Im Juli 2011 hat der Deutsche Bundestag eine Entscheidung über den Umgang mit der Präimplantationsdiagnostik (PID) gefällt. Es bleibt danach bei einem Verbot dieser Diagnostik am menschlichen Embryo, aber in Ausnahmefällen - beispielsweise bei schweren Erbkrankheiten und Chromosomenstörungen - kann eine PID gestattet werden. Bei der PID werden in-vitro befruchtete Embryonen auf Chromosomenschäden oder genetische Defekte untersucht.

In den gesellschaftlichen und politischen Beratungsprozess um die Regelung der PID hat die EKvW sich eingeschaltet und den westfälischen Bundestagsabgeordneten die Studie der landeskirchlichen Arbeitsgruppe "Ethische Fragen der Gentechnik" zu "Ethischen Überlegungen zum Umgang mit der Präimplantationsdiagnostik" aus 2003 zur Kenntnis gegeben, die die Haltung der EKvW zur PID beschreibt.

Wir lehnen eine generelle Zulassung der PID ab. Allerdings halten wir eine eng begrenzte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) in Einzelfällen für möglich. Ausnahmen wären bei schweren Erbkrankheiten oder Chromosomenstörungen denkbar. Bei Paaren, die in einer derartigen Situation stehen, haben wir Verständnis dafür, wenn sie zur Erfüllung ihres Kinderwunsches eine künstliche Befruchtung mit anschließender PID nutzen möchten.

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Die Studie "Ethische Überlegungen zum Umgang mit der Präimplantationsdiagnostik" ist als Heft 1/2003 in der Reihe "Materialien für den Dienst" erschienen.

Studie PID, 3.7 MB