Blick zurück - nach vorn

Ein Klosterwochenende zum Jahresbeginn

Der Jahreswechsel lädt dazu ein, das Tempo zu verlangsamen, Rückschau zu halten und gleichzeitig den
Blick nach vorne zu richten. Was habe ich im zurückliegenden Jahr erlebt? Was hat sich verändert? Und:
Mit welcher inneren Haltung gehe ich in die neue Zeit? Das Wochenende bietet Gelegenheit, über diese Fragen nachzudenken, neue Impulse aufzunehmen und die eigene Rolle als Frau, Mann, Mensch zu reflektieren. Dabei wird bewusst die Genderperspektive der Ausgangspunkt unserer vielfältigen Methoden sein. Neben gemeinsamen Einheiten wird es auch Übungen in geschlechtergetrennten Gruppen geben.
In der klösterlichen Umgebung des ökumenischen Stifts Börstel wird Zeit sein für gemeinsame Gespräche
als auch für Stille, Yoga, Wandern und Gebet.

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Update: Feministische Exegese

31. Westfälischer TheologinnenTag

Wissenschaftliche feministische Bibelauslegung blickt mittlerweile auf eine über 40jährige Geschichte zurück. Die Rekonstruktion der vergessenen oder unsichtbar gemachten Geschichten von biblischen Frauen stand zunächst genauso im Mittelpunkt wie die sozialgeschichtliche Untersuchung weiblicher Lebenswirklichkeiten in biblischer Zeit. Aktuelle feministisch-exegetische Ansätze sind ein Teilbereich der theologischen Genderstudies. Sie sind international, interreligiös und post-kolonial angelegt.
Am Vormittag bietet Prof. Dr. Claudia Janssen eine Auffrischung in feministischer Bibelwissenschaft. Anhand exemplarischer Predigtperikopen wird nachmittags selbst feministisch exegetisch gearbeitet.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Bibellektüre und eine inhaltliche Vernetzung von Theologinnen, Pfarrerinnen, Prädikatinnen, Religionslehrerinnen und weiteren an Exegese interessierten Frauen in Westfalen.

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Achtsamkeit als Lebenskonzept

Ein Seminar im Kloster


Achtsamer zu leben, das wünschen sich aktuell viele Menschen. Doch wie kann es gelingen? Wie kann das Berufs-, Privat -, und Ehrenamtsleben entschleunigt und bewusster gestaltet werden?
Das Wochenendseminar im Kloster gibt Anregungen wie ein achtsamer Umgang mit sich selbst und anderen gelebte Praxis werden kann. Wiederkehrende Rituale, Yoga und Impulse mit Genderperspektive gehören zum vielfältigen Inhalt des Seminars.

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Gretas Tanten

Unsere Stimme für die Wende


Greta Thunberg erhebt ihre Stimme für das Weltklima. Viele unterstützen sie politisch, aber die persönlichen Konsequenzen sind unbequem und bleiben oft in guten Vorsätzen stecken. Nur zu menschlich. Was ist unsere Antwort auf Gretas Fragen? Wofür erheben wir unsere Stimmen? Das Kloster-Seminar ist geprägt durch Impulse für einen nachhaltigen Lebensstil, Diskurs und Yoga.

Im Rahmen einer Schreibwerkstatt lädt Christina Brudereck (www.christinabrudereck.de) ein, eine eigene Rede zu schreiben.

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Frauen. Männer. Perspektiven.

Magazin EINS* - Neue Sonderseiten in UK Unsere Kirche
„Frauen. Männer. Perspektiven“ ist das Thema einer neuen Publikation im Raum der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dreimal im Jahr soll das Magazin mit dem Titel EINS* (gesprochen: „Eins mit Sternchen“) erscheinen, und zwar als Sonderseiten der Evangelischen Zeitung „UK – Unsere Kirche“. Herausgeber ist der Evangelische Presseverband für Westfalen und Lippe in Zusammenarbeit mit dem Frauenreferat und der Männerarbeit im Institut für Kirche und Gesellschaft in der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen.

„Männer und Frauen – da hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan in der Beziehung zueinander“, erklärt UK-Chefredakteur Gerd-Matthias Hoeffchen die Zielrichtung der neuen Publikation, „aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Umgang mit den traditionellen Geschlechterrollen noch immer höchst kontrovers verstanden und auch gelebt wird.“ Längst arbeiten Frauen in ehemals typischen Männerberufen, Männer bleiben als Erziehende in Elternzeit zuhause. „Und doch erleben wir noch immer, wie unser Alltag in typisch Mann und typisch Frau aufgeteilt wird“, so Nicole Richter, Leiterin des Frauenreferats. „Das fängt bei den Rollenmodellen der Werbebranche an und hört im Supermarkt bei blauen Dinos für Jungen und rosa Feen für Mädchen noch lange nicht auf.“

Der Titel des neuen Magazins solle verdeutlichen, dass bei allen Unterschieden Mann und Frau zusammengehören, dass sie EINS sind. Und das Sternchen im Namen? „Das ist ein Symbol“, erklärt Martin Treichel, Landesmännerpfarrer der westfälischen Kirche. „Mit diesem Gender-Sternchen kann man seit einiger Zeit Hauptwörtern, die Personen bezeichnen, die Information anfügen: Hier sind wirklich ALLE Geschlechter gemeint: männliche, weibliche, transgender und intersexuelle Personen“, so Treichel. Beispiel: Bürger*innen.

In Essays, Interviews, Hintergrundartikeln, Porträts und Kommentaren will EINS* die sich verändernde Gender-Thematik ausleuchten. „Das ist in dieser thematischen Konzentration sicher Neuland, auch für unsere Zeitung“, meint UK-Chefredakteur Gerd-Matthias Hoeffchen dazu, „wir glauben, dass EINS* auf Interesse stößt – auch wenn es vielleicht kontrovers diskutiert werden mag“.

Start ist am 9. Oktober, dem Erscheinungsdatum der UK-Ausgabe 41.

Magazin der Vereinten Evangelischen Mission

Zwangsprostituierte, Haushaltshilfen, Kindersoldaten: Millionen Menschen sind Opfer von Menschenhandel. Die VEM hilft.Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema in der aktuellen Ausgabe.

Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland

Einen Überblick über die Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland gibt der erste Atlas zur Gleichstellung, der Anfang März 2015 erschienen ist. Der Atlas wurde vom Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie in Kooperation mit der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) herausgegeben. Vorbild der Veröffentlichung ist der Gleichstellungsatlas des Bundes. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm würdigte die Möglichkeiten der vertieften Analyse, die der Atlas eröffnet. Überrascht habe ihn, wie vielfältig sich die Situation in den einzelnen Landeskirchen schon auf den ersten Blick darstelle. "Möge der Atlas vielfach genutzt werden, um dem Ziel einer gleichberechtigten Gemeinschaft von Frauen und Männern in der Kirche noch ein Stück näher zu kommen".

1989 hatte die EKD-Synode in Bad Krozingen beschlossen, die ausgewogene Repräsentanz von Männern und Frauen in kirchlichen Gremien anzustreben. Die Synode des Bundes der evangelischen Kirchen in der DDR fasste ein Jahr später in Leipzig ähnliche Beschlüsse. Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums dieser Beschlüsse stellte Simone Mantei vom Studienzentrum für Genderfragen die Ergebnisse des Gleichstellungsatlasses im November bei der EKD-Synode in Dresden vor. Die Zielvorgabe von 1989 haben aktuell sowohl die Synode der EKD mit einem Frauenanteil von 46 Prozent als auch der Rat der EKD mit einem Frauenanteil von 47 Prozent fast erreicht. Im Vergleich lag der Frauenanteil im Bundestag im vergangenen Jahr bei 36,5 Prozent, in der Bundesregierung bei 40 Prozent.

Neben den Daten zu der Verteilung der Leitungsämter wurden auch Zahlen zum kirchlichen Leben erhoben. EKD-weit liegt der Anteil der Männer, die sich ehrenamtlich engagieren, bei 31 Prozent. Auch der Anteil der Frauen im Pfarramt wurde untersucht. Die Präses der EKD-Synode Irmgard Schwaetzer zeigte sich vom Ergebnis überrascht: "Gefühlt hatten wir den Eindruck, dass inzwischen mehr Pfarrerinnen als Pfarrer in der evangelischen Kirche Dienst tun. Realität ist, dass unter den Ordinierten 33 Prozent Frauen sind – immerhin." Bemerkenswert sei auch mit nur 20 Prozent die geringe Repräsentanz von Frauen auf der Mittleren Leitungsebene. Mit der Suche nach den Ursachen soll sich laut Beschluss der Synode eine Folgestudie des Studienzentrums befassen. Sie wird die Anforderungsprofile für kirchliche Leitungspositionen auf mittlerer Ebene untersuchen. Studienleiterin Simone Mantei kündigte an, dass diese Studie voraussichtlich 2016 erscheinen wird.

Weiter enthält der Atlas auch Informationen über die konkrete Verteilung von Männern und Frauen bei den Beschäftigten in Kirche und Diakonie und zum kirchlichen Leben. "Wir sind gespannt, was die Auswertung der Daten in den Landeskirchen ergibt", sagte Oberkirchenrätin Kristin Bergmann, die in der EKD für Gleichstellungsfragen zuständig ist. "Der Atlas stellt die Datengrundlage zur Verfügung. Wie die Daten allerdings zu interpretieren sind und welche kirchenpolitischen Schlüsse daraus zu ziehen sind, muss jetzt in den entsprechenden Gremien vor Ort diskutiert werden". Die Gleichstellungsbeauftragten der Landeskirchen, die den Atlas zusammen mit dem Studienzentrum herausgeben, werden diesen Prozess in den Landeskirchen begleiten und unterstützen, so Bergmann.

 

Der Atlas zur Gleichstellung kann für 3,50€ (zzgl. Versand) bestellt werden.
Anke Engelmann 02304/755230
anke.engelmann@kircheundgesellschaft.de

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Ein Zeichen setzen gegen Gewalt - die Selfie-Aktion
„Gewalt gegen Frauen verletzt uns alle!"

Am 25. November ist der Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Das Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen beteiligt sich an der Aktion „Gewalt gegen Frauen verletzt uns alle!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und ruft dazu auf, sich an der Selfie-Aktion gegen Gewalt zu mitzumachen:
So geht‘s:
• Laden Sie dafür eines der Logoschilder herunter.
• Drucken Sie das Logoschild aus und schreiben Sie Ihre persönliche Botschaft darauf, z.B. „Jede 3. Frau ist von Gewalt betroffen." oder „Setz ein Zeichen gegen Gewalt - teile diese Nummer."
• Fotografieren Sie sich mit dem Logoschild des Hilfetelefons in der Hand.
• Posten Sie anschließend Ihr Selfie über alle geeigneten Kanäle Ihres sozialen Netzwerks, beispielsweise bei facebook oder twitter. 
• Rufen Sie Ihre FreundInnen und Follower dazu auf, die Aktion ebenfalls zu unterstützen, damit die Nummer und die Internetadresse des Hilfetelefons möglichst häufig geteilt und verbreitet werden.
• Wenn Sie keine sozialen Netzwerke nutzen, können Sie Ihr Selfie auch direkt per E-Mail senden an: unterstuetzung(at)hilfetelefon.de.
• Alle eingesendeten Selfies sowie „Posts", die den Hashtag #hilfetelefon tragen, werden auf der Aktions webseite http://www.aktion.hilfetelefon.de/gesammelt veröffentlicht.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Where´s the best place to be a woman?

Leider rangiert Deutschland bei der neusten BBC Studie zum Thema eher auf den untersten Plätzen.

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Gemeinsame Stellungnahme

Artikel aus der UK Nr. 33

Von Nicole Richter

"Es war keine leichte Geburt", darüber waren sich die Frauen und Männer nach der hitzigen Debatte um den Stellenwert von Ehe und Familie einig. Anlässlich des Stellungnahmeprozesses zur Hauptvorlage "Familien heute" hatten sich der landeskirchliche Frauenausschuss und der Landesvorstand der Männerarbeit unter Beteiligung der beiden Fachbereiche des Instituts für Kirche und Gesellschaft erstmalig zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen. Aber am Ende konnte die einberufene Arbeitsgruppe doch einen Erfolg präsentieren: eine gemeinsame Stellungnahme des Landesvorstandes der Männerarbeit und des landeskirchlichen Frauenausschusses der EKvW zur Hauptvorlage "Familien heute".

„Wir begrüßen die Verwendung des „funktionalen Familienbegriffs“ in der Hauptvorlage, so Dr. Helmut Eiteneyer, Vorsitzender der Männerarbeit der EKvW, „weil er von einem ethischen Kern her die Vielfalt der Formen gegenwärtig gelebter Familie in den Blick nimmt.“ Elke Markmann, Vorsitzende des landeskirchlichen Frauenausschusses ergänzte: „Wir wollen Familie nicht patriarchal oder matriarchal denken, sondern als einen partnerschaftlichen Verbund, der durch Respekt und Liebe und Verlässlichkeit zusammengehalten wird.“ Fürsorge, Initiative bei notwendigen Klärungen, Sorge um Stabilität und Verbindlichkeit sehen sie als eine gemeinsame Aufgabe von Frauen und Männern und auch von heranwachsenden Kindern. Allerdings würde der funktionale Familienbegriff in der Hauptvorlage nicht konsequent durchgehalten. So seien verschiedene Formen wie „Regenbogenfamilien“ zwar benannt, aber in den aufgeführten Beispielen würden sie nicht weiter vorkommen und blieben somit doch eine Sonderform, heißt es in der Stellungnahme. Als Herausforderung nehmen der Landesvorstand der Männerarbeit wie auch der landeskirchliche Frauenausschuss wahr, dass die Ausweitung des Familienbegriffs in der Diskussion als Abwertung traditioneller Familienformen, insbesondere der Ehe, verstanden werden kann. Ziel sollte es jedoch sein, im Blick auf die Würdigung und Unterstützung von Familien einen Gegensatz von traditionellen und besonderen Formen zu überwinden. „Unser Glaube stellt uns vor die Herausforderung, uns immer wieder darüber zu verständigen, wie Familie heute gelingen kann“, so Dieter Rothardt, Landesmännerpfarrer der EKvW. Der Erfahrungsreichtum der biblischen Überlieferung und die kritische Reflexion des christlichen Glaubenslebens liefern dazu Anregungen und Bausteine, die ein weites Bild von Familie aufzeigen. Deshalb müsste in Zukunft auch theologisch an der Definition von Familie weitergearbeitet werden, so eine gemeinsame Forderung. Den in der Hauptvorlage befürworteten offenen Umgang mit Homosexualität innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen sehen Frauenausschuss und Landesvorstand Männerarbeit positiv. Die Offenheit für unterschiedliche Lebensformen sollte zukünftig auch dadurch zum Ausdruck kommen, dass theologisch die Segenshandlung für alle Paare neu diskutiert wird. „Vielfalt anzuerkennen bedeutet hierbei nicht, der Beliebigkeit Raum zu geben“, so Diana Klöpper, Pfarrerin im landeskirchlichen Frauenreferat. Im Mittelpunkt des Verständnisses von Familie steht weiterhin die Übernahme von Verantwortung, allerdings jenseits von festgeschriebenen Lebens- und Liebesmodellen, so der Wortlaut der Stellungnahme. Es sei Zeit für die Überarbeitung und Erweiterung der Trau- und Segensagende, so dass ein Segensritual für alle Familienformen in öffentlichen Räumen möglich wird. Im Hinblick auf das gesellschaftliche Rollenverhalten von Männern und Frauen erkennen Frauenreferat wie auch der Fachbereich „Männer, Familie, Ehrenamt“ eine Engführung, die sich an alten Klischees orientiert. Sie setzen sich für die Stärkung vielfältiger Rollenbilder ein, in dem sie bewusst Angebote und Räume schaffen, in denen neue Formen gelebt werden können. Die Veränderungen von Frauen- und Männerrollen haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass das Familienleben immer wieder neu abgestimmt und organisiert werden muss. Das Management familiärer und beruflicher Erfordernisse verstehen beide Fachbereiche des Instituts für Kirche und Gesellschaft nicht als Privatsache. Es bedarf aus ihrer Sicht der konsequenten Entwicklung familienfreundlicher Strukturen, neuer Arbeitszeitmodelle, gezielter Kinderbetreuungsangebote für Berufstätige und Ehrenamtliche, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen – auch in der Kirche. Die gemeinsame Stellungnahme finden Sie in Gänze hier.

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Closing the Gender Gap: Act now!

Frauen in Deutschland verdienen weniger als Männer. Das belegen auch aktuelle Studien der OECD und des Weltwirtschaftsforums. Rangierte Deutschland in 2006 weltweit noch auf dem 5. Platz, muss man nach dem neuesten Bericht des Weltwirtschaftsforums weiter unten suchen: Deutschland befindet sich auf dem 13. Platz, noch hinter den Phillipinen und Nicaragua. Die Gründe für die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern sind vielschichtig. Schon der Slogan der OECD Studie macht deutlich, dass sich hier schleunigst etwas ändern muss: Act now! - Jetzt handeln!
Weitere Infos zum Thema finden Sie unter Download.

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Anke Engelmann
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Film: 25.Villigster Mädchen- und Frauentreffen