Fundamentalismus und Geschlechterordnung

Ein anderes Gesicht der Moderne

Nicht nur die kontroverse Debatte um Schleier und Kleidung der Frauen zeigt, dass die Frage der Geschlechterordnungen für das gegenwärtige Verhältnis der Religionen zueinander und insbesondere im Verhältnis zum Islam eine zentrale Rolle spielt. Das Verhältnis der drei großen Buchreligionen zueinander findet also nicht zuletzt in der Geschlechterdebatte seinen Ausdruck.
Auffällig ist, dass in dieser Debatte diejenigen, um die sie sich zu drehen scheint, die Frauen selbst – gerade als Theoretikerinnen und gerade in ihrer sich auch voneinander unterscheidenden Vielstimmigkeit – zumeist wenig zu Wort kommen.

Welche Funktion hat dann aber die Berufung auf die Geschlechterfrage im gegenwärtigen Diskurs? 
Welche Rolle spielt sie für die Wahrnehmung des Islam als einer angeblich strukturell fundamentalistischen bzw. besonders fundamentalismusanfälligen Religion? Und wie sind religiöse Fundamentalismen tatsächlich zu verstehen und zu deuten? 

Neben der analytischen Auffächerung des Fundamentalismus-Begriffs und seiner Verschränkung mit der Kategorie Geschlecht verfolgt das Symposium mit diesen Fragen neben dem eigentlich theologischen sowohl ein diskursanalytisches wie ein kultur- und religionstheoretisches Interesse.  Das Symposium will den Grundlagen der Geschlechterordnungen und den unterschiedlichen Diskursen über sie nachgehen und die thematischen Felder erforschen, an denen Geschlechterordnungen, religiöse Ordnungen und Fundamentalismen sich überschneiden.

Termin: 14.11.2012  10.00-17.00 Uhr

Ort: Evangelisch-Theologische Fakultät Ruhr-Universität Bochum

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