Familie - war da noch was?

Foto: Jens Schulze

Unter diesem Motto fand am 9. Februar von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr der 24.Westfälische Theologinnen Tag in Dortmund statt.Den Hauptvortrag am Vormittag hielt Dr. Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags: „Das Megathema der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat die Emanzipation längst abgelöst.“, fasst Ueberschär die gesellschaftliche Lage in ihrem Buch „Fürchtet euch nicht! Frauen machen Kirche“ zusammen. In ihrem Vortrag ging Ueberschär dieser These nach und fragte insbesondere nach der Rolle von Kirche im Hinblick auf das Thema. 

Kirche und Theologie habe die Aufgabe „Frauen von übermächtigen Mutterbildern zu befreien, die sie selbst mitaufgebaut haben.“ Eine neue Familienethik müsse die Frauen und Männer, die beide berufstätig und fröhlich Eltern sein wollen“  ermutigen und mit Argumenten ausrüsten, statt ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen. Der Nachmittag diente der Auseinandersetzung mit der Hauptvorlage „Familien heute“ der EKvW und der Lippischen Landeskirche. In insgesamt sechs Workshops fand eine kritisch konstruktive Auseinandersetzung mit dem familienpolitischen Positionspapier der beiden Kirchen statt. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde vor allem der weite Familienbegriff, der der Hauptvorlage zugrunde liegt, positiv hervorgehoben, da er die vielfältigen Formen in denen Familie in unserer Gesellschaft gelebt wird, würdigt und Familien in ihrer Vielfalt stärkt. Kritik wurde vor allem angesichts der sehr knapp ausgefallenen Auseinandersetzung der Kirche mit der eigenen Rolle als familienfreundliche  Arbeitgeberin laut. Kirche könne nur dann glaubhaft über Familienfreundlichkeit nachdenken, wenn sie als Arbeitgeberin über Maßnahmen und Strategien zu mehr Familienfreundlichkeit nachdenke, wurde auf dem Podium resümiert.

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