stillgelegter Siedewasserreaktor Würgassen. Foto: U. Krebs

25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl hat uns die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima vor Augen geführt: Die Energiegewinnung mittels Kernenergie ist eine letztlich nicht beherrschbare Technologie und sollte schnellstmöglich aufgegeben werden. Die unabsehbaren Risiken der Kernenergie resultieren aus verschiedenen Problemlagen. Bereits Uranabbau und -anreicherung stellen ein enormes Risiko für die Bevölkerung vor Ort dar. Neben den nicht auszuschließenden Störfällen mit ihren u.U. katastrophalen Auswirkungen und dem mangelnden Schutz von Kraftwerken vor terroristischen Anschlägen stellt sich die Frage nach der sicheren Entsorgung von Atommüll. Hinzu kommt, dass sich die zivile kaum von der militärischen Nutzung der Atomkraft trennen lässt.

Die EKvW setzt sich seit langem für den möglichst schnellen Ausstieg aus der nuklearen Energiegewinnung ein. Bereits 1986 stellte die Landessynode der EKvW zur zivilen Nutzung der Kernenergie fest, dass die weitere Nutzung der Kernenergie zu unserer Energieversorgung mit dem uns gegebenen Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, nicht zu vereinbaren ist. Die EKvW begrüßt die Rücknahme der Laufzeitverlängerung von deutschen Atomkraftwerken und setzt sich aktiv für den Aufbau einer zukunftsfähigen, klimaschonenden Energieversorgung ein. Das IKG begleitet diesen Prozess mit Positionspapieren, Tagungen, zivilgesellschaftlicher Netzwerkarbeit sowie im Dialog mit der Bundes- und Landespolitik.

Downloads

Kirchentagsresolution "Energie für das Leben" 2011

Frankfurter Erklärung der Klima-Allianz "Zäsur für die Energiepolitik - wir brauchen ein neues Energiepaket für Deutschland", März 2011

Brief an Norbert Röttgen März 2011

Stellungnahme von Präses Alfred Buß zu Fukushima, März 2011

Synodenbeschluss 2010 "Energiekonzept der Bundesregierung"

20 Jahre Tschernobyl

Texte und Beschlüsse zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe

Materialien für den Dienst 1/2006, 455 KB