Kohlekraftwerk

Die Energieversorgung der Zukunft aufzubauen ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt. Ein Projekt, das viele Akteure hat, das einen langen Atem braucht und deswegen verlässliche, politische Rahmenbedingungen benötigt. So werden viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Kommunen mit ihren Stadtwerken zukünftig selbstständige Energieproduzenten sein. Die Steigerung der Energieeffizienz, der Einsatz energiesparender Technologien, die energetische Verbesserung der Gebäudesubstanz bei Altbauten werden die Wirtschaft, die Kommunen und den Privatbereich verändern. Die sog. Energiewende muss auch von einer persönlichen Energiewende begleitet werden. Letztlich gehört unser bisheriger Lebensstil mit seinem hohen Energieverbrauch auf den Prüfstand.

Ein zielgerichtetes Handeln ist auch in NRW notwendig. NRW hat als "Energieland" eine Schlüsselstellung für den Klimaschutz in Deutschland. Die EKvW begrüßt die Initiative der Landesregierung ein Klimaschutzgesetz für NRW zu verabschieden. Die zielgerichtete Umsetzung des Gesetzes wird einen nachhaltigen Strukturwandel in NRW und den Aufbau einer leistungsfähigen "Green Economy" befördern. Dadurch können zukunftsfähige Arbeitsplätze gesichert und ausgebaut werden. Als Kirche wollen wir die Entwicklung und Umsetzung einer klimaschonenden sozialverträglichen Energieversorgung begleiten: Im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung und unseres politischen Engagements, als Mitglied in verschiedenen Bündnissen und Netzwerken, z. B. der Klima-Allianz, Klimaplattform, mit Diskurstagungen in der Evangelischen Akademie, mit Bildungsveranstaltungen aber auch mit unseren kirchlichen Klimaschutzprojekten und -kampagnen.

Die Energiewende in NRW zum Erfolg führen

In einer gemeinsamen Erklärung zeigen sich DGB NRW, BUND NRW, NABU NRW, das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche in Westfalen und die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW besorgt über die stockende Umsetzung der Energiewende. Ökologisch, ökonomisch und auch sozial seien gravierende Fehlentwicklungen zu beobachten. "Der Ausstoß von Treibhausgasen und der Energieverbrauch steigen ungebremst an", heißt es in der Erklärung.

Hier finden Sie die gemeinsame Erklärung. 

Worum geht es bei der Energiewende?

Klimaschutz ist die Grundlage für Teilhabegerechtigkeit, für faire Entwicklungschancen heutiger und nachfolgender Generationen. Ernsthafte Klimapolitik ist globale Gerechtigkeitspolitik. Eine Politik des "Weiter so!"  trifft die Ärmsten der Armen besonders hart, jene, die bis heute kaum Zugang zu Energie haben,  aber unter den Folgen des Klimawandels bereits heute leiden.

Artikel von Klaus Breyer „Wie ungerecht ist die Energiewende?“
Positionspapier der Klimaallianz Deutschland zur sozialgerechten Energiewende