25 Jahre Villigster Mädchen- und Frauentreffen

Unglaublich wundervoll!
Manchmal ist unser Leben einfach unglaublich…
manchmal ist es der Wunder voll und manchmal eher wundersam eintönig…

Klar ist: Die Kunst besteht darin, das Leben in der ganzen Vielfalt anzunehmen. Das ist nicht immer leicht, aber ein gutes Ziel!, denken die Veranstalterinnen des Villigster Mädchen- und Frauentreffens der Evangelischen Kirche von Westfalen. Unter dem Motto „Unglaublich wundervoll“ organisieren das Amt für Jugendarbeit, Vertreterinnen aus der Evangelischen Jugend und das Frauenreferat der EKvW am 15.-16.11.2014 das 25. Villigster Mädchen- und Frauentreffen. Erstmalig auch in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Schwerte. Alle Mädchen und Frauen (von 13 und 99 Jahren) sind zu dem intergenerativen Wochenende herzlich eingeladen! .. „Am Samstag können die Mädchen und Frauen so Einiges entdecken: Es gibt erlebnisreiche Workshops wie Improtheater, Nähen, Meditation oder auch Auto reparieren!“, sagt Meike Zeipelt vom Amt für Jugendarbeit der EKvW. Am Samstagabend findet ein Mädchen- und Frauenkulturfest mit einem Mahl an langen Tischen statt. Am Sonntagmorgen wird die Tatsache, dass Mädchen und Frauen unglaublich wundervoll sind, historisch, aktiv und spirituell beleuchtet. Passend zum 25-jährigen Jubiläum gibt es eine weitere Neuigkeit. „Erstmalig ist das Villigster Mädchen- und Frauentreffen auch inklusiv- also offen für beeinträchtigte Mädchen- und Frauen.“, so Nicole Richter vom Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen. Das Wochenende kostet 35,-€, inklusive Programm, Verpflegung und Übernachtung in Haus Villigst, Schwerte. Wer einer anderen Frau oder einem Mädchen die Teilnahme ermöglichen will, kann auch einen höheren Betrag zahlen. Anmeldungen sind ab sofort im Frauenreferat möglich unter 02304-755-230 oder www.ev-jugend-westfalen.de/muf.

Viva la musica! Intergeneratives Frauentreffen

60 Frauen und Mädchen reisten am 10.-11.11.2012 nach Haus Villigst in Schwerte, um gemeinsam das Leben und die Musik zu feiern. Passend zum bundesweiten Themenjahr „Reformation und Musik“, veranstalteten das Amt für Jugendarbeit und das Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen das 24. Villigster Mädchen- und Frauentreffen „Viva la musica!“.

Am Samstag drehte sich alles um Tönen, Takt und Temperamente. In fünf verschiedenen Workshops konnten sich die Mädchen (ab 13 Jahren) und Frauen (bis 75 Jahren) selbst erproben und neue Erfahrungen sammeln. So z.B. bei Michaele Mohr im Workshop „Feel the Rhythm“- Trommeln was das Zeug hält! Hier galt es die Klangvielfalt der Trommeln und Percussionsinstrumente zu entdecken und wilde Sambarhythmen entstehen zu lassen. Den Umgang mit Misstönen und Konflikten lernten die Teilnehmerinnen im Workshop mit Anja Hillebrand, Gemeindepädagogin und Deeskalationstrainerin aus Siegen. Ziel war es dabei, das eigene Temperament kennenzulernen, um es dann bewusst in Konflikten ein-setzen zu können. Kreativ wurde es im Workshop mit Silke Korff, Schneiderin aus Dort-mund. Sie gestaltete und nähte mit den Teilnehmerinnen Taschen, in denen Musik wie MP3-Player, Handys oder kleinere Instrumente, ein neues Zuhause finden konnten Die eigene Melodie entdecken konnten die Mädchen und Frauen im Workshop mit Gabriele Wentzek von der Evangelischen Beratungsstelle in Siegen. Ziel war es, mit Hilfe von Liedern den eigenen Lebensweg zu beschreiten und schließlich die eigene Melodie zu entdecken, die glücklich macht. Wer sich etwas Gutes tun wollte, besuchte den Workshop „Klang fühlen“. Denn dort massierte Dr. Dorothée Gommen aus Hamburg die Teilnehmerinnen mit Tönen und Klängen. Am Samstagabend wurden die Ergebnisse der Workshops in einem intergenerativen, weiblichen Kulturfest feierlich präsentiert. Am Sonntag stand der Austausch zwischen den Mädchen und Frauen im Vordergrund. Die unterschiedlichen Generationen tauschten sich z.B. über die Sprache in kirchlichen Liedern aus. Sie fanden heraus, dass viele Lieder, die im Gottesdienst gesungen werden, ein männliches Gottesbild transportieren und sie ent-deckten neue Lieder in gerechter Sprache. „Es gibt ja auch viele Texte, in denen Gott nicht als Herrscher oder König besungen wird, sondern in denen weibliche und geschlechts-neutrale Formulierungen für Gott gefunden werden“, so Nicole Richter, Pädagogin und Journalistin im Frauenreferat der EKvW. Ins Diskutieren kamen die Teilnehmerinnen durch einen kurzen Film, der grundlegende theologische Fragen aufwarf“, so Anja Lukas-Larsen, vom Amt für Jugendarbeit der EKvW, „z.B.: Wie beeinflusst Gott meine Lebensmelodie? Und wie kann ich Gottes Klang in meinem Leben hören?“. Die Mädchen und Frauen tauschten sich über ihren Glauben, ihre Zweifel und ihre Hoff-nungen aus und feierten am Sonntagmittag mit den meditativen Gesängen der Tradition des Klosters Taizé einen gemeinsamen, spirituellen Abschluss.

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25. Villigster Frauen- und Mädchentreff

„Unglaublich wundervoll!“ Es ist die besondere Atmosphäre, die Christa Gloger am Villigster Mädchen und Frauentreffen begeistert. Sie ist zum ersten Mal dabei. Mit ihren stolzen 79 Jahren ist sie die älteste Teilnehmerin beim 25. Villigster Mädchen und Frauentreffen, das am 15.-16.11.2014 in Haus Villigst, Schwerte stattfand. Gemeinsam mit einer Gruppe von Mädchen und Frauen ist sie aus Sendenhorst angereist. Die Tatsache, dass Frauen aller Altersgruppen ein Wochenende lang gemeinsam verbringen, hat sie überzeugt. „Total cool“, findet es auch Lilith Keßner aus Hamm. Sie ist 13 Jahre alt und die jüngste Teilnehmerin. „Das Haus ist so toll und die Workshops! Aber das Beste ist, einmal etwas ohne Männer zu machen!“, sagt Lilith und grinst.

Ihre Mutter hat ihr das Wochenende zum Geburtstag geschenkt – als „Mutter-Tochter-Event“. In diesem Jahr feierte das Treffen das 25. Jubiläum und 124 Teilnehmerinnen folgten der Einladung. Nach einer dynamischen „Come together“- Einheit verteilten sich die Teilnehmerinnen in 7 Workshops. Dort nähten sie bunte Loopschals, häkelten trendige Mützen, entspannten bei Qi Gong oder improvisierten Theaterszenen. Einige setzten sich auch mit ihrer Persönlichkeit intensiv auseinander und besuchten einen Coachingworkshop. Ein Highlight war diesmal der Auto-Werkstatt-Kurs mit Anne Braun, einer gelernten Autotechnikmeisterin aus Schwerte. Sie zeigte den Teilnehmerinnen u.a. wie Öl geprüft, Lampen ersetzt und Reifen gewechselt werden. Abends erwartete die Mädchen und Frauen ein feierlicher Galaabend mit Tanz, frauenpolitischem Quiz, Präsentation der Workshopergebnisse und einem Rückblick auf die Entstehung des Villigster Mädchen- und Frauentreffens. Initiiert wurde es in den 80-iger Jahren von Mitarbeiterinnen des Amtes für Jugendarbeit in der EKvW. „Den Gründerinnen ging es damals vor allem darum, Räume für Mädchen- und Frauen zu schaffen.“, beschreibt Meike Zeipelt, Referentin für Mädchenpolitik im Amt für Jugendarbeit, die Entwicklung. Die Referentinnen für Mädchenarbeit hätten die Erfahrung gemacht, dass in den Offenen Treffs der Gemeinden, Mädchen oft keinen Platz hatten. „Es gab viele Jungen, die sich ihren Raum nahmen, aber wenige Mädchen, die sich in den Einrichtungen wohlfühlten.“, so Meike Zeipelt. Das Mädchen- und Frauentreffen sollte also ein Ort sein, an dem Mädchen und Frauen mit ihren Themen, Fragen, Anliegen einen Platz haben. Das ist auch heute noch der Anspruch. „Wir sehen das Treffen als eine einmalige Gelegenheit, um mit Frauen und Mädchen über das Leben, Gott und Feminismus nachzudenken. Und das in einem Rahmen der Spaß macht, Lebendigkeit ausstrahlt und Lebensfreude versprüht.“, so Nicole Richter, Fachbereichsleiterin im Frauenreferat der EKvW. Seit vier Jahren veranstalten das Amt für Jugendarbeit und das Frauenreferat im Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW das Treffen gemeinsam. Erstmalig kooperierte auch die Stadt Schwerte. Birgit Wippermann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte, sieht in der neuen Kooperation eine bereichernde Vernetzung, die es auszubauen gilt. Am Sonntag stand der Austausch zwischen „Jung und alt“ auf dem Programm. Die Teilnehmerinnen diskutierten u.a. über die Erfolge der verschiedenen Frauenbewegungen und tauschten sich über aktuelle Formen des frauenpolitischen Protests aus. „Seid wach! Denn ihr kennt weder Tag noch Stunde!“, so lautete der Appell an die eigene Achtsamkeit in dem abschließenden Gottesdienst, der viele Frauen sehr bewegte. Mit dem Lied „Sister carry on!“ endete das lebendige Treffen, das 2016 wieder stattfinden wird.


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