Radioandachten von Nicole Richter

Mit 40 Beiträgen pro Monat ist die evangelische Kirche im Westdeutschen Rundfunk vertreten, 80 Autorinnen und Autoren regen zum Nachdenken an und betrachten das Leben und aktuelle Themen aus christlicher Sicht. Eine von ihnen ist Nicole Richter. Sie ist mit Beiträgen im Programm von WDR 2 sowohl in der Woche als auch sonntags vertreten. Übrigens: die Reichweite der Andachten ist enorm - sonntags hören, laut Angaben des WDR, 1 Million Menschen die Radioandachten!
Hören auch Sie rein!
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19.09.2015 Helfen wo es Not tut

Autorin 1: Immer öfter sind die Tore geschlossen. Immer öfter heißt es in der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Dortmund „Aufnahmestopp“. Und dann?

Unter den neuankommenden Flüchtlingen sind viele Kinder und Jugendliche. Sie kommen ohne Eltern oder Verwandte nach Deutschland. In der Hoffnung hier Sicherheit und eine neue Lebensperspektive zu finden. Kann man sie vor den Toren stehen lassen?

Für diese minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlinge sucht die Diakonie Dortmund Menschen, die ehrenamtlich eine Vormundschaft übernehmen. Karina Müller ist so eine Ehrenamtliche.

O-Ton 1: Ich habe seit ganz langer Zeit diese Betroffenheit, wenn ich im Fernsehen wieder sehe was passiert ist, wenn ein Flüchtlingsheim angezündet wurde und ich mochte mit dieser Betroffenheit da nicht mehr stehen. Ich mochte etwas tun und habe einen Rahmen gesucht, in dem ich mich engagieren kann.

Autorin 2: Deshalb hat sie sich bei der Diakonie Dortmund gemeldet und zusammen mit ihrer Partnerin die Vormundschaft für einen 16-jährigen Jungen aus Tadschikistan übernommen. 

O-Ton 2: Tadschikistan ist nicht das typische Flüchtlingsland, das heißt, wir werden kein Asyl für ihn bekommen. Wir haben jetzt einen Antrag auf Duldung gestellt. Er ist in einer Situation, in der die Familie bedroht wird und wo sein Leben so ernsthaft in Gefahr war, dass den Eltern klar war, sie müssen ihn außer Landes schaffen.

Autorin 3: Es sind so viele Gründe, warum die Menschen fliehen: Krieg, Menschenrechtsverletzungen, politische Unterdrückung, Missbrauch von Kindern als Soldaten, große Armut und Not. Dabei ist Flucht immer mit schmerzhaften Trennungen verbunden.

O-Ton 3: Ich glaube, wir vergessen das zu schnell, die verlassen auch ein Land, in dem sie zu Hause sind, die verlassen ihr komplettes Umfeld, die gehen das Risiko ein, unterwegs zu sterben, ihre Familie nie wieder zu sehen, ihre Freunde nie wieder zu sehen.

Autorin 4: Obwohl fast genauso viele Frauen und Männer aus ihrer Heimat fliehen, kommen nur wenige weibliche Flüchtlinge auch bei uns an. Vor allem Mädchen verschwinden auf der Flucht, berichtet Karina Müller aus dem Kontakt mit anderen Vormündern.

O-Ton 4: Die gehen unterwegs verloren. Die landen europaweit in irgendwelchen Bordellen. Das finde ich total furchtbar, was dort mit den Mädchen passiert und würde mir mehr Flüchtlingsarbeit mit Mädchen wünschen.

Autorin 5: Die, die es zu uns schaffen, kommen in ein fremdes Land mit einer anderen Sprache und einer anderen Kultur. Die meisten der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge leben dann in Jugendhilfeeinrichtungen. Sie brauchen einen Menschen, dem sie vertrauen können, der ihnen im Alltag hilft:

O-Ton 5: Es gibt Pflicht und Kür. Also Pflicht ist, ich schreibe einen Bericht fürs Gericht, wie sein Zustand ist, ich nehme an den Jugendhilfeplangesprächen teil und schaue, dass Entscheidungen getroffen werden, die wirklich zu seinem Besten sind… und es gibt eben die Kür, wenn die Chemie stimmt und die ist wirklich bei uns total klasse, dann gehen wir zusammen ins Kino, dann gehen wir ne Pizza essen, dann lernen wir deutsch zusammen und lauter solche Sachen.

 

Autorin 6: In der Bibel heißt es: „Deshalb nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat. Zur Ehre Gottes.“ Für mich ist so eine Vormundschaft für minderjährige Flüchtlinge gelebte Nächstenliebe. Da sein, wo man gebraucht wird. Helfen, wo es Not tut. Unaufgeregt, verlässlich und zutiefst menschlich.

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18.09.2015 Be calm and be a princess

Freitag. Meine Familie und ich überlegen, wie wir den freien Nachmittag verbringen wollen. Mein Mann schlägt vor, nach einem neuen Sofa zu gucken. Er ist hochmotiviert und schafft es, meine Tochter und mich zu überzeugen. Kurze Zeit später stehen wir in einem Möbelhaus - mit vielen anderen Suchenden. Als wir die Rolltreppe hochfahren, drängt sich das Angebot eines pink, zartrosé, fliederfarbenen Kinderzimmers in den Blick... „Ah, das ist sicher für Jungen!“, sag ich zwinkernd zu meiner Tochter. Sie schmunzelt, denn sie kennt meine Einstellung zu geschlechtsspezifischer Werbung. Dann fragt sie, was auf dem Plakat über dem pinken Schreibtisch steht. Eine Botschaft – offenbar für alle Mädchen – noch einmal pink auf weiß: “BE CALM AND BE A PRINCESS!“ Also: „Bleib ruhig und sei eine Prinzessin!“ „Komm Mama“, sagt meine Tochter und zieht mich weiter. Ich fotografiere die klischeebeladene Komposition und frage mich: Was macht das mit Mädchen, die diese Ansage über ihrem Schreibtisch hängen haben? Und warum hängt da nicht das Alphabet oder eine Weltkarte?

 

 

Am Abend lese ich auf dem neuen Sofa in der Biografie über Argula von Grumbach. Eine Frau, die sich in der Zeit der Reformation, also vor knapp 500 Jahren, für die Gleichberechtigung der Geschlechter in Kirche und Gesellschaft eingesetzt hat. Argula von Grumbach hat als Zehnjährige von ihrem Vater eine Bibel geschenkt bekommen und mit ihm lesen gelernt. So konnte sie später theologische Schriften verstehen, die Lehre der Herren Universitätsprofessoren in Frage stellen und ihre eigenen Gedanken in Flugschriften verbreiten - wie sonst nur Martin Luther. Ihr Vater hat ihr nicht gesagt: „Sei ruhig und sei eine Prinzessin!“ oder wie damals eher typisch „Sei eine gute Haus- und Ehefrau, aber schweige in der Gemeinde!“ Im Gegenteil: Er hat ihr die Möglichkeit gelassen, eigenständig zu denken. Und er hat mir ihr diskutiert. Als eine der ersten Reformatorinnen ist Argula von Grumbach in die Geschichte eingegangen.
Als ich das Buch über sie zur Seite lege, wird mir klar: Wir alle tragen eine Verantwortung. Nämlich für die direkten oder versteckten Botschaften, die wir unseren Kindern vermitteln – den Mädchen wie den Jungen. Bleib ruhig und sei eine Prinzessin? So etwas ist seit 500 Jahren überholt.

 

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17.09.2015 Wie schön du bist

Musik 1: Der Applaus ist längst vorbei und dein Herz schwer wie Blei.
Jeder redet auf dich ein, trotzdem bist du so allein.
Und du siehst so traurig aus. Komm in mein' Arm, lass es raus. Glaub mir ich war wo du bist und weiß was es mit dir macht.

Autorin 1: Sarah Connor ist ein Showstar in vielen Farben. Eine Frau, die ihren Sexappeal inszeniert und damit genauso ankommt wie mit ihrer Stimme. Mit ihrem Lied „Let’s Get Back to Bed – Boy!“, feierte sie 2001 ihren Durchbruch im Musikbusiness. „From Zero to Hero“ verkaufte sich über sieben Millionen Mal. Damit gehört Sarah Connor zu den erfolgreichsten deutschen Sängerinnen der letzten Jahre. 

Musik 2: Doch wenn du lachst, kann ich es sehn. Ich seh dich mit all deinen Farben
und deinen Narben, hintern den Mauern. Ja ich seh dich. Lass dir nichts sagen.
Nein, lass dir nichts sagen. Weißt du denn gar nicht, wie schön du bist?

Autorin 2: Lange Zeit wurde es dann stiller um Sarah Connor. Jetzt im Mai ist ihr neues Album „Muttersprache“ erschienen. „Wie schön du bist“. Und das wurde ihr erster Top-Ten-Hit seit sechs Jahren. Und: Zum ersten Mal singt sie auf Deutsch.

Musik 3: Ich seh' dein' Stolz und deine Wut, dein großes Herz, dein Löwenmut. Ich liebe deine Art zu geh'n und deine Art mich anzusehn. Wie du dein' Kopf zur Seite legst, immer seh ich wie es mir geht. Du weißt, wo immer wir auch sind, dass ich dein zu Hause bin.

Autorin 3: Das Lied hat Sarah Connor für ihren Sohn Tylor geschrieben. Er ist gerade in der Pubertät und brauchte mal ein Lied, das ihn aufbaut, erklärte die Mutter in einem Fernsehinterview. Ich habe Sarah Connor erst bewusst 2005 wahrgenommen - in der Doku-Soap Sarah & Marc in Love. Das war die Sendung, in der Sarah ihren Freund Marc Terenzi vor laufender Kamera geheiratet hat. Fünf Jahre später dann die Trennung. Höhen und Tiefen – auch im Leben eines Showstars. Sarah Connors Lied „Wie schön du bist“, hat mich berührt. „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ – so steht es in der Bibel und daran erinnert mich dieses Lied. Für mich spricht daraus viel Trost und unglaublich viel Liebe einer Mutter.

Musik 4: Jeder Punkt in deinem Gesicht ist so perfekt, rein zufällig. Es gibt nichts Schöneres als dich. Und ich hab das alles so gewollt, den ganzen Terror und das Gold. Ich habe nie was so gewollt wie all deine Farben und all deine Narben. Weißt du denn gar nicht wie schön du bist?

Autorin 4: „Ich habe dich genau so gewollt“ - das hätte auch Gott sagen können: „Ich habe dich genau so gewollt. Mit all deinen Farben. Allen hellen und dunklen Seiten. Und mit all deinen Narben, deinen Erfahrungen des ungewollten Scheiterns und des unfassbaren Glücks. Ich glaube, du weißt noch gar nicht, wie schön du bist!“

Musik 5: Mit all deinen Farben, weißt du noch gar nicht, wie schön du bist! Wie schön du bist! Wie schön du bist!

 

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04.04.2015 Klug leben

Manchmal gibt es Begegnungen, die sich zu einem besonderen Erlebnis entwickeln. Mir ging es letztens so. Ich plane gerade das Programm für eine Open-Air Bühne beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, der im Juni in Stuttgart stattfindet. Das Thema heißt „Klug leben“. Und weil „klug leben“ auch bedeutet, sich bewusst zu ernähren, habe ich im Internet nach einer veganen Köchin gesucht. Und ich habe sie gefunden und getroffen: Die Leckerschmecker-Küchenfee.

Eigentlich heißt sie Zsuzsa, ist Anfang dreißig und hat kurze, knallrote Haare. Typ: Coole Szenefrau. Als ich sie gefragt habe, wie sie dazu gekommen ist, sich mit einem veganen Catering selbstständig zu machen, erzählt sie mir plötzlich eine unglaubliche Geschichte:
Sie hatte einen festen Job, musste sich keine Sorgen um Geld machen, aber richtig glücklich war sie nicht. Sie arbeitete vor sich hin und lebte ihr Hobby- das Kochen- im Privaten aus. Dann wird ihre beste Freundin krank. Krebs. Und Zsuzsa begleitet sie bis zu ihrem Tod. Ein heftiges Erlebnis. Kurze Zeit später wird eine zweite Freundin schwer krank. Auch sie stirbt. Mit sechsundzwanzig. Zsuzsa fängt an über ihr Leben nachzudenken. Wofür bin ich eigentlich auf der Welt? Was gibt mir und meinem Leben Sinn? Die Antwort weiß sie eigentlich schon länger, bisher hatte sie nur noch nicht auf ihr Herz gehört. Sie will kochen! Und mit der Erkenntnis kommt der Entschluss. Sie springt ins kalte Wasser, kündigt ihren Job und gründet eine kleine Firma. Seitdem kocht sie vegane Menües im Internet für youtube und auch für die reale Welt. Jetzt ist sie glücklich, sagt sie, nicht reich, aber glücklich.

Als ich diese Geschichte gehört habe, wurde aus dem beruflichen Vorgespräch für das Bühnenprogramm beim Kirchentag, plötzlich eine Begegnung, die in mir immer noch nachwirkt. Ihre Geschichte ist für mich eine „Auferstehungsgeschichte mitten im Leben“.  Der Tod der Freundinnen hat sie verändert und im Leben neu positioniert. Die feministische Theologin Luise Schottroff hat einmal gesagt: „Es ist die Veränderung, die sich in unserem Leben vollzieht, auf die es bei der Auferstehung Jesu ankommt.“  Zsuzsa hat genau das gemacht. Sie ist aufgestanden gegen den Tod und hat „JA“ zu ihrem Leben gesagt und es verändert. Das ist mutig, beeindruckend und klug.

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02.04.2015 Gründonnerstag

Autorin 1: Heute ist Gründonnerstag.

O-Ton 1: Mit Gründonnerstag verbinde ich gar nichts. Wann soll das sein?

Autorin 2: Na eben heute.

O-Ton 2: Gründonnerstag ist doch der Tag vor Karfreitag. Da gab es früher bei uns zuHause immer etwas Grünes zu essen, irgendein grünes Gemüse.

O-Ton 3: Ich glaube an Gründonnerstag erinnert man sich an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat, oder?

Autorin 3: Fast! An Gründonnerstag geht es weniger um die Farbe Grün. Eher um das alte Wort „greinen“. Und das meint „weinen, betrauern“. Heute Abend wird in vielen Gemeinden quasi „geweint“ im Gottesdienst. Weil man sich daran erinnert, dass Jesus am Tag vor seinem Tod mit seinen Jüngern zusammen gekommen ist und mit ihnen gegessen hat. In der biblischen Geschichte wird erzählt: „In der Nacht vor seinem Tod, als er kommen sah, was geschehen würde, saß er mit den anderen zusammen am Tisch. Er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es weiter und sprach: Nehmt und esst, dies ist das Brot des Lebens. Solches tut zu meinem Gedächtnis.“ Jesus wusste, er würde bald sterben. Und er hat offenbar ziemlich gelassen reagiert. So verstehe ich jedenfalls das, was dann erzählt wird: Er hat seinen Jüngerinnen und Jüngern die Füße gewaschen. Das zeigt: Ich bin wie ihr. Ich bin mit euch verbunden. Ich werde immer für euch da sein.

Seither denken Menschen an diese Geschichte und feiern eben heute Gründonnerstag.

Genügend Gründe zum Greinen, also zum Weinen gäbe es ja. Zum Beispiel  über die alltägliche Gewalt an Mädchen und Frauen, über den Terror und immer neue Kriege, über die Foltermethoden – ja sogar Kreuzigungen – von denen wir in den Nachrichten hören. Das alles ist grausam und erinnert mich an die Dunkelheit der Karwoche.

Für mich ist Gründonnerstag ein „Trotz allem-Tag“. Also ein Tag, an dem ich mich an die Kraft der Gemeinschaft erinnere, trotz all der Grausamkeit, die uns umgibt.
Ich trotze all dem, werde still und bete – und weiß, andere tun es auch. Und wenn ich wieder einmal daran zweifele, ob beten alleine etwas bringt, trotze ich auch dem Zweifel. Ich bete trotz all der Gewalt. Ich bete trotz all meiner Zweifel. Und beim Beten kommen mir oft biblische Geschichten in Erinnerung. Wie z. B. die der Fusswaschung Jesu. Mit dieser großen Geste der Demut trotzt Jesus auch allem. Vor allem seinem bevorstehenden Tod. Die alte Geschichte der Fusswaschung und des letzten Abendmahls an Gründonnerstag  zeigen für mich die Kraft, die im Glauben steckt. Da wo Menschen gemeinsam glauben - trotz allem – und aus der Liebe heraus handeln, da wird die Kraft Jesu von damals wieder lebendig.  

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13.10.2014 Sexismus

Autorin 1: Wir sitzen beim Frühstück, ich schlage die Zeitung auf, eine Werbung fällt raus. Eine junge Frau mit breitem Mund und großen Brüsten grinst mich an. Oder genauer noch: Der breite Mund fällt mir erst auf den zweiten Blick auf – ins Auge springt vor allem dieses üppig präsentierte Dekoltée. Die Frau trägt eine schwarze Brille. Daneben der Satz: Jetzt zum Sehtest!

Komisch, sagt meine Tochter. Wieso Sehtest? Den Busen sieht man doch auch ohne Brille! Genau, denke ich und versuche mich über diesen Sexismus in der Werbung nicht aufzuregen. Ich muss schließlich ins Büro. Auf meinem Weg dahin wandert mein Blick zu drei Plakatwänden. Drei Frauenpos in knappen Bikinihöschen mit Sand überzogen. Ja, sexy. Aber kann es wahr sein, dass ich an jeder Ecke mit sexistischer Werbung konfrontiert werde? Nichts gegen schöne Bilder, aber ich haben keine Lust mehr auf diese: Sie präsentieren Frauen als dümmlich, nackt und willig. Und ich werde sicher auch nicht meine nächste Reise auf der Webseite buchen, die die Marketingstrategie „Sex sells“ unterstützt.

Ich fordere ein Verbot von Werbung, in der Frauen zum sexuellen Objekt reduziert werden. Ich will auch keine Werbung, die Männer als muskulöse, unfähige Protz-Typen darstellt. Solche Bilder prägen sich ein und sie verändern uns. Eine internationale WHO-Studie zeigt: Jedes zweite 15-jährige Mädchen findet sich zu dick. Bei den Jungen ist es jeder dritte– selbst wenn sie objektiv gar nicht übergewichtig sind. Ein negatives Körperbild könne sich ungünstig auf das Wohlbefinden auswirken und sogar Essstörungen verursachen, meint das Forschungsteam. Von der Verfestigung klischeehafter Rollenbilder mal ganz zu schweigen.

Wer sich gegen sexistische Werbung wehren will, kann eine Beschwerde an den deutschen Werberat schicken. Den gibt es seit 1972. Er besteht aus 41 Organisationen aus Handel und Wirtschaft, die sich selbstverpflichtet haben, einen Werbekodex zu wahren. Sinnvoll und wichtig, denn die Bilanz aus dem 1. Halbjahr 2014 zeigt: der Vorwurf der Frauenherabwürdigung und -diskriminierung ist konstant hoch! Acht Rügen hat der Deutsche Werberat wegen geschlechterdiskriminierender Werbung im ersten Halbjahr an Unternehmen ausgesprochen. Doppelt so viele wie im Vorjahr. Positiv sei jedoch, so die Geschäftsführerin Julia Busse, dass gerügte Unternehmen in der Regel kein weiteres Mal auffällig werden. Ihr Wort in Gottes Ohr. Ich habe jedenfalls beschlossen, besagte zwei Werbeanzeigen beim Werberat zu melden. Mal sehen, was passiert.

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14.10.2014 Hospiz

Autorin 1: Meine Jogging-Strecke ist idyllisch. Sie führt über Felder und Wiesen. Und jedesmal freue ich mich, wenn ich oben auf dem Berg angekommen bin und den alten Förderturm der Zeche Zollern sehe. Dann weiß ich: Ich habe es fast geschafft!

Vom Berg aus sehe ich auch das lange, flache Haus mit den vielen Fenstern. Ich weiß aus der Zeitung: Das ist ein Hospiz. Also ein Haus, in dem
Menschen wohnen, die bald sterben müssen. Wenn das Wetter schön ist, sitzen einige in Decken gehüllt auf den kleinen Terrassen vor ihren Zimmern und genießen die Sonnenstrahlen.

Wie wohl die Stimmung in so einem Hospiz ist, wollte ich wissen. Und ich habe nachgefragt bei Anja Kämper, der Pflege- und Hospizleiterin.

O-Ton 1: LS 50078 18:40 „So ganz prägnant waren für mich die ersten Tage als die Ehrenamtlichen schon hier waren und immer hier nur geflüstert haben. Da habe ich sie gefragt: Warum flüstern sie alle? Und die haben alle gesagt: Ja, die liegen doch alle im Sterben, wo ich dann aber gesagt habe, die leben noch, die leben jetzt und ich finde, Humor gehört dazu und ich finde das ist ganz ganz wichtig das erleichtert die Menschen, wenn sie herzlich lachen können, und das tun wir hier ganz oft mit den Leuten, das tut ihnen wirklich gut.

Autorin 3: Die Leiterin sieht in ihrem Hospiz St. Elisabeth ein „Haus der Menschlichkeit“. Das war auch der Namensgeberin und Gründerin, Elisabeth Grümer, besonders wichtig. Als deren Vater 1979 starb, habe sie zum ersten Mal den Wunsch verspürt, den Prozess des Sterbens menschlicher zu gestalten. Und am Sterbebett ihrer Mutter habe sie dann versprochen, das Projekt „Hospiz“ wirklich umzusetzen. Im Mai 2013 war es dann soweit. Seitdem sind bereits 180 Menschen zum Sterben gekommen. Die Jüngste – so erinnert sich Elisabeth Grümer - war 32 Jahre alt, der Älteste 90 Jahre.

O-Ton 3 LS 50079 02:25 Wir haben ja auch Gäste hier gehabt, die keine Krankenkasse haben, wir haben jemanden schon gehabt, der hat auf der Straße gelebt, der ist zu uns gekommen. …für diese Menschen, denke ich, müssen wir auch offen sein und müssen was tun, dass man eben diesen Menschen, die im Leben kein Glück gehabt haben, ein menschenwürdiges Abschiednehmen zu ermöglichen.

Autorin 4: 1,1 Pflegekräfte auf jeden Gast – sagt die Statistik. Die Zimmer sind größer als sie nach dem Gesetz sein müssten. Es gibt einen Andachtsraum und ein helles Wohnzimmer als Treffpunkt für alle. Und es arbeiten hier mehr als 30 Ehrenamtliche. Sie wollen ganz bewusst ihre Zeit an Menschen verschenken, die am Lebensende stehen.

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15.10.2014 Landfrauen

Autorin 1: Heute ist der 15. Oktober. Welt-Landfrauentag. Klingt kurios, habe ich beim ersten Mal gedacht, Welt-Landfrauentag, ob man so was braucht..?

Ja, braucht man, weiß ich inzwischen. 80 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion liegen in der Hand von Frauen. Von Landfrauen. Sie sichern die Versorgung ihrer Familien. Und ihnen kommt weltweit eine wachsende Bedeutung beim Schutz der Umwelt zu. Auch hier bei uns in Deutschland haben Landfrauen diese Bedeutung. Ute Kerlen zum Beispiel, 66 Jahre alt. Sie ist Haus- und Landwirtschafterin und hat viele Jahre lang einen Hof in der Nähe von Minden gemanaged. Ich habe sie gefragt: Was ist das, eine Landfrau?

O-Ton 1: LS 50081 Eine Landfrau ist eine Frau, die auf dem Land lebt, die sich auch mit dem, wo sie wohnt, wo sie lebt identifiziert, das sind Frauen, die in einem Verband zusammengefügt werden, eben dem LandFrauenverband.

Autorin 2: Und den gibt es schon seit 1948. Der Deutsche LandFrauenverband ist bundesweit der größte Verband für Frauen, die auf dem Land leben. 500.000 Frauen sind darin organisiert, längst nicht mehr nur Bäuerinnen. Ziel war und ist es, Frauen zu auszubilden. Für die Land- und Hauswirtschaft. Aber auch zum Beispiel für Projekte in Schulen.

O-Ton 2: LS 50081 Auch im offenen Ganztag Unterricht anzubieten, um die immens wichtige Form der Lebensführung weiterzugeben. Weil wir feststellen, dass viele gar nicht mehr wissen, woher kommt die Milch? Woher kommt ein Ei? Und diese elementaren Grundregeln einer Lebensführung, die versuchen wir den Kindern wieder beizubringen.

Autorin 3: Die Landfrauen organisieren sich auch politisch und engagieren sich für die Gleichstellung der Geschlechter.

O-Ton 3: 05:55 Es gibt immer noch eine Lohnungleichheit, es verdienen immer noch Frauen bis zu einem Drittel weniger als Männer im gleichen Beruf, das sind Dinge, die wir auf der politischen Ebene ansprechen für die wir kämpfen, wir haben für die Mütterrente mitgekämpft, wir haben für die Bäuerinnenrente gekämpft – es gibt unheimlich viele Themen, die wir politisch besetzen.

Autorin 4: Und das alles machen die Frauen ehrenamtlich. Neben ihrem Job. Ohne Lohn. Für Ute Kerlen, sie ist Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen, ist auch die Verbindung von Land und Kirche besonders wichtig.

O-Ton 4: 10: 00 Ich bin über 40 Jahre ehrenamtlich tätig. Ich habe angefangen als Ortslandfrau bis hin zur Vizepräsidentin von Westfalen, ich bin Bindeglied gewesen lange Jahre zwischen Kirche und Land, zwischen Stadt und Land, in der Verbraucherpolitik aktiv, in der Argarpolitik aktiv, bis hin zur Bundesebene. Das hat mir ungeheuer viel Freude gemacht.

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11.07.2014 Wir brauchen Reformatorinnen!

Ein Spätsommertag im Jahr 1523. Argula von Grumbach kocht. Vor Wut. Entschlossen greift die 31-Jährige zu Papier und Feder. Ein Protestbrief. Empfänger: Die gelehrten Männer der Universität zu Ingolstadt. Als Mutter von vier Kindern und Ehefrau eines einflussreichen Mannes im Herzogtum Bayern, weiß Argula von Grumbach sehr genau, was sie tut. Sie ist adelig, sie ist gebildet und sie ist die erste Frau, die mit eben diesem Brief öffentlich für die Reformation eintritt. Sie fordert die Freilassung eines jungen Mannes, der für seine reformatorischen Ideen an der Universität Ingolstadt geworben hat und daraufhin in ein Kloster verbannt worden ist. Ihr Brief endet mit den berühmten Worten: „Ich habe euch kein Frauengeschwätz geschrieben, sondern das Wort Gottes als ein Glied der christlichen Kirche.“ Mit diesem Brief sollte Argula von Grumbach als Reformatorin in die Geschichte eingehen, denn schon das Lesen der Schriften Luthers war damals streng verboten. Und für eine Frau schickte sich das Lesen von theologischen Schriften und eigenständiges Nachdenken darüber schon gar nicht. Ihr Selbstbewusstsein war überdurchschnittlich für eine Frau ihrer Zeit. Sie schöpfte es aus ihrem biblischen Wissen. Schon als 10-jähriges Mädchen besaß Argula von Grumbach eine deutsche Ausgabe der Bibel. Ein Geschenk des Vaters. Martin Luthers Aufruf zum „Priestertum aller Gläubigen“ war für sie die entscheidende Ermutigung für ihr eigenes theologisches Denken. Für ist stand bald fest: Sowohl Männer als auch Frauen sind dazu berufen, öffentlich ihren Glauben zu bekennen und davon zu erzählen. Ganz im Sinne Jesu, der besonders häufig mit Frauen diskutierte. Es kommt damals nie zu einem Treffen zwischen Argula von Grumbach und den Universitätsgelehrten. Es gibt auch keine Antwort auf ihren Brief. Aber ihre theologischen Schriften werden schon bald gedruckt und verbreitet. Und sie gewinnen das Interesse der Öffentlichkeit wie sonst nur die Martin Luthers. Das Jahr 1523 ist ihr Jahr. Danach aber meldet sie sich nie wieder zu Wort. Zurück bleibt nur die Erinnerung an eine Frau, wie sie ganz allein vor einer Ansammlung männlicher Gelehrter steht, mit der Bibel in der Hand. In der Evangelischen Kirche von Westfalen feiern wir in diesem Jahr das 40-jährige Jubiläum der rechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt. Das heißt, seit gut 40 Jahren dürfen Pfarrerinnen in Westfalen eine Gemeinde alleine leiten. Das ist noch nicht sehr lange, und es ist noch immer etwas Besonderes: Die große Mehrheit der Kirchen verweigert bis heute Frauen die Ordination. In der großen Mehrheit der Kirchen dürfen nach wie vor nur Männer auf die Kanzel. Deshalb sind auch heute noch Frauen wie Argula von Grumbach so wichtig. Wir brauchen Reformatorinnen, auch noch im 21 Jahrhundert. Wir brauchen eine Maria Jepsen, eine Margot Käßmann, eine Ellen Ueberschär. Und wir brauchen all die Frauen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen und im Verborgenen ihre Arbeit tun. Denn sie erinnern uns an die biblische Zusage, dass wir alle gleich sind in Christus. In Galater 3 heißt es: „Denn alle, die ihr in den Messias hineingetauft seid, habt den Messias angezogen wie ein Kleid. Da ist nicht jüdisch noch griechisch, da ist nicht versklavt noch frei, da ist nicht männlich und weiblich: denn alle seid ihr einzig-einig im Messias Jesus.“ Und für all das, was an Veränderungen in der Kirche und der Gesellschaft noch aussteht, hat Argula von Grumbach ein Rezept der Hoffnung: Sie sagt: Selbst wenn ich sterbe, so werden doch viele hundert Frauen nach mir kommen, die noch klüger, belesener und geschickter sind als ich.

Resurrection-Auferstehung

Radioandacht vom 11.07.2014 zu Anastacias Song "Stupid Little things"

Musik 1: Stuck on the wrong side of heaven, But I did it to myself I did it to myself, Traded in my forever, But I did it to myself I did it to myself

Autorin 1: In ihrem neuen Song „Stupid little things“ besingt Anastacia die kleinen, banalen Dinge, die sie täglich davon abhalten, dass zu tun, was sie eigentlich will. Was kann das sein? Vielleicht eine versäumte Entschuldigung oder ein Wort, das man lieber nicht ausgesprochen hätte? Eine verpatzte Begegnung, ein nicht gebetetes Gebet? Sie hat es sich selbst zuzuschreiben, singt sie. Und es ist an ihr, ihren Blick auf das Leben zu verändern, so ihre Erkenntnis. Sie hat beschlossen, ihr Herz neu zusammenzusetzen.

Musik 2: And I put my heart back together Yeah I put my heart back together

Autorin 2: Vor ein paar Wochen hat die 45-jährige ihr neues Album „Resurrection“ veröffentlicht, das bedeutet „Wiederauferstehung“. Wenn man ihre Lebensgeschichte anschaut, passt der Titel „Wiederauferstehung“ perfekt. Denn neben millionenfach verkaufte Tonträgern, ausverkauften Konzerthallen, vielen Musikpreisen aus verschiedenen Ländern, ist da auch die andere Seite im Leben der berühmten Sängerin. 2013 erkrankte sie zum zweiten Mal an Brustkrebs, zehn Jahre nach ihrem ersten Kampf gegen den Krebs. Jetzt ist sie wieder da, auferstanden, verändert, hat neue Energie für die Musik, das Dichten und Singen.

Musik 3: Now I know what love is worth in a broken world But I can't get past the hurt 'Til I give up on these stupid little things I'm so hung up on these stupid little things That keep me from you

Autorin 3: Immer wieder, sind es die blöden, kleinen Dingen, die sie von ihrem Herzen und vielleicht auch von Gott trennen. Aber das Wichtige ist, auf die Liebe zu schauen und sich zu trauen, sie zu leben. Gut zu sich zu sein, musste sie erst lernen, sagte sie in einem Interview. Anastacias Lebensgeschichte ist eine Auferstehungsgeschichte mitten im Leben. Anastacia ist eine Frau, die sich ihrer eigenen Endlichkeit bewusst geworden ist. Sie sagt trotz allem „Ja“ sagt zum Leben und steckt ihre ganze Energie in ihre Talente.

Musik 4: Now I know what love is worth in a broken world But I can't get past the hurt 'Til I give up on these stupid little things I'm so hung up on these stupid little things That keep me from you Hey, hey

Autorin 4: Mit ihren kraftvollen Beats steht sie auf für das Leben. Damit erinnert sie mich an einen Psalm, in dem es heißt: Lehre uns bedenken, das wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Klug zu werden könnte bedeuten, Gott in allem zu erkennen, auch in den Schattenseiten, das Leben achtsam und bewusst zu leben und endlich aufzuhören die blöden, kleinen Dinge in den Mittelpunkt zu stellen.

Musik 5: 2:58 That keep me from you That keep me from you That keep me from you That keep me from you 'Til I give up on these stupid little things I'm so hung up on these stupid little things That keep me from you

Nadeshda - Hoffnung

Autorin1: Nadeshda heißt Hoffnung. Nadeshda – so heißt auch die Evangelische Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel. Corinna Dammeyer arbeitet dort als Diakonin. Die Frauen, die zu ihr nach Herford kommen, brauchen vor allem eins: Neue Hoffnung!

O-Ton 1 Wir hatten z.B. eine junge Bulgarin, die sich von ihrem Mann getrennt hatte und die über Facebook einen anderen Bulgaren kennen gelernt hat, der lebt hier in Deutschland, ist hier verheiratet, der ihr aber gesagt hat, ich trenne mich von meiner Frau ich hole dich nach Deutschland und dann werden wir hier zusammen leben.

Autorin 2: Er hat ihr das Blaue vom Himmel versprochen, und sie hat ihm vertraut. Denn sie war selbst gerade in einer Situation, in der sich für sie alles ändern sollte.

O- Ton 2 : Er hat ihr Geschenke gemacht, das Ticket bezahlt und als er sie hier hin geholt hat, hat er sie im Grunde genommen sofort am ersten Abend vergewaltigt und am zweiten Abend ins Bordell gebracht. Sie ist schwer traumatisiert, wegen der Vergewaltigung und natürlich auch wegen der Enttäuschung, weil sie wirklich mit dieser Reise ganz viel Hoffnung verbunden hat, die alle enttäuscht worden sind.

Autorin 3: Corinna Dammeyer hört täglich unglaubliche Geschichten. Sie berät Frauen, die zu Opfern der Menschenhändler geworden sind. Laut einer Studie gab es zwischen 2008 und 2010 23.600 Opfer von Menschenhandel in Europa.

Der Studie nach hat die Zahl der Opfer weiter zugenommen, die Zahl der Verurteilungen von Menschenhändlern ging zurück.

O-Ton 3: Für uns ist es wichtig, dass differenziert auf die Thematik des Menschenhandels geguckt wird. Es gibt einfach Frauen, die sich entscheiden, in der Prostitution zu arbeiten und damit ihr Geld verdienen; auf der anderen Seite gibt es Frauen, die dazu gezwungen werden und ausgebeutet werden mit massiver, körperlicher und psychischer Gewalt, und das ist ein spezielles Thema, das ich unterscheiden muss, gerade jetzt in der Diskussion.

Autorin 4: Die meisten Frauen kommen derzeit aus Osteuropa. Sie hoffen im „goldenen Westen“ eine Arbeit zu finden. Dabei denken sie nicht an Prostitution. Mit ihren falschen Hoffnungen werden sie zur leichten Beute für Schlepper. Deshalb muss die Prävention und Aufklärung schon in den Heimatländern beginnen. Die Frauen der Beratungsstelle haben sich europaweit vernetzt und arbeiten eng mit anderen Institutionen in Bulgarien, Rumänien, Russland und sogar Nigeria zusammen. Damit es für die Frauen echte Hoffnung gibt. Nadescha.

O-Ton 4: Die Evangelische Frauenhilfe hat sich immer für die Belange von Frauen eingesetzt. Das ist ihre ganz alte Tradition und sie ist immer weltoffen, um sich neuen Problematiken zu stellen und so haben wir Nadeshda vor 16 Jahren gegründet.

Autorin 5: Die Arbeit ist anstrengend, aber auch sehr erfüllend, sagt Corinna Dammeyer. Ein Psalm begleitet sie oft in Gedanken. Psalm 91 – da heißt es: „Gottes Engel haben den Auftrag, dich auf allen deinen Wegen zu bewahren. In der hohlen Hand tragen sie dich, damit dein Fuß nicht an einen Stein stoße“.

O-Ton 5: Für mich ist die diakonische Arbeit, die ich damit auch verbinde auch den Weg zu ebnen für Menschen, denen immer nur Steine in den Weg gelegt worden sind, das sehe ich als Nachfolge an. Das hat Jesus als Vorbild für uns gemacht, der hat sich gerade auch den Menschen zugewandt, denen immer Steine in den Weg gelegt worden sind. Für

mich ist das eine Art von Nachfolge.

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