Frauen in Führung!

Michael Westerhoff

1974 – 2014: 40 Jahre rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt in der EKvW. Frauenordination ist das ‚Ja!’ der Evangelischen Kirche zu Frauen in Führungspositionen.
Am 18.10.1974 hat die Synode der EKvW die vollkommene rechtliche Gleichstellung von Pfarrerinnen und Pfarrern beschlossen. Damit war in der EKvW auch für Frauen der Weg in die Gemeindeleitung und andere kirchliche Leitungsämter geöffnet. Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Kultur soll im Jahr 2014 das Thema ‚Frauen in Führung’ aus kirchlicher und gesellschaftlicher Sicht diskutiert und bearbeitet werden. Frauenordination ist ein sowohl ein kirchliches wie auch ein politisches Thema. Es ist eng verknüpft mit Fragen nach dem gesellschaftlichen und kirchlichen Rollenbild der Frau und Fragen der gesamtgesellschaftlichen und kirchlichen Gleichstellung von Frauen und Männern.
Vom 12.-13. Juni 2014 lädt die EKvW zu einer zentralen Tagung zu diesen Themen ein. Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops nehmen das Thema, 'Frauen in Führung’ in den Blick. Darüber hinaus ist Raum und Zeit zum Feiern des Jubiläums.
In Westfalen finden verschiedene Veranstaltungen zu dem Thema statt.
Eine Übersicht finden Sie hier!

Radiobeitrag WDR 5
"Seit 40 Jahren haben Pfarrerinnen gleiche Rechte: Frauen in Führung"
von Katrin Berger

Wanderausstellung: 80 Jahre Theologinnen in Westfalen!

1934-2014 – 80 Jahre Westfälischer Theologinnen Konvent
1974-2014 – 40 Jahre rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt in der EKvW


Frauenordination ist eng verknüpft mit Fragen nach dem gesellschaftlichen und kirchlichen Rollenbild der Frau und Fragen der gesamtgesellschaftlichen und kirchlichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Diese Aspekte werden in einer Wanderausstellung anhand der Dokumentation von 80 Jahren Theologinnengeschichte in Westfalen aufgegriffen und beleuchtet. Die Darstellung von Ereignissen, Beschlüssen und Foto liefert den BesucherInnen einen guten Einblick ins Thema, lässt dabei Spielraum für eigene Interpretation und Fragen.
Die Ausstellung besteht aus 12 Roll-ups, die mobil und leicht allein aufzubauen sind und in zusammenhängender oder loser Folge gestellt werden können.
Zudem werden „Mitgebsel“ (Buttons) für BesucherInnen und ein Koffer mit Material, das mitwandern kann und sowohl den Zeitgeist, als auch bestimmte Ereignisse abbildet, zur Verfügung gestellt.
Gestaltet wurde die Ausstellung vom Landeskirchlichen Frauenreferat und dem
Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die Ausstellung kann beim Frauenreferat im Institut für Kirche und Gesellschaft ausgeliehen werden.
Informationen erhalten Sie bei:
Anke Engelmann
Tel. 02303-755230
anke.engelmann(at)kircheundgesellschaft.de

Neu: Buch zur Geschichte der Theologinnen!

Ein besonderes Angebot zur Ausstellung:
Buchen Sie eine Lesung!

„Mein Gott, was haben wir viel geschafft!“ ist ein Lesebuch, das informiert und berührt, das Ein- und Ausblicke verschafft. Anlässlich des 40jährigen Jubiläums der rechtlichen Gleichstellung von Frauen im Pfarramt hat eine Arbeitsgruppe in Kooperation mit dem Landeskirchlichen Frauenreferat und dem Geschäftsführenden Ausschuss des Westfälischen Konvents ein Buch herausgegeben. Darin werden westfälische Theologinnen in ihren Verbänden und Organisationen von 1974 bis 2014 vorgestellt; unter anderem der Westfälische Theologinnenkonvent, die Theologinnen-Initiative, der Westfälische Theologinnen Tag und viele mehr. Ergänzt werden die dokumentarischen Artikel von Porträts, Interviews und persönlich gehaltenen Rückblicken.
Ein Lesebuch, das informiert und berührt, das Ein- und Ausblicke verschafft.
Anne-Kathrin Koppetsch, Pfarrerin und Krimiautorin, hat das Buch im Auftrag der EKvW mit herausgegeben. Begleitend zur Wanderausstellung bietet sie eine Vorstellung des Buchs an, als

  • Kurzvortrag (je nach Absprache 15-45 Minuten)
  • Gesprächsrunde
  • Arbeitsgruppe


buchbar nach Verfügbarkeit sowohl zur Vernissage, als auch zur Finissage oder „mittendrin“. Ein Honorar wird nicht fällig. Die Veranstaltenden werden gebeten, die Fahrtkosten zu erstatten.

Kontakt:
Anne-Kathrin Koppetsch
AK.Koppetsch(at)gmx.de
Tel. 0231-5330805

"Wir brauchen Frauen in Führung - in Kirche und Gesellschaft!"

„Frauen in Führung“ ist 2014 ein großes Thema in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Nicht ohne Grund, denn vor 40 Jahren hat die Synode der EKVW die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt beschlossen und damit den Weg für Frauen in alle kirchlichen Leitungsämter geebnet. „Seitdem hat sich einiges getan“, so Nicole Richter vom Frauenreferat im Institut für Kirche und Gesellschaft. „Sieben der 28 Kirchenkreise haben eine Superintendentin. Die Kirchenleitung ist paritätisch besetzt. Und an der Spitze der Landeskirche steht erstmalig eine Frau.“ Die gerechte Teilhabe von Männern und Frauen im Pfarramt ist zahlenmäßig gestiegen. Der Weg zu einer wirklichen Gleichberechtigung – auch in anderen Berufsgruppen – sei aber noch ausbaufähig. Es dürfe nicht zu einem Nachteil werden, dass Frauen häufiger als Männer ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen oder Teilzeit arbeiten, um Zeit für Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen zu haben. Frauen seien oft in weniger gut bezahlten Berufen beschäftigt und ihre Karriere ende in Positionen mit geringerem Gehalt und geringen Renten. „Um Frauen in Führung in Kirche und Gesellschaft zu fördern, bedarf es guter Konzepte.“, stellt Angelika Weigt-Blätgen, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. fest. „Denn es geht nicht allein um prozentuale Anteile.“ Eine Frauenquote in allen gesellschaftlichen Bereichen, also auch in der Kirche, hält sie für einen Weg. „Instrumentarien zur Durchsetzung der Frauenquote in Satzungen, Geschäftsordnungen oder Nominierungsausschüssen sind zu schaffen“, fordert sie. Einen wichtigen Schritt zu dem Ziel „mehr Frauen in Führung“ sehen beide auch in dem Beschluss der Landessynode 2013: Eine Projektgruppe wird sich in Kürze mit der Frage nach familienfreundlichen Arbeitsbedingungen beschäftigen.

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