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Plädoyer für eine vertrauensvolle Unternehmenskultur
 

Wissenschaftliche Studie zu Personalabbau und Umstrukturierung in Haus Villigst vorgestellt

Für eine stabile Vertrauenskultur zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hat sich der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland, Prof. Dr. Gerhard Wegner, ausgesprochen. Ein transparenter und wertschätzender Umgang innerhalb eines Unternehmens entspreche nicht nur dem christlichen Menschenbild, das sich in sozialstaatlichen Traditionen wie zum Beispiel der Montanmitbestimmung niederschlage, sondern sei - wie zahlreiche Untersuchungen belegten - auch betriebswirtschaftlich sinnvoll.

Der Sozialethiker sprach am 4. April anlässlich einer Buchpräsentation im Institut für Kirche und Gesellschaft in Haus Villigst. Die Sozialwissenschaftler Dr. Michael Stahlmann und Walter Wendt-Kleinberg präsentierten den mehr als 50 Gästen ihre von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie "Zwischen Engagement und innerer Kündigung", in welcher sie sich anhand von drei Fallbeispielen mit den psychischen und sozialen Auswirkungen von Umstrukturierung und Personalabbau befassen. Ihr Ergebnis: Die Infragestellung gewohnter Arbeitsbedingungen kann durch einen vertrauensvollen Umgang zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat konstruktiv gestaltet werden.

"Die Philosophie des 'hire and fire' hat spätestens angesichts der demografischen Entwicklung ausgedient," urteilte Landessozialpfarrerin Sigrid Reihs. Bei abzusehendem Fachkräftemangel müssten Unternehmen in Zukunft gute Beziehungen zu ihrem Personal pflegen. Nicht zuletzt deshalb empfahl Personalmanager Michael Weise von der RAG Deutsche Steinkohle, einem der in der Studie untersuchten Unternehmen: "Dieses Buch gehört in das Regal jeder Führungskraft."

 

Weitere Informationen:

Walter Wendt-Kleinberg

Bibliografische Angaben:
http://www.dampfboot-verlag.de/buecher/678-5.html
 



Foto 1: Prof. Dr. Gerhard Wegner, Walter Wendt-Kleinberg, Dr. Michael Stahlmann und Michael Weise (v. l. n. r.) präsentieren die Untersuchung, die bereits einige Wochen nach Erscheinen neu aufgelegt werden musste.

Foto 2: Etwa 50 interessierte Besucherinnen und Besucher waren zur Buchvorstellung nach Haus Villigst gekommen.


 
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