Netz – Feminismus und Neue Medien

          Anne Wizorek, Autorin, Bloggerin, Berlin

 3. Mädchen.Leben.Schützen – neue Chancen nach Krieg und Flucht

          Smiljana Hesse, Leiterin des Mädchenhaus „Mäggie“ , Herdecke

  4. Ich kann ganz anders- wenn Martin mich ließe....

           Katharina von Bora (alias Sabine Henke, Kabarettistin, Dortmund)

Musik: Clara Ernst, Kantorin der Ev. Kirchengemeinde Schwerte,

Gisela Halbach, Querflöte

Ort und Zeit

Das Mahl beginnt am 1.September 2017 um 18.00 Uhr in der Evangelischen St. Viktor Kirche am Markt in 58239 Schwerte. Einlass ist ab 17.15 Uhr

Kosten: 35,00 € inkl. Speisen und Getränke

Ermäßigung auf Anfrage

 

Anmeldung und Information

Institut für Kirche und Gesellschaft 
Frauenreferat der EKvW

Anke Engelmann
Iserlohner Str. 25

58239 Schwerte

02304-755-230

anke.engelmann(at)kircheundgesellschaft.de

 

Bitte melden Sie sich telefonisch oder per mail an.

Danach erhalten Sie eine Bestätigung und die Rechnung.

 

 

We are family

Ein- Eltern- Familien unterwegs

Familien sind bunt und vielfältig. Sechs Tage lang dreht sich einmal alles um Ein-Eltern-Familien.Während die Kinder reiten und an dem erlebnispädagogischen Programm teilnehmen, haben die Mütter Zeit, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Es wird Vorträge zu verschiedenen Themen geben und diverse sportliche Angebote wie z.B. Walking, Yoga und Entspannung. In der großen Küche wird für uns gekocht. Die Mithilfe beim Spüldienst gehört dazu. Die Unterbringung erfolgt in Sechs- und Vierbettzimmern auf dem Ponyhof Hilbeck.www.ponyhof-hilbeck.de.

weitere Informationen

6. Dortmunder Frauenmahl mit Tischreden

 „Ich stehe hier und kann nicht anders! – Frauen übernehmen Verantwortung“,

so hieß der Titel des 6. Dortmunder Frauenmahls, das am 17.02.2017 von 17.00- 21.00 Uhr in der Ev. Stadtkirche St. Petri, Westenhellweg, stattfand. An langen Tafeln in der besonderen Atmosphäre der St. Petri-Kirche Dortmund fanden 150 Frauen Platz. Vier bekannte Frauen aus Kirche und Gesellschaft hielten Reden über verschiedene Dimensionen von Verantwortung:

 Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, Präses Annette Kurschus, sprach unter dem Titel „Standfest und beweglich. Der Impuls der Reformation.“ zur Bedeutung der Reformation für uns heute. In 2017 feiert die Evangelische Kirche 500. Jahre Reformation. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.einfach-frei-2017.de.

Nicola Berckhoff  vom Verband allein erziehender Mütter und Väter Landesverband NRWe. V., plädierte dafür, Alleinerziehende mehr in den politischen und gesellschaftlichen Blick zu nehmen. „Alleinerziehende sind keine Familien 2. Klasse“, so lautete ihr Statement.

„Neue Chancen für Frauen nach der Flucht“ will  Dr. Monika Goldmann vom Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V. eröffnen. Und sie tut es bereits mit einem Mentoring-Projekt für Frauen mit Fluchterfahrungen in Dortmund, das sie u.a. in ihrer Rede vorgestellt hat.

Maria von Welser, Publizistin und TV-Journalistin, musste leider ihre Rede aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Stattdessen sprach Ellen Radtke, Theologin und neue Studienleiterin im Zentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie zu dem Thema „Fürchte dich nicht – Ich gender nur mich!“.

 Während eines sri lankisch-vegetarischen 3-Gänge-Menues gab es Tischreden, Gelegenheit zum Austausch bei Kerzenschein und Saxophonmusik von Kristina Mohr.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation eines breiten westfälischen Frauenbündnisses:

Lindtraut Belthle-Drury, Ev. Frauenhilfe in Westfalen e.V., Soest

Almut Begemann, Ev. Stadtkirche St. Petri, Dortmund

Dr. Sabine Federmann, Ev. Akademie, Villigst

Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Dortmund

Ute Hedrich, Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung, Dortmund

Nicole Richter, Frauenreferat der Ev. Kirche von Westfalen, Villigst

Claudia Schirmer, Zonta Club Dortmund Phoenix

Anke Steger, Gleichstellungsbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund

Dr. Susanne Wolf, Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung, Villigst

Duygu Yalcin, Sophia e.V., Dortmund


Die Initiative Frauenmahl ist ein Beitrag zur Reformationsdekade der EKD. Bis zum Reformationsjubiläum 2017 finden Frauenmahle bundesweit statt. Frauenmahle stärken eine breit angelegte, demokratische Auseinandersetzung aus Frauensicht. Dabei kommen verschiedene Religionen und Weltanschauungen, Berufs- und Altersgruppen und Frauen mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund zu Wort. Weitere Informationen zur bundesweiten Initiative Frauenmahl unter www.kircheundgesellschaft.de/frauenreferat oder www.frauenmahl.de.

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Frauen. Männer. Perspektiven.

Magazin EINS* - Neue Sonderseiten in UK Unsere Kirche
„Frauen. Männer. Perspektiven“ ist das Thema einer neuen Publikation im Raum der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dreimal im Jahr soll das Magazin mit dem Titel EINS* (gesprochen: „Eins mit Sternchen“) erscheinen, und zwar als Sonderseiten der Evangelischen Zeitung „UK – Unsere Kirche“. Herausgeber ist der Evangelische Presseverband für Westfalen und Lippe in Zusammenarbeit mit dem Frauenreferat und der Männerarbeit im Institut für Kirche und Gesellschaft in der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen.

„Männer und Frauen – da hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan in der Beziehung zueinander“, erklärt UK-Chefredakteur Gerd-Matthias Hoeffchen die Zielrichtung der neuen Publikation, „aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Umgang mit den traditionellen Geschlechterrollen noch immer höchst kontrovers verstanden und auch gelebt wird.“ Längst arbeiten Frauen in ehemals typischen Männerberufen, Männer bleiben als Erziehende in Elternzeit zuhause. „Und doch erleben wir noch immer, wie unser Alltag in typisch Mann und typisch Frau aufgeteilt wird“, so Nicole Richter, Leiterin des Frauenreferats. „Das fängt bei den Rollenmodellen der Werbebranche an und hört im Supermarkt bei blauen Dinos für Jungen und rosa Feen für Mädchen noch lange nicht auf.“

Der Titel des neuen Magazins solle verdeutlichen, dass bei allen Unterschieden Mann und Frau zusammengehören, dass sie EINS sind. Und das Sternchen im Namen? „Das ist ein Symbol“, erklärt Martin Treichel, Landesmännerpfarrer der westfälischen Kirche. „Mit diesem Gender-Sternchen kann man seit einiger Zeit Hauptwörtern, die Personen bezeichnen, die Information anfügen: Hier sind wirklich ALLE Geschlechter gemeint: männliche, weibliche, transgender und intersexuelle Personen“, so Treichel. Beispiel: Bürger*innen.

In Essays, Interviews, Hintergrundartikeln, Porträts und Kommentaren will EINS* die sich verändernde Gender-Thematik ausleuchten. „Das ist in dieser thematischen Konzentration sicher Neuland, auch für unsere Zeitung“, meint UK-Chefredakteur Gerd-Matthias Hoeffchen dazu, „wir glauben, dass EINS* auf Interesse stößt – auch wenn es vielleicht kontrovers diskutiert werden mag“.

Start ist am 9. Oktober, dem Erscheinungsdatum der UK-Ausgabe 41.

Neuer Vorstand des Landesausschusses Westfalen

Neuer Vorstand gewählt

Am Freitag, 23.9.2016 wurde ein neuer Vorstand des Landesausschusses Westfalen für den Deutschen Evangelischen Kirchentag gewählt.

Dem Vorstand gehören Katja Breyer,Geschäftsführerin des LA, Nicole Richter, Frauenreferat der EKvW, Anja Hillebrand, Regionalleitung Bethel-Süd und Ernst Pallmann, Pfarrer Bad Oeynhausen an.
Pfarrer Manfred W. Schwarz, der seit 18 Jahren Vorsitzender des Landesausschusses für den DEKT war, gab seine Aufgabe an Hans-Werner Ludwig ab.

Der Landesausschuss und die Landeskirche dankten Manfred W. Schwarz für sein einzigartiges und prägendes Engagement für den Kirchentag.

Bundestag beschließt Reform des Sexualstraftrechts

Pressemitteilung

TERRE DES FEMMES: Entscheidung ist ein großer Erfolg für Frauenrechte

Berlin, 07.07.2016. Der Bundestag hat heute die Reform des Sexualstrafrechts beschlossen und endlich den Grundsatz „Nein heißt Nein“ rechtlich verankert. Demnach können künftig sexuelle Handlungen bestraft werden, wenn sie gegen den erkennbaren Willen der anderen Person erfolgen – unabhängig davon, ob Gewalt angewendet oder angedroht wurde. „Wir begrüßen diese Entscheidung des Bundestages. Es ist ein großer Erfolg für die Frauenrechte“, erklärt Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES.

Sie vergleicht die Reform mit der von 1997, als Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe gestellt worden war. „Diese Reform ist ein weiterer Schritt, die sexuelle Selbstbestimmung der Frau zu schützen und zu stärken“, erklärt Stolle. Sie verbindet damit die Hoffnung, dass endlich auch Frauen Anzeige erstatten, die dies bislang nicht getan hätten, weil sie fürchten mussten, dass ihre alleinige ablehnende Willensäußerung nicht für einen Straftatbestand ausreichte.

Die Situation für Frauen in Deutschland, die Opfer einer Vergewaltigung wurden, ist bislang katastrophal: Kaum ein Verbrechen in Deutschland wird so selten bestraft wie eine Vergewaltigung – obwohl es eine der häufigsten Formen von Gewalt an Frauen ist: Laut Dunkelfeldforschung geschehen in Deutschland etwa 160.000 Vergewaltigungen pro Jahr. Das sind mehr als 438 Vergewaltigungen pro Tag. Dem gegenüber stehen etwa 1.000 Verurteilungen jährlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann für eine Vergewaltigung bestraft wird, ist somit geringer als ein Prozent. „Dies muss endlich ein Ende haben“, sagt Stolle.

Seit vielen Jahren kämpfen Frauenrechtsorganisationen und Menschenrechtsverbände für eine Änderung des Sexualstrafrechts (§ 177 StGB) in Deutschland. TERRE DES FEMMES hat 2013 mit seiner Unterschriftenkampagne „Vergewaltigung – Schluss mit der Straflosigkeit“ den Auftakt gebildet. Zahlreiche weitere Protestaktionen folgten. Zuletzt veröffentlichte das von TERRE DES FEMMES mitgetragene Aktionsbündnis „Nein heißt Nein“ einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin mit einer scharfen Kritik am ersten Gesetzentwurf des Justizministeriums.

 

Für Nachfragen und Interviews wenden Sie sich bitte an TERRE DES FEMMES, Marion Brucker (Pressereferentin), Tel. 030/ 40504699-25, oder per Mail an presse@frauenrechte.de


http://frauenrechte.de/online/index.php

Hanim Ezder, Leiterin des Muslimischen Familienbildungswerks Köln, sprach über ihre eigenen biografischen Erfahrungen als studierte Muslimin in Deutschland. Sie plädierte für einen vorurteilsfreieren Umgang mit muslimischen Frauen und eine differenzierte Darstellung von Musliminnen z.B. im Fernsehen. „Nicht alle Frauen, die Kopftuch tragen, werden unterdrückt. Nicht alle Frauen, die türkisch aussehen, können kein Deutsch“, fasste die Islamwissenschaftlerin ihre Erfahrungen zusammen. In ihrem Bildungszentrum setzt sie sich für die Förderung von muslimischen Mädchen und Frauen ein. Die Angebote erstrecken sich von Sprachkursen über Seminare und Fortbildungsveranstaltungen u.a. zu sozialen, politischen und interreligiösen Themen.
Zweite Rednerin war Aycha Riffi, Medienpädagogin und Leiterin der Grimme-Akademie in Marl. Sie sensibilisierte die Zuhörerinnen für die Darstellung von Frauen im Film und plädierte für die bewusstere Wahrnehmung und Stärkung von Regisseurinnen und Drehbuchautorinnen. Eine gute Möglichkeit Frauen im Film zu fördern sei u.a. das Internationale FrauenFilmFestival, das alle zwei Jahre in Dortmund stattfinde. In diesem Jahr vom 19.-24. April 2016 in Köln.
Zwischen den Reden gab es ein türkisch-vegetarisches Buffet und viel Gelegenheit zum Austausch unter den Frauen. Für den musikalischen Rahmen sorgte Ines Ringe aus Dortmund mit ihrem Konzert-Akkordeon.
Veye Tatah vom Verein Africa Positive, lenkte den Blick auf afrikanische Frauen in Deutschland. In ihrer Rede stellte sie u.a. einflussreiche afrikanische Politikerinnen vor. „Afrikanische Frauen leben ihre Weiblichkeit anders als deutsche Frauen, sie kleiden sich bunt, ausdrucksstark und haben dennoch politische Macht“, so fasste Veye Tatah die unterschiedlichen kulturellen Frauenwelten zusammen. In Deutschland erlebe sie, dass sich Frauen, wenn sie sich weiblicher kleiden, weniger ernst genommen würden. Weiblichkeit und Macht schließen sich in Afrika nicht aus, so ihr Fazit. Mit ihrer Vereinsarbeit bei Africa Positive setzt sie sich mit ihrem Team für eine positive und differenzierte Wahrnehmung von Afrikanerinnen in Deutschland ein. Im Jahr 2010 erhielt sie dafür das Bundesverdienstkreuz am Bande (www.africa-positive.de).
Vierte und letzte Rednerin des 5. Frauenmahls war die Bloggerin und Journalistin Katrin Rönicke aus Berlin. Bekanntgeworden ist sie durch ihr Buch „Bitte freimachen!“, das im letzten Jahr erschien. Sie vertrat die These „Frauen müssen in allen öffentlichen Bereichen gleichberechtigt vertreten sein, so z.B. auch in Kriegsgebieten“. Mit ihrer Rede „Konfliktlösung braucht Frauen“ regte sie intensive politische Gespräche unter den Teilnehmerinnen an. Katrin Rönicke verfasst unter www.fraulila.de regelmäßig feministische Artikel und vernetzt sich mit anderen, jüngeren Feministinnen im Internet.
Wer das Thema „Zwischen Wohnzimmer und Welt“ noch weiter durchdringen wollte, konnte das bei der anschließenden Tagung am Samstag, 20. Februar im Mütterzentrum in Dortmund tun. Einige Frauen, die bei dem Frauenmahl keinen Platz mehr bekommen hatten, konnten mit den Rederinnen Katrin Rönicke und Aycha Riffi in einem Workshop intensiv zu dem Thema arbeiten und u.a. Blogs von feministischen Aktivistinnen entdecken.
Weitere Informationen über das bundesweite Projekt „Frauenmahl“ finden Sie unter www.frauenmahl.de oder www.kircheundgesellschaft.de/frauenreferat. Dort sind auch in Kürze die Beiträge der vier Rednerinnen nachzulesen.

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Pflegearbeit geht alle an!

Teilnehmerinnen des Europäischen Netzwerkes Oikosnet "Gender&Justice" in Corrymeela, Nord Irland, www.corrymeela.org

Europäisches Frauen-Netzwerk tagte in Nordirland

Fakt ist: Die Menschen in Deutschland werden immer älter und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden. Das Bundesministerium für Gesundheit schätzt, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2060 auf 4,7 Mio. Menschen steigen wird – dann wären 6 % der Gesamtbevölkerung auf Pflege angewiesen, doppelt so viele wir heute. Doch von wem sollen diese Menschen gepflegt werden? Bereits heute fehlen in Deutschland in der Pflegebranche Fachkräfte. Vor dieser und anderen Herausforderungen rund um das Thema „Pflege“ steht Deutschland nicht alleine, wie die Mitglieder des europäischen Netzwerkes Oikos-net „Gender&Justice“ bei ihrer Tagung im September feststellten. Vertreterinnen aus Akademien und Bildungsinstitutionen der Schweiz, den Niederlanden, Österreich, Norwegen, Irland und Deutschland diskutierten miteinander die globalen Herausforderungen, die sich in Bezug auf Pflege und Geschlechtergerechtigkeit bereits heute und in Zukunft stellen.

Ein Phänomen, das in den Niederlanden, Österreich, der Schweiz als auch in Deutschland sehr verbreitet ist, ist die Tatsache, dass Pflegebedürftige zunehmend zu Hause betreut und gepflegt werden wollen und auch werden. Da die Belastung der Pflegenden, meistens Frauen, durch Berufstätigkeit und die Sorge um die Kinder bereits sehr stark ist, wird die Pflege für ältere Angehörige vermehrt an Hilfskräfte abgegeben. Frauen aus osteuropäischen Ländern werden zunehmend in besserverdienenden Familien als günstige Pflegekräfte beschäftigt, oft ohne Arbeitsverträge und ohne den seit Januar 2015 geltenden Pflegemindestlohn. Andere Frauen reduzierten ihre berufliche Arbeitszeit um Angehörige zu pflegen, was wiederum erheblichen Einfluss auf ihre Renten und auch ihre Karrierechancen hat.
Die Teilnehmerinnen des europäischen Gender-Netzwerkes diskutierten auch Gabriele Winkers Buch „Care Revolution – Schritte in eine solidarische Gesellschaft“. In dem beschreibt die Autorin die gegenwärtige Situation in der Pflege oder Care-Arbeit als eine „umfassende Care-Krise“. Fachkräfte in Erziehung, Pflege und Betreuung seien überfordert, da sich ihre Arbeitsbedingungen stetig verschlechtern würden – durch Arbeitsverdichtung, Zeitdruck, Personalnot und prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Auch im Privaten würden vor allem Frauen die Notlagen im Pflegesystem auffangen, nämlich durch unbezahlte „Care-Arbeit“. Winker plädiert dafür, eine neue gesellschaftliche Kultur zu etablieren, in der die Sorge für sich und andere eine eigenständigen Stellenwert bekommt. Am Ende der Europäischen Gender-Tagung waren sich die Teilnehmerinnen einig: Die im Beruflichen wie im Privaten vornehmlich von Frauen geleistete Care-Arbeit braucht dringend mehr gesellschaftliche Anerkennung und Aufwertung sowie eine faire Bezahlung auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene! Denn mit Blick auf die demografische Gesamtentwicklung in Europa wird Pflege oder Care-Arbeit früher oder später für alle ein Thema werden.
Weitere Informationen auch unter www.care-revolution.org.

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Abschied und Jubiläum

Jubiläum: 50. Ausgabe der Lila Blätter … und Abschied!

 1988 war es so weit: Das erste Frauenreferat in der EKD wurde in der Evangelischen Kirche von Westfalen gegründet. Und kurze Zeit später - im Dezember 1989 - erschien die erste Ausgabe der LILA BLÄTTER. Damals mit dem Untertitel „Rundbrief des Frauenreferats der EKvW“ mit vielen frauen- und kirchenpolitischen Themen und Informationen. 50. Ausgaben der Lila Blätter sind seitdem erschienen – ein Jubiläum, das zum Innehalten einlädt! Viele verschiedene Referentinnen aus dem landeskirchlichen Frauenreferat der EKvW und einige Ehrenamtliche haben seitdem in dem Redaktionsteam mitgearbeitet und ihre Ideen und Gedanken in das Magazin eingebracht. Die Schwerpunkte hatten ein breites Spektrum und wechselten zwischen feministisch-theologischen und gesellschaftspolitischen Themen, z. B.: „Zum Bilde Gottes geschaffen - Beiträge zur Gen- und Reproduktionstechnologie“, „Brustkrebs“, „Arbeitgeberin Kirche“ „Homosexualität“, „Umgang mit Trennung und Scheidung“ und „Familie leben“.

Zwei Mal gab es einen „Relaunch“- einen Veränderungsprozess – sowohl im Layout als auch im inhaltlichen Aufbau der Publikation. Das Jubiläum, also die 50. Ausgabe der Lila Blätter, gab nun erneut den Anlass innezuhalten und über den weiteren Fortbestand der Lila Blätter nachzudenken. Die sinkende Abonenntinnenzahl, eine steigende Arbeitsbelastung und der Wunsch nach aktuellerer Informationsweitergabe waren schließlich Punkte, die zu einer klaren Entscheidung führten: Die 50. Ausgabe der Lila Blätter wird die Letzte sein! “Wir werden uns auch weiterhin frauenpolitisch zu Wort zu melden!“, so Nicole Richter, Fachbereichsleiterin des FB 5 im Institut für Kirche und Gesellschaft. Das Frauenreferat der EKvW im Institut für Kirche und Gesellschaft wird zukünftig auf „Lila Links“ setzen und frauenpolitische Informationen in einem Newsletter bündeln und verbreiten. Der Newsletter kann kostenlos über die Webseite www.kircheundgesellschaft.de/frauenreferat bezogen werden. „Es geht also weiter - nur anders“, resümiert Nicole Richter, denn „die Themen, die in den Lila Blättern behandelt wurden sind und bleiben weiterhin aktuell“.

 Das derzeitige Redaktionsteam bestehend aus Anke Engelmann (Verwaltung), Sylvia Bachmann-Breves (Juristin), Diana Klöpper (Pfarrerin) und Nicole Richter (Journalistin) bedankt sich bei allen Frauen und Männern, die zum Gelingen der Lila Blätter beigetragen haben. „Wir danken den Grafikerinnen für ihre wunderbaren kreativen Ideen und deren Umsetzung, den Druckereien für die gute Zusammenarbeit, den Werbepartnern für die finanzielle Unterstützung und natürlich den Abonnentinnen, den interessierten Frauen und Männern, die die Lila Blätter gelesen, durchgestöbert oder verschenkt haben!“

Die letzte Ausgabe der Lila Blätter ist soeben unter dem Titel „Jubiläum und Abschied“ erschienen und kann im Frauenreferat unter

 Fon: 02304/755-234 oder

eMail: anke.engelmann(at)kircheundgesellschaft.de

bestellt werden. Darin u.a. ein Kommentar zur Ukraine Krise von Dr. Holger Gemba, Informationen zum alternativen Organspendeausweis der Evangelischen Frauen in Deutschland und Tipps und Termine aus den Kirchenkreisen.

Eine Anmeldung für den frauenpolitischen Newsletter ist ab sofort auf der Webseite unter www.kircheundgesellschaft.de/frauenreferat möglich.

 

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Magazin der Vereinten Evangelischen Mission

Zwangsprostituierte, Haushaltshilfen, Kindersoldaten: Millionen Menschen sind Opfer von Menschenhandel. Die VEM hilft.Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema in der aktuellen Ausgabe.

Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland

Einen Überblick über die Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland gibt der erste Atlas zur Gleichstellung, der Anfang März 2015 erschienen ist. Der Atlas wurde vom Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie in Kooperation mit der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) herausgegeben. Vorbild der Veröffentlichung ist der Gleichstellungsatlas des Bundes. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm würdigte die Möglichkeiten der vertieften Analyse, die der Atlas eröffnet. Überrascht habe ihn, wie vielfältig sich die Situation in den einzelnen Landeskirchen schon auf den ersten Blick darstelle. "Möge der Atlas vielfach genutzt werden, um dem Ziel einer gleichberechtigten Gemeinschaft von Frauen und Männern in der Kirche noch ein Stück näher zu kommen".

1989 hatte die EKD-Synode in Bad Krozingen beschlossen, die ausgewogene Repräsentanz von Männern und Frauen in kirchlichen Gremien anzustreben. Die Synode des Bundes der evangelischen Kirchen in der DDR fasste ein Jahr später in Leipzig ähnliche Beschlüsse. Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums dieser Beschlüsse stellte Simone Mantei vom Studienzentrum für Genderfragen die Ergebnisse des Gleichstellungsatlasses im November bei der EKD-Synode in Dresden vor. Die Zielvorgabe von 1989 haben aktuell sowohl die Synode der EKD mit einem Frauenanteil von 46 Prozent als auch der Rat der EKD mit einem Frauenanteil von 47 Prozent fast erreicht. Im Vergleich lag der Frauenanteil im Bundestag im vergangenen Jahr bei 36,5 Prozent, in der Bundesregierung bei 40 Prozent.

Neben den Daten zu der Verteilung der Leitungsämter wurden auch Zahlen zum kirchlichen Leben erhoben. EKD-weit liegt der Anteil der Männer, die sich ehrenamtlich engagieren, bei 31 Prozent. Auch der Anteil der Frauen im Pfarramt wurde untersucht. Die Präses der EKD-Synode Irmgard Schwaetzer zeigte sich vom Ergebnis überrascht: "Gefühlt hatten wir den Eindruck, dass inzwischen mehr Pfarrerinnen als Pfarrer in der evangelischen Kirche Dienst tun. Realität ist, dass unter den Ordinierten 33 Prozent Frauen sind – immerhin." Bemerkenswert sei auch mit nur 20 Prozent die geringe Repräsentanz von Frauen auf der Mittleren Leitungsebene. Mit der Suche nach den Ursachen soll sich laut Beschluss der Synode eine Folgestudie des Studienzentrums befassen. Sie wird die Anforderungsprofile für kirchliche Leitungspositionen auf mittlerer Ebene untersuchen. Studienleiterin Simone Mantei kündigte an, dass diese Studie voraussichtlich 2016 erscheinen wird.

Weiter enthält der Atlas auch Informationen über die konkrete Verteilung von Männern und Frauen bei den Beschäftigten in Kirche und Diakonie und zum kirchlichen Leben. "Wir sind gespannt, was die Auswertung der Daten in den Landeskirchen ergibt", sagte Oberkirchenrätin Kristin Bergmann, die in der EKD für Gleichstellungsfragen zuständig ist. "Der Atlas stellt die Datengrundlage zur Verfügung. Wie die Daten allerdings zu interpretieren sind und welche kirchenpolitischen Schlüsse daraus zu ziehen sind, muss jetzt in den entsprechenden Gremien vor Ort diskutiert werden". Die Gleichstellungsbeauftragten der Landeskirchen, die den Atlas zusammen mit dem Studienzentrum herausgeben, werden diesen Prozess in den Landeskirchen begleiten und unterstützen, so Bergmann.

 

Der Atlas zur Gleichstellung kann für 3,50€ (zzgl. Versand) bestellt werden.
Anke Engelmann 02304/755230
anke.engelmann@kircheundgesellschaft.de

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Ein Zeichen setzen gegen Gewalt - die Selfie-Aktion
„Gewalt gegen Frauen verletzt uns alle!"

Am 25. November ist der Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Das Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen beteiligt sich an der Aktion „Gewalt gegen Frauen verletzt uns alle!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und ruft dazu auf, sich an der Selfie-Aktion gegen Gewalt zu mitzumachen:
So geht‘s:
• Laden Sie dafür eines der Logoschilder herunter.
• Drucken Sie das Logoschild aus und schreiben Sie Ihre persönliche Botschaft darauf, z.B. „Jede 3. Frau ist von Gewalt betroffen." oder „Setz ein Zeichen gegen Gewalt - teile diese Nummer."
• Fotografieren Sie sich mit dem Logoschild des Hilfetelefons in der Hand.
• Posten Sie anschließend Ihr Selfie über alle geeigneten Kanäle Ihres sozialen Netzwerks, beispielsweise bei facebook oder twitter. 
• Rufen Sie Ihre FreundInnen und Follower dazu auf, die Aktion ebenfalls zu unterstützen, damit die Nummer und die Internetadresse des Hilfetelefons möglichst häufig geteilt und verbreitet werden.
• Wenn Sie keine sozialen Netzwerke nutzen, können Sie Ihr Selfie auch direkt per E-Mail senden an: unterstuetzung(at)hilfetelefon.de.
• Alle eingesendeten Selfies sowie „Posts", die den Hashtag #hilfetelefon tragen, werden auf der Aktions webseite http://www.aktion.hilfetelefon.de/gesammelt veröffentlicht.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Where´s the best place to be a woman?

Leider rangiert Deutschland bei der neusten BBC Studie zum Thema eher auf den untersten Plätzen.

Lesen Sie selbst!

Gemeinsame Stellungnahme

Artikel aus der UK Nr. 33

Von Nicole Richter

"Es war keine leichte Geburt", darüber waren sich die Frauen und Männer nach der hitzigen Debatte um den Stellenwert von Ehe und Familie einig. Anlässlich des Stellungnahmeprozesses zur Hauptvorlage "Familien heute" hatten sich der landeskirchliche Frauenausschuss und der Landesvorstand der Männerarbeit unter Beteiligung der beiden Fachbereiche des Instituts für Kirche und Gesellschaft erstmalig zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen. Aber am Ende konnte die einberufene Arbeitsgruppe doch einen Erfolg präsentieren: eine gemeinsame Stellungnahme des Landesvorstandes der Männerarbeit und des landeskirchlichen Frauenausschusses der EKvW zur Hauptvorlage "Familien heute".

„Wir begrüßen die Verwendung des „funktionalen Familienbegriffs“ in der Hauptvorlage, so Dr. Helmut Eiteneyer, Vorsitzender der Männerarbeit der EKvW, „weil er von einem ethischen Kern her die Vielfalt der Formen gegenwärtig gelebter Familie in den Blick nimmt.“ Elke Markmann, Vorsitzende des landeskirchlichen Frauenausschusses ergänzte: „Wir wollen Familie nicht patriarchal oder matriarchal denken, sondern als einen partnerschaftlichen Verbund, der durch Respekt und Liebe und Verlässlichkeit zusammengehalten wird.“ Fürsorge, Initiative bei notwendigen Klärungen, Sorge um Stabilität und Verbindlichkeit sehen sie als eine gemeinsame Aufgabe von Frauen und Männern und auch von heranwachsenden Kindern. Allerdings würde der funktionale Familienbegriff in der Hauptvorlage nicht konsequent durchgehalten. So seien verschiedene Formen wie „Regenbogenfamilien“ zwar benannt, aber in den aufgeführten Beispielen würden sie nicht weiter vorkommen und blieben somit doch eine Sonderform, heißt es in der Stellungnahme. Als Herausforderung nehmen der Landesvorstand der Männerarbeit wie auch der landeskirchliche Frauenausschuss wahr, dass die Ausweitung des Familienbegriffs in der Diskussion als Abwertung traditioneller Familienformen, insbesondere der Ehe, verstanden werden kann. Ziel sollte es jedoch sein, im Blick auf die Würdigung und Unterstützung von Familien einen Gegensatz von traditionellen und besonderen Formen zu überwinden. „Unser Glaube stellt uns vor die Herausforderung, uns immer wieder darüber zu verständigen, wie Familie heute gelingen kann“, so Dieter Rothardt, Landesmännerpfarrer der EKvW. Der Erfahrungsreichtum der biblischen Überlieferung und die kritische Reflexion des christlichen Glaubenslebens liefern dazu Anregungen und Bausteine, die ein weites Bild von Familie aufzeigen. Deshalb müsste in Zukunft auch theologisch an der Definition von Familie weitergearbeitet werden, so eine gemeinsame Forderung. Den in der Hauptvorlage befürworteten offenen Umgang mit Homosexualität innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen sehen Frauenausschuss und Landesvorstand Männerarbeit positiv. Die Offenheit für unterschiedliche Lebensformen sollte zukünftig auch dadurch zum Ausdruck kommen, dass theologisch die Segenshandlung für alle Paare neu diskutiert wird. „Vielfalt anzuerkennen bedeutet hierbei nicht, der Beliebigkeit Raum zu geben“, so Diana Klöpper, Pfarrerin im landeskirchlichen Frauenreferat. Im Mittelpunkt des Verständnisses von Familie steht weiterhin die Übernahme von Verantwortung, allerdings jenseits von festgeschriebenen Lebens- und Liebesmodellen, so der Wortlaut der Stellungnahme. Es sei Zeit für die Überarbeitung und Erweiterung der Trau- und Segensagende, so dass ein Segensritual für alle Familienformen in öffentlichen Räumen möglich wird. Im Hinblick auf das gesellschaftliche Rollenverhalten von Männern und Frauen erkennen Frauenreferat wie auch der Fachbereich „Männer, Familie, Ehrenamt“ eine Engführung, die sich an alten Klischees orientiert. Sie setzen sich für die Stärkung vielfältiger Rollenbilder ein, in dem sie bewusst Angebote und Räume schaffen, in denen neue Formen gelebt werden können. Die Veränderungen von Frauen- und Männerrollen haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass das Familienleben immer wieder neu abgestimmt und organisiert werden muss. Das Management familiärer und beruflicher Erfordernisse verstehen beide Fachbereiche des Instituts für Kirche und Gesellschaft nicht als Privatsache. Es bedarf aus ihrer Sicht der konsequenten Entwicklung familienfreundlicher Strukturen, neuer Arbeitszeitmodelle, gezielter Kinderbetreuungsangebote für Berufstätige und Ehrenamtliche, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen – auch in der Kirche. Die gemeinsame Stellungnahme finden Sie in Gänze hier.

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Closing the Gender Gap: Act now!

Frauen in Deutschland verdienen weniger als Männer. Das belegen auch aktuelle Studien der OECD und des Weltwirtschaftsforums. Rangierte Deutschland in 2006 weltweit noch auf dem 5. Platz, muss man nach dem neuesten Bericht des Weltwirtschaftsforums weiter unten suchen: Deutschland befindet sich auf dem 13. Platz, noch hinter den Phillipinen und Nicaragua. Die Gründe für die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern sind vielschichtig. Schon der Slogan der OECD Studie macht deutlich, dass sich hier schleunigst etwas ändern muss: Act now! - Jetzt handeln!
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