Unter Fracking versteht man ein Verfahren der unkonventionellen Erdgasförderung. Dabei werden kleine Erdgasbläschen, die in Gestein eingeschlossen sind, freigesetzt und das Gas gefördert. Dafür wird ein Wasser-Sand-Gemisch, das mit - teilweise giftigen - Chemikalien versetzt ist, unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst. Durch den Druck entstehen Risse in den Gesteinsschichten und das darin gebundene Erdgas entweicht. In den USA wird dieses Verfahren schon lange angewandt. In den letzten Jahren wurde Fracking auch in Deutschland für die Erdgasindustrie attraktiv. In NRW wurde interessierten Unternehmen eine Aufsuchungserlaubnis für insgesamt ca. 18.000 km² erteilt (ca. 50 % der Landesfläche).

Für die geplante Förderung liegen bisher jedoch keine belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse über Risiken und Folgen für Umwelt und Gesundheit vor. Die EKvW befürchtet, dass die betroffenen Regionen durch das Fracking mit extremen Umweltbelastungen konfrontiert werden. Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden 2011 wurde die Kirchentagsresolution "Bewahrung der Schöpfung" verabschiedet, welche die Genehmigung des Fracking ablehnt. Das IKG begleitet dieses Themenfeld mit Tagungen, Positionspapieren und im Dialog mit der Bundes- und Landespolitik.

Fracking verbieten, Klima schützen, Energiewende voranbringen

 Breites Bündnis wendet sich an Bundestag

Die Verhandlungen über das Fracking-Regelungspaket im Bundestag, die vor der Sommerpause aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen zwischen CDU/CSU und SPD auf Eis gelegt worden sind, sollen wieder aufgenommen werden.  Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wie Kirche, Gewerkschaft, Umweltschutz und Entwicklungspolitik wenden sich an die Fraktionen im Bundestag und erinnern an die Gefahren des Fracking für die Natur, das Klima und die menschliche Gesundheit. Fracking und die Verpressung von Lagerstättenwasser können zur Verunreinigung von Boden, Trink-und Grundwasser führen; Fracking verursacht zudem einen enormen Wasser-und Flächenverbrauch. Das vorgeschlagene Rechtsänderungspaket enthält keinen ausreichenden Schutz vor diesen und anderen Gefahren des Fracking und des Umgangs mit Lagerstättenwasser. 

Brief an Fraktionsvorsitzende im Wortlaut

Länder sollen Fracking-Gesetz ablehnen

AGU unterstützt offenen Brief an Bundesrat

Sehr geehrte Ministerpräsidentinnen, sehr geehrte Ministerpräsidenten,
zeigen Sie, dass der Schutz von Grundwasser, Umwelt und Gesundheit für Sie höchste Priorität hat und schließen Sie sich dem Votum Ihrer UmweltministerInnen für ein Fracking-Verbotsgesetz in der Bundesratssitzung am 8.Mai an. In Deutschland gibt es bereits mehr als 2000 Kommunen und Gemeinden, die Fracking auf ihrem Gebiet nicht zulassen wollen. Jede Fracking-Bohrung führt zu Flächenversiegelung und zur Einschränkung der Lebensqualität der AnwohnerInnen. Der Bevölkerung werden die volkswirtschaftlichen Folgekosten einer Fördertechnik aufgebürdet, die ihr keinen Nutzen bietet. 

Download offener Brief vom 6. Mai 2015

Breite Kritik am Fracking - Regelungspaket

Schutz von Mensch, Natur und Wasser nicht gewährleistet

23.03.2015 (Berlin) – Verbände und Organisationen aus unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft haben heute, zwei Tage vor der entscheidenden Kabinettssitzung, den von der Bundesregierung vorgeschlagenen Rechtsrahmen zur Förderung von Erdöl und Erdgas durch Fracking scharf kritisiert.

Der Deutsche Naturschutzring (DNR), darunter die Umweltverbände BUND und NABU, die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AÖW), die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der Evangelischen Kirche in Deutschland (AGU), die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), das Netzwerk der Bürgerinitiativen gegen Fracking „Gegen Gasbohren“, das Umweltinstitut München und die Entwicklungsorganisation Power-Shift mahnen, dass mit den vorgelegten Regelungsentwürfen der Schutz von Mensch, Natur und Wasser nicht gewährleistet wird. Obwohl CDU/CSU und SPD in Bezug auf das Fracking-Regelungspaket betonen, den Wasser- und Gesundheitsschutz als oberste Priorität zu berücksichtigen, widersprechen die Vorschläge der Bundesregierung diesen Zielen. mehr ...

Ev. Kirche bei Anhörung zum Regelungspaket Fracking

Am 23.01.2015 nahm Dr. Gudrun Kordecki für die Evangelische Kirche in Deutschland an der Verbändeanhörung zu Fracking im Bundespresseamt in Berlin teil.
Sie mahnte die Bewahrung der Schöpfung an und wies darauf hin, dass Fracking nicht mit der Energiewende der Bundesregierung in Einklang steht.

Vor dem Bundespresseamt demonstrierten Bügerinitiativen gegen die geplante Regelung.

Stellungnahme der AGU zum "Regelungspaket Fracking"

Die AGU und der Beauftragte für Umweltfragen des Rates der EKD haben über den Bevollmächtigten des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union ihre Stellungnahme zum Regelungsentwurf "Fracking" vorgelegt.

Im Begleitschreiben zur Stellungnahme heißt es unter anderem: Die Analyse des geplanten Regelungspaketes in der beigefügten Stellungnahme zeigt, an welchen Punkten es nicht die im sogenannten Eckpunktepapier angekündigte strenge Regulierung der unkonventionellen Erdgasförderung mit Hilfe des Fracking-Verfahrens erfüllt. Auch bleiben wesentliche Aspekte der in den kirchlichen Beschlüssen enthaltenen Kritik am Fracking-Verfahren unbeantwortet.
Begleitbrief des Ratsbeauftragten bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Dr. Martin Dutzmann
Stellungnahme der AGU von Dr Gudrun Kordecki, Dr. Judith Kuhn, Prof. Dr. Hans Diefenbacher vom 20.01.2015

Landessynode der EKvW gegen Fracking

Bielefeld, 20.11.2014
Beim jetzigen Erkenntnisstand spricht sich die Landessynode erneut gegen jede Form des Frackings zur Förderung von unkonventionellem Erdgas aus. Mit Sorge verfolgt die Landessynode politische Initiativen auf Bundesebene, Fracking in Deutschland zu ermöglichen.Die Landessynode fordert die Bundesregierung und den Bundestag auf, ein Gesetzesvorhaben einzuleiten, mit dem Ziel, das Fracking zur Förderung von unkonventionellem Erdgas unter den gegebenen Bedingungen und Erkenntnissen zu verbieten.

Der vollständige Beschluss im Wortlaut

EKD-Synode für strenge Regulierung von Fracking

Dresden, 12.11.2014
Die Synode bittet den Rat der EKD, die Bundesregierung aufzufordern, die im Juli 2014 in einem Eckpunktepapier angekündigten Gesetzesvorhaben zur strengen Regulierung von Fracking ("hydraulic fracturing") einzuleiten.
Die Synode erwartet, dass bis zum Inkrafttreten des Gesetzes kein Fracking durchgeführt wird. Die Synode teilt die Auffassung, dass sowohl wissenschaftliche wie auch kommerzielle Fracks einer sorgfältigen Regulierung zu unterwerfen sind.

Der vollständige Beschluss im Wortlaut

Beschluss gegen Fracking im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen

14.06.2014. Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen sieht mit Sorge die aktuellen Entwicklungen zur unkonventionellen Gasgewinnung durch hydraulic fracturing ("Fracking"). Da es ein Prinzip christlicher Ethik ist, auf Techniken zu verzichten, deren Folgen unabsehbar sind und deren Anwendung durch menschliches Versagen und Missbrauch zu unüberschaubaren und irreversiblen Folgeschäden an der Schöpfung führen können, spricht sich die Kreissynode in Anlehnung an ihren Beschluss vom November 2011 gegen jeden Einsatz dieser Technologie aus.

Sie stellt sich damit an die Seite der vielen Menschen in NRW und in Deutschland, die der Fracking-Technologie unter den derzeitigen Bedingungen aus Sorge um ihre Gesundheit und aus Gründen des Umweltschutzes ebenfalls kritisch gegenüber stehen.

Die Kreissynode verkennt nicht, dass der Einsatz von Erdgas für die Energieversorgung in den nächsten Jahren nötig ist, erinnert aber daran, dass für eine zukunftsfähige Entwicklung primär der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Erhöhung der Energieeffizienz sowie das Energiesparen wichtig sind.

www.kirchenkreis-re.de

Auf Technik verzichten, deren Folgen nicht abzusehen sind

Umweltexperten der Evangelischen Kirchen in NRW lehnen Fracking weiter ab

27.03.2014 Die Wiederbelebung der Fracking-Debatte in NRW durch Politik und Wirtschaft angesichts der Krim-Krise halten Umweltfachleute aus der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Lippischen Landeskirche für ein falsches Signal. "Alle in den letzten Jahren vorgelegten wissenschaftlichen Gutachten weisen ausdrücklich auf gravierende Wissenslücken zu den Auswirkungen der Fracking-Technologie hin", betont Dr. Gudrun Kordecki, Chemikerin im Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW.

Besonders die Auswirkungen der eingesetzten Chemiecocktails sind weitgehend unerforscht. "Bevor nicht die wissenschaftliche Faktenlage zu dieser Technologie eine umfassende Beurteilung zulässt, erübrigt sich jede Diskussion über den Bau einer Fracking-Pilotanlage im Industriemaßstab, die jetzt von mehreren Politikern vorgeschlagen wird", so Kordecki weiter.
Schon 2011 hieß es in einer kirchlichen Stellungnahme zu Fracking: "Ein wichtiges Prinzip christlicher Ethik ist es, auf Techniken zu verzichten, deren Folgen unabsehbar sind und deren Anwendung durch menschliches Versagen und Missbrauch zu unüberschaubaren und irreversiblen Folgeschäden führen können."
Inzwischen liegen Beschlüsse der Landessynoden der EKvW und der EKiR vor, die sich eindeutig gegen den Einsatz des Frackings aussprechen.
"Der Schutz des Trinkwassers und der Heilquellen ist eine umfassende Aufgabe, die insbesondere im bevölkerungsreichen Bundesland NRW oberste Priorität haben muss", unterstreicht Heinrich Mühlenmeier, Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche. Die intensiven Bergbauaktivitäten in NRW hätten den geologischen Untergrund bereits gestört, so dass Erdgasförderungen mit Hilfe von Fracking einer besonders sorgfältigen Prüfung bedürften. "Daher treten wir für eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für alle Aktivitäten im Kontext von Fracking ein", so Mühlenmeier.
Richard Brand, Referent für Umwelt, Klima, Energie im Landeskirchenamt der EKiR in Düsseldorf, kritisiert, dass die Krim-Krise als Anlass genommen werde, um das bestehende Moratorium in NRW in Frage zu stellen und den Einstieg in das Fracking zu legitimieren. "Für die Energiewende in Deutschland wird Fracking keinen nennenswerten Beitrag leisten können, weder kurzfristig noch langfristig", so Brand.
Dr. Judith Kuhn, Referentin für Klima- und Energiepolitik im Institut für Kirche und Gesellschaft, weist darauf hin, dass die Förderung von Schiefergas in Deutschland weder die Energiepreise senken noch einen substantiellen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten können werde. Die Erfahrungen in den USA zeigten, dass die förderfähigen Gasvorkommen dort viel zu hoch eingeschätzt worden seien. In Deutschland seien die Vorkommen - gemessen am Gasbedarf - eher gering. Außerdem machten die hohen Förderkosten die kommerzielle Nutzung auf absehbare Zeit unwahrscheinlich. "Aus unserer kirchlichen Sicht halten wir es für wesentlich wichtiger, die Erneuerbaren Energien konsequent auszubauen sowie die Energieeffizienz zu erhöhen und verstärkt Energie einzusparen", so Kuhn.

Verantwortlich:
Richard Brand, 0211/4562 516, richard.brand(at)ekir-lka.de
Dr. Gudrun Kordecki, 02304/755 330, gudrun.kordecki(at)kircheundgesellschaft.de
Dr. Judith Kuhn, 02304/755 333, judith.kuhn(at)kircheundgesellschaft.de
Heinrich Mühlenmeier, 05222/805146, umwelt(at)lippische-landeskirche.de

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Kirchliche Umweltbeauftragte für Moratorium beim Fracking

Ansicht eines Fracking-Bohrplatzes in den USA

Hannover, 05.03.2013 (epd). In der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) stößt der Vorschlag der Bundesregierung zur Zulassung des Fracking-Verfahrens in Deutschland unter bestimmten Bedingungen auf Widerspruch. Derzeit sei völlig unklar, ob eine gefahrlose Anwendung der Technologie zur Förderung von Schiefergas möglich sei, heißt es in einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Umweltbeauftragten, die am Dienstag in Hannover veröffentlicht wurde. Darin fordern die kirchlichen Beauftragten ein bundesweites Moratorium für die umstrittene Fördertechnik.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatten sich Ende Februar auf Regeln für die Schiefergasförderung verständigt. Danach sollen Tiefenbohrungen zur Erschließung von Erdgasquellen in Wasserschutzgebieten verboten und für die übrigen Fälle eine Prüfung der Umweltverträglichkeit vorgeschrieben werden.

Diesem Vorschlag halten die kirchlichen Beauftragten entgegen, der Schutz des Trinkwassers könnte allein mit einem Fracking-Verbot in Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebieten nicht gewährleistet werden. In der Stellungnahme erinnern die Beauftragten auch an das ethische Prinzip, auf Techniken zu verzichten, deren Folgen unabsehbar seien und deren Anwendung durch menschliches Versagen und Missbrauch zu unüberschaubaren Folgeschäden führen könnten.

Während des Moratoriums sollten Erkenntnislücken über die Auswirkungen des Einsatzes von Chemikalien bei dieser Fördermethode geschlossen werden, empfehlen die evangelischen Umweltexperten. Wenn sich dabei zeige, dass die Fracking-Technologie ohne Gefahren für Umwelt und Gesundheit eingesetzt werden könne und Deutschland noch Bedarf an neuen Erdgas-Vorkommen habe, könnte erneut eine Zulassung erwogen werden. "Frankreich ist mit seinem Verbot von Fracking genau diesen Weg gegangen", argumentieren die Umweltbeauftragten.

Skeptisch äußern sich die Umweltbeauftragten zudem über das Potenzial der Erdgasquellen. Die Erfahrungen in den USA zeigten, dass Prognosen das tatsächlich förderbare Gasvolumen weit überschätzt hätten. Der anfängliche "Gasrausch" mache inzwischen einer weitgehenden Ernüchterung Platz. Belastbare Angaben zu den in Deutschland zu erwartenden Gasmengen lägen nicht vor. Sie sollten künftigen Generationen als Notreserve überlassen werden, empfehlen die Beauftragten.

Stellungnahme der Umweltbeauftragten im Wortlaut

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Nein zum Fracking: Präses Kurschus unterstützt Landesregierung

Position der Evangelischen Kirche von Westfalen bestätigt

Westfalen/Bielefeld. Die westfälische Präses Annette Kurschus begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, vorerst keine Genehmigungen für Fracking zu erteilen. „Ich bin sehr erleichtert, dass die Landesregierung konsequent auf die Risikogutachten reagiert, erklärte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) am Dienstag (11.09.) in Bielefeld.

Die Regierung Nordrhein-Westfalens bestätigte damit die Position der EKvW. Deren höchstes Leitungsgremium, die Landessynode, hatte bereits 2011 alle Bestrebungen abgelehnt, „nach Schiefer-Gasvorkommen zu suchen und diese durch Fracking zu erschließen. Sie sieht in der jetzt angewandten Methode einen unzumutbaren Eingriff in die Natur und insbesondere eine extreme Gefährdung der Ressource Wasser.
Fracking ist eine Methode der Erdgasförderung, bei der unter hohem Druck große Mengen Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst werden. Dadurch wird das Gestein gesprengt und eingeschlossenes Erdgas freigesetzt.
Etwa zeitgleich wurden zwei Gutachten veröffentlicht: Das eine war vom Umwelt- und Wirtschaftsministerium NRW in Auftrag gegeben, das andere vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht. Beide Gutachten stellen fest, dass nicht genügend Informationen über die eingesetzten Chemikalien vorliegen. Auch die Auswirkungen des Fracking auf den Untergrund könnten nicht abgeschätzt werden. Daher sollte Fracking nach Empfehlung der Gutachter in Wasserschutzgebieten und bei Heilquellen grundsätzlich verboten werden.
Die Synode der EKvW hatte die Bundesregierung aufgefordert, „eine grundlegende Reform des veralteten Bundesberggesetzes einzuleiten und dabei eine Umweltverträglichkeitsprüfung für Fracking verbindlich vorzuschreiben. Diese Aufforderung hat Präses Kurschus jetzt bekräftigt. Sie unterstützt die Landesregierung in ihrem Ziel, die weitere Vorgehensweise in NRW in einem transparenten Prozess im Gespräch mit interessierten Kreisen zu erörtern. „Die EKvW ist bereit, sich an einem ergebnisoffenen Dialogprozess zu beteiligen, so Kurschus.

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Kreissynode Arnsberg gegen Fracking

Die Kreissynode in Arnsberg hat am 23. Juni 2012 eine Resolution zur unkonventionellen Erdgasförderung verabschiedet.

Die Kreissynode Arnsberg lehnt unter den gegenwärtigen Bedingungen alle Bestrebungen ab, nach Schiefer-Gasvorkommen zu suchen und diese durch "Fracking" zu erschließen. Sie fordert die Landesregierung NRW auf, Aufsuchungsgenehmigungen und Probebohrungen zur Erkundung der Schiefergasvorräte im Hochsauerland und in Nordrhein-Westfalen zu verhindern, auch für den Fall, dass das für Sommer und Herbst 2012 von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten ergeben sollte, dass Fracking riskant aber machbar sei.

Die Evangelische Kirche im Ev. Kirchenkreis Arnsberg unterstützt die Bemühungen der Bürgerinitiative gegen Gasbohren im Hochsauerland und lädt alle gesellschaftspolitischen Kräfte ein, sich an Aktionen und Stellungnahmen, die diesen Bereich betreffen, zu beteiligen.  

Wortlaut der Resolution

Gemeinsam stoppen wir Fracking!

Neue Kampagne: Die rote Hand!

Die Initiativen „Gegen Gasbohren”, die sich gegen unkonventionelle Erdgasförderung und den Folgen des weltweit umstrittenen „Frackings” wehren, haben eine neue Kampagne gestartet: “Weder hier noch anderswo” mit dem Symbol der „roten Hand“.

Sie soll zum Ausdruck bringen: STOPP - hier ist die unkonventionelle Erdgasförderung nicht erwünscht.

Eine Liste des breiten gesellschaftlichen Bündnisses findet man unter:

http://www.gegen-gasbohren.de/

Das Schild mit der “roten Hand” kann zum Selbstkostenpreis von 9,50 € (groß mit Metallständer) oder 4,50 € (klein, ohne Metallständer) in allen Filialen der Landbäckerei Elshoff erworben werden. Hier liegen auch Bestelllisten aus, falls gerade keine roten Hände vorrätig sind.

Schablonen zum Selbermachen und weitere Informationen findet man auch unter Facebook: https://www.facebook.com/weder.hier.noch.anderswo
oder unter: www.weder-hier-noch-anderswo.de

Das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen unterstützt diese Aktion.

Kreissynode Recklinghausen gegen Fracking

Vorrang für Umwelt- und Gesundheitsschutz: Kein "Fracking" in Deutschland!

Beschluss 113/2008 – 2012, 19.11.2011:
Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen macht sich die Stellungnahme der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Landessynode zur unkonventionellen Gasgewinnung durch hydraulic fracturing ("Fracking") zu Eigen.
Die Kreissynode lehnt unter den gegenwärtigen Bedingungen alle Bestrebungen ab, nach Schiefer-Gasvorkommen zu suchen und diese durch "Fracking" zu erschließen.
Sie fordert die Bundesregierung auf, eine grundlegende Form des veralteten Bundesberggesetzes einzuleiten. Dabei ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung für "Fracking" verbindlich vorzuschreiben.
Darüber hinaus sollte das Bergrecht eine angemessene Bürgerbeteiligung enthalten und für transparente und ergebnisoffene Genehmigungsverfahren sorgen.
Wir bitten den Deutschen Bundestag, auch den Weg des französischen Parlaments zu prüfen, "Fracking" vorerst ganz zu verbieten.
Die Evangelische Kirche im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen lädt alle gesellschaftspolitischen Kräfte ein, sich an allen Aktionen und Stellungnahmen, die diesen Bereich betreffen, zu beteiligen.
- einstimmig -

Synode gegen Fracking

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) lehnt Fracking als Methode zur Erdgasgewinnung ab. Die Landessynode als höchstes Entscheidungsgremium hat den Bestrebungen, nach unkonventionellen Gasvorkommen zu suchen und diese durch das sogenannte hydraulic fracturing (Fracking) zu erschließen, am Freitag (18.11.) eine klare Absage erteilt. In Deutschland solle wie in Frankreich ein konsequentes Fracking-Verbot gelten.

EKvW gegen Fracking

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) lehnt Fracking als Methode zur Erdgasgewinnung unter den heutigen Bedingungen ab. Die Kirchenleitung hat den Bestrebungen, „nach unkonventionellen Gasvorkommen zu suchen und diese durch das sogenannte hydraulic fracturing (Fracking) zu erschließen“, im September 2011 eine klare Absage erteilt.

Fracking setzt im Gestein eingeschlossenes Erdgas frei. Dazu wird ein Wasser-Sand-Gemisch mit teilweise giftigen Chemikalien unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst. Diese Technik birgt Gefahren für die Gesundheit, wie Störfälle in den USA zeigen.

Wasser und Boden können verunreinigt werden

Die vom Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW erarbeitete Stellungnahme nennt unter anderem folgende Risiken: Die Fracking-Flüssigkeit kann Wasser und Boden mit Säuren, krebserregenden Verbindungen und anderen Giften verunreinigen; Schwermetalle und radioaktive Verbindungen aus dem Gestein gelangen an die Oberfläche. Die Methode verbraucht viel mehr Fläche als die konventionelle Gasförderung. Auch fallen große Mengen an Abwasser an, dessen Reinigung nicht in herkömmlichen Kläranlagen erfolgen kann. Im Übrigen entstehen mehr Treibhausgase als bei der Förderung und Verbrennung von Kohle.

Objektive Umweltverträglichkeitsprüfung muss her

Dr. Manfred Scholle, Mitglied der Kirchenleitung und Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG: „So lange die Probleme von Trinkwasser und Entwässerung nicht gelöst sind, wehren wir uns massiv gegen diese Technik. Denken wir an die Ruhr und den Halterer Stausee, die zusammen Trinkwasser für fünf Millionen Menschen liefern. Ohne eine objektive Umweltverträglichkeitsprüfung wäre Fracking unverantwortlich.“ Präses Alfred Buß ergänzt: „Die Betreiber müssen sich fragen lassen, warum sie nicht freiwillig solche Prüfungen zulassen, warum sie nicht freiwillig Wassereinzugsgebiete aussparen wollen. Da sie dies nicht tun, muss der Gesetzgeber Entsprechendes veranlassen.“

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Termine

Podiumsdiskussion zu Fracking

Fracking - Fakten und Positionen zu einer umstrittenen Methode der Energiegewinnung

8.4.2016, Nordwalde
Der kfd-Diözesanverband Münster e. V. lädt zu einer Podiumsdiskussion nach Nordwalde ein, einer von Frackingvorhaben betroffenen Gemeinde im Münsterland. Vertreterinnen aus der Politik, der katholischen und evangelischen Kirche, aus Bürgerinitiativen sowie Betroffene aus anderen Regionen beziehen Position, tauschen sich aus und diskutieren mit dem Publikum.

Flyer der Veranstaltung

Downloads

Fracking im globalen Süden

Neue Information von Brot für die Welt

Um den Energiebedarf auch in Zukunft stillen zu können, gewinnt neben den erneuerbaren Energien die Ausbeutung unkonventioneller Erdöl- und Erdgasvorkommen an Bedeutung. Besonders Schiefergas erlebt seit längerer Zeit einen Boom, allen voran in den USA. Neben Europa und Nordamerika kommt Schiefergas in zahlreichen Ländern vor, auch in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die Broschüre ist als Download erhältlich sowie als Printexemplar.

Kirchliche Stellungnahmen zu Fracking
Die EKD-Synode, mehrere Landeskirchen, ein Bistum, sowie die Ev. Frauenhilfe haben kritische Beschlüsse gefasst bzw. Stellungnahmen abgegeben.

Kirchliche Beschlüsse zu Fracking

Karte der Landeskirchen mit Beschlüssen zu Fracking

Arbeitshilfe zu Fracking

Die Arbeitshilfe "Unkonventionelle Erdgasförderung" stellt das Erschließungsverfahren "hydraulic fracturing" vor, gibt einen Überblick über Regionen, in denen Fracking durchgeführt werden soll und stellt die derzeit geltende Rechtlage dar. Mögliche Umweltrisiken werden beschrieben.

Pressemeldung zur Stellungnahme der Landeskirche zum Thema Fracking

Auf dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden 2011 wurde eine Resolution gegen die Förderung von unkonventionellen Gasvorkommen verabschiedet.

Kirchentagsresolution "Bewahrung der Schöpfung"