Über alle westfälischen Berge

Im August machen sich gleich zwei Gruppen auf, um die Bergwelt zu erkunden. Die eine zieht es ins österreichische Montafon, die andere bleibt vor der Haustür. Vom 21.-26. August erwandern sie sich mit dem Hermannsweg einen der schönsten Höhenwege Deutschlands. In fünf bis zu 20 Kilometer lange Etappen geht es von Rheine nach Bielefeld. Informationen zur Wanderung und Anmeldung gibt es im Flyer.

Mensch sein - mit Leib und Seele

Im Juli wird es wieder ein Kooperationsseminar mit dem Frauenreferat geben. Wie im letzten Jahr heißt es "Mensch sein, mit Leib und Seele". Es wird sein für Gespräche, Bewegung, Stille und Gebet. Ein Teil des von Landesmännerpfarrer Martin Treichel und der Leiterin des Frauenreferates Nicole Richter vorbereiteten Programms richtete sich an Frauen und Männer, in anderen Teilen werden diese unter sich sein. Einen Bericht über das letzte Seminar finden sie hier: https://goo.gl/nnuyUI

Weitere Informationen und Anmeldung

Auszeit im Kloster zum Jahresbeginn

"Es tut mir gut, wenn ich mir gleich zu Beginn des Jahres eine Auszeit nehme", resümierte ein Teilnehmer des Genderseminars seine Eindrücke. Er war einer der zwanzig Teilnehmenden des Seminars "Blick zurück - nach vorn", das vom 6.-8.01.2017 im Stift Börstel bei Osnabrück stattfand. Organisiert und durchgeführt wurde es unter der Leitung von Martin Treichel, Landesmännerpfarrer und Nicole Richter, Fachbereichsleiterin des Frauenreferats der EKvW im Institut für Kirche und Gesellschaft. "Wir haben das Seminar im vergangenen Jahr zum ersten Mal durchgeführt und mittlerweile ist die Männerquote schon gestiegen", freut sich Martin Treichel. Das Herzstück des Seminars sei die Arbeit in geschlechtergetrennten Gruppen. "Mal nur unter Männern über Erfolge und Misserfolge des letzten Jahres zu sprechen, wird von den Männern als etwas ganz Besonderes erlebt", so Martin Treichel.

Aber auch die gemeinsamen Andachtszeiten in der Stiftskirche mit den Schwestern haben ihren Reiz. Die frühgotische Backsteinkirche mit den angrenzenden mittelalterlichen Klostergebäuden hat eine besondere spirituelle Ausstrahlung. Auf dem Gelände ist eine Atmosphäre der Ruhe und Stille zu spüren, die etwas von dem Geist und dem Leben klösterlicher Abgeschiedenheit erahnen lässt. Stift Börstel ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, das seit fast 400 Jahren Heimat eines ökumenischen Frauen-Stiftskapitels ist. Lieder und Gebete in der Tradition der Gemeinschaft von Taizé prägen die Spiritualität der Schwestern. Neben den geschlechtergetrennten Phasen mit Rück- und Ausblick praktizierten die Teilnehmenden auch Yoga und kamen über philosophische Lebensfragen gemeinsam ins Gespräch. Einen Höhepunkt stellte der reformatorische Hörweg dar. Die Teilnehmenden wanderten - mit Smartphones ausgestattet - durch die frische Schneelandschaft und hielten bei fünf Stationen inne. Dort waren Schilder platziert, auf denen Martin Luther mit Kopfhörern und Katharina von Bora mit einem QR-Code zu sehen sind. "Wenn man die QR-Codes mit dem Handy scannt, hört man kurze pointierte Beiträge mit reformatorischen Gedanken zum Thema Gleichstellung", beschreibt Nicole Richter die Idee. Sie ist die Erfinderin des reformatorischen Hörwegs und verantwortet das Projekt "G-Code", das ab 2017 an verschiedenen Orten in der EKD zu finden sein wird. In den Audios sind auch prominente KirchenvertreterInnen zu hören, so u.a. die Präses der EKvW Annette Kurschus, der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford- Strohm und die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann. Nähere Informationen unter www.g-code.de. Das nächste Genderseminar im Kloster findet vom 7.-9. Juli 2017 in Börstel statt. Vom 12.-14. Januar 2018 heißt es dann wieder "Blick zurück - nach vorn" - Eine Auszeit zu Jahresbeginn. Anmeldungen unter www.kircheundgesellschaft.de/Veranstaltungen.