

Zum 50. Geburtstag der Europäischen Union:
Landessozialpfarrerin wünscht sich mehr soziale Gerechtigkeit in Europa
Die Landessozialpfarrerin der Evangelischen Kirche von Westfalen, Sigrid Reihs, fordert anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der Europäischen Union eine gerechtere Europapolitik. Im Namen der Sozialaussschüsse der westfälischen Kirchenkreise beklagte die Theologin, dass auch in Deutschland die Armut zunehme. Die beiden so genannten Armutsrundgänge der evangelischen Sozialausschüsse in Hagen und der Ruhrgebietssuperintendentenkonferenz in Dortmund hätten anschaulich gemacht: „Die Armut der Menschen wird immer öffentlicher. Sie versteckt sich nicht mehr.“ In der Europäischen Union lebten fast 80 Millionen Menschen an der Armutsgrenze, mehr als 17 Millionen seien ohne Arbeit, so Reihs: „Daher brauchen wir endlich EU-weite Sozialstandards, die den Kriterien von Gerechtigkeit und Solidarität entsprechen.“ Wirtschafts- und Sozialpolitik müssten sich gegenseitig unterstützen, um Armut und soziale Ausgrenzung in Europa stärker als bisher zu bekämpfen.
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Sigrid Reihs
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