Stichwortartige Ergebnisse

Hier sind die stichwortartigen Ergebnisse aus dem Worldcafe zum Abschluss der Tagung, zum Nachdenken und Nachfragen, Weiterdenken und Weiterdiskutieren:

Gremienbesetzung

  • An alle Presbyterien sollte ein Brief von der Kirchenleitung geschrieben werden, mit der Bitte, die Delegationen für Kreissynode geschlechtsparitätisch zu besetzen
  • Kompetenzprofile statt „Nasenfaktor“:
  • Entscheidungsträgerinnen und –träger werden bei Gremienbesetzungen gebeten, nach folgenden Kompetenzen zu entscheiden: Kommunikation, Leitung, Entscheidung, Nähe zur Gemeinde und Gottesdienst, Wirtschaft, „Störfaktoren“ statt „Ähnliche“, politisch und gesellschaftlich Engagierte
  • geschlechtsparitätische KandidatInnenliste
  • Charismen der Gremienmitglieder würdigen und deren Herzensanliegen berücksichtigen
  • Raum und Zeit für geteiltes Gotteswort
  • „gesteuerte“ statt zufällige paritätische Gremienbesetzung


Gottesdienst und Liturgie

  • Vorbildfunktion nutzen: Gerade kirchenleitende sollten sich besonders um Geschlechtergerechtigkeit in „ihren“ Gottesdiensten bemühen.
  • Vielfalt leben in Gottesdiensten, Liturgie, Sprache
  • Institutionalisierung Fem. Theologie = verplichtend Unis
  • Fem. Theologie als fester Bestandteil in der Ausbildung
  • Supkonferenzen/Leitungskreis sollten sich immer wieder mit dieser Thematik beschäftigen
  • Es ist als Verletzung des Bilderverbots zu verstehen, wenn in Gottesdiensten immer nur einseitig vom „Vater“ gesprochen wird.
  • Gemeinden mitnehmen – in Dialog bringen
  • Neues Gesangbuch ist nötig
  • Neue Agende ist nötig
  • Genderbewusstsein als Qualitätsmerkmal bei Stellenbesetzung und Gremienleitung/Multiplikatorinnen
  • Kriterien festlegen und Kontrolle QM/Gender
  • Mit Sprache experimentieren, Texte umschreiben/alte-neue vergleichen, Auswahl von Bibeln in Kapelle Haus Villigst
  • Wir ermutigen alle Gottesdienstleitende die ‚Bibel in gerechter Sprache’ im Gottesdienst zu verwenden
  • Neue Gottesdienstformen entwickeln (Rundgang „ Nathan der Weise“ zu Moschee/Synagoge, Theater, szenische Lesung)

Leitungshandeln

  • geistliche AtmosphäreTransparenz und aktives Zuhören
  • Arbeit am Unbewussten (Rollenstereotypen etc.)
  • In der Ausbildung auf Leitungsaufgaben und Personalführung vorbereiten
  • Qualifizierungskriterien für Leitungsämter modernisieren, klären, geschlechtsspezifisch reflektieren (Funktionsdienst, Fortbildungen, soft skills)
  • Handlungsspielräume von Leitung ausschöpfen
  • Quotierte Redeliste in Gremien (Synoden, Ausschüsse etc), d.h. Frauen und Männer reden abwechselnd und mit gleicher Redezeit
  • Netzwerke stärken- Seilschaften verhindern
  • Kostenübernahme für Fortbildung von Ehrenamtlichen (nicht nach Geld fragen müssen, sondern es bekommen)
  • Rotation von Leitung (max. 10 Jahre)
  • Managing Gender and Diversity als Leitungshandeln, d.h. Fortbildung und Verantwortung bei Präses und VP´s - Zusammenhang mit verpfichtend anderen geschlechterpolitischen Strategien (Frauenpolitik, Genderpolitik, Gender Mainstreaming, Gleichstellung)
  • Geschlechtsspezifische Kommunikation (Redezeit strukturieren, Leitung muss stärken und Schwächen jeweiliger Kommunikation kennen, Infos über Knotenpunkte)
  • Formulare mit zwingend „gegenderte“ Sprache
  • Folgende Bewerbungsfrage sollte Standard sein: „Wie gehen Sie mit Genderfragen um? Konkrete Handlungen?“
  • Schulung Nominierungsausschuss z.B. auch die Genderfrage, stellen alle diese Fragen, nicht nur die Frauen
  • Führungsbeurteilung einführen (von unten nach oben)

Kirche als Arbeitgeberin

  • Klare Leitungsstrukturen (keine Verschleierungen)
  • Fortbildung: regelmäßiges Jahresdienstgespräch auch mit frauenspezifischen Punkten (Kommunikation)
  • Personalführung
  • Personalentwicklung
  • Entwicklung einer Kultur des Wertschätzens ist notwendig für Mitarbeitende, in den hierarchischen Strukturen die sich dadurch verändern/verflachen müssen
  • Reflexion von Macht
  • Abbau von Minijobs
  • Dienstbesprechungen, Kommunikation über Termine, Ziele …
  • Arbeitsrechtveränderung unter ethischen, frauenfreundlichen Aspekten