Eine ambitionierte Klimapolitik ist zum einen notwendig, um die Auswirkungen des Klimawandels möglichst gering zu halten. Zum anderen muss die Anpassung an bereits eingetretene Veränderungen gewährleistet werden. Da es sich um eine globale Herausforderung handelt, ist es wichtig, dass Lösungen auf sämtlichen politischen Ebenen gefunden werden. Der Erhalt der Lebensgrundlagen auch für nachfolgende Generationen muss dabei oberstes Ziel sein. Die EKvW engagiert sich auf allen Ebenen für eine verantwortungsvolle Klimapolitik. In NRW unterstützt sie die Entwicklung und Umsetzung des Klimaschutzplans auf Landesebene. Auf Bundesebene setzte sie sich für ein verbindliches Klimaschutzgesetz ein. Im Zuge der internationalen Klimaverhandlungen spricht sie sich für ein anspruchsvolles Folgeabkommen des Kyoto-Protokolls aus. Wichtig ist ihr dabei die Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Gruppen in der Klima-Allianz.

Die Klima-Allianz Deutschland, das gesellschaftliche Bündnis für Klimaschutz, wurde von der  EKvW mitinitiiert. Hier engagieren wir uns gemeinsam mit Umwelt- und Entwicklungsverbänden, Gewerkschaften und Landeskirchen für einen ehrgeizigen Klimaschutz und eine konsequente Politik.

In der von der EKvW initiierten und koordinierten entwicklungspolitischen Klimaplattform der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke engagieren sich die EKvW, die Vereinte Evangelische Mission (VEM) mit Brot für die Welt, evangelischem Entwicklungsdienst u.a. für Klimagerechtigkeit.

 

 

3. Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

In diesem Jahr (9.9. – 9.12.2018) pilgert eine wechselnde, ökumenische Gruppe von Bonn (COP23) über Düsseldorf, Hannover, Dresden und Cottbus nach Berlin und weiter nach Katowice (COP24). Dort werden ab dem 3. Dezember die Spielregeln für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verhandelt. Die Ambitionen der Staaten in ihren Klimaanstrengungen müssen deutlich erhöht werden: Bisher bewegen wir uns mit den Selbstverpflichtungen der Staaten auf eine 3 Grad Celsius wärmere Welt zu. Es ist unabdingbar, dass wir einen Ausstieg aus dem Verbrennen der fossilen Energien & einen menschengerechten Umgang mit klimabedingten Schäden, Vertreibung und Migration brauchen.

Weitere Infos unter: https://www.klimapilgern.de/

Deutschland verpasst Klimaziel

Deutschland wird seinen CO2-Ausstoß bis 2020 nicht wie geplant um 40 Prozent reduzieren. Es verfehlt sein Klimaschutzziel noch deutlicher als gedacht. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass ohne "Nachsteuerung" bis 2020 bestenfalls ein Minus von 32,5 Prozent zu erwarten; schlimmstenfalls würden die Emissionen nur um 31,7 Prozent sinken. Weiter Informationen finden sich im Klimaschutzbericht 2017 des BMU.

 

 

Klimaschutzplan NRW verabschiedet

Am 17.12.2015 hat der NRW-Landtag den ersten Klimaschutzplan Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Auch die EKvW hat sich intensiv in den dazugehörigen Beteiligungsprozess eingebracht und wird nun die Umsetzung aufmerksam verfolgen.

Der Klimaschutzplan und weitere Informationen sind abrufbar unter:
www.klimaschutz.nrw.de

Expertin im IKG:
Dr. Judith Kuhn
0 23 04 / 755 333
judith.kuhn(at)kircheundgesellschaft.de

Rückblick auf Paris

Im Dezember 2015 einigten sich auf dem Klimagipfel in Paris erstmals  195 Staaten auf ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen, das Verpflichtungen für alle enthält. Eine Analyse der wichtigsten Ergebnisse des Klimagipfels, die Darstellung des Paris-Abkommens und einen Ausblick auf die nächsten klima- und energiepolitischen Schritte auf internationaler Ebene finden sich in einem Hintergrundpapier von Germanwatch unter: https://germanwatch.org/de/11492

EU-Projekt für eine klimafreundliche Gesellschaft erfolgreich abgeschlossen

Das Projekt R&Dialogue hat in zehn europäischen Ländern einen Dialog über Wege nachhaltiger Energieerzeugung zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft geführt. Beteiligt war auch das Institut für Kirche und Gesellschaft. Die Ergebnisse des Dialogs finden sich unter: http://www.rndialogue.eu/index.php