Der Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, gehört zum Kernbestand der jüdisch-christlichen Überlieferung. Wenn unsere Kirche den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung weitergibt, wird sie gefragt, ob sie selbst diesem Ziel genügt. Für ihre Glaubwürdigkeit ist es deswegen unerlässlich, Klimaschutz nicht nur einzufordern, sondern auch selbst aktiv dazu beizutragen. "Glaubwürdig handeln" und "Position beziehen" - dies sind die beiden Säulen des kirchlichen Klimaschutzengagements.

Die Synode der EKD hat 2008 beschlossen, der Schöpfungsverantwortung in der EKD einen gewichtigeren Platz einzuräumen. Nach dem "Beschluss zur Schöpfungsverantwortung" sollen die Gliedkirchen bis 2015 eine Reduktion ihrer CO2 -Emissionen um 25 % - gemessen am Basisjahr 2005 - vornehmen.

Die EKvW engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die Bewahrung der Schöpfung und für den Klimaschutz. 2008 hat sie den wichtigen Beschluss gefasst, den Klimaschutz innerhalb der Landeskirche voranzubringen. Sie beschloss ein eigenes Klimaschutzkonzept "Klimaschutz EKvW 2020" für die Landeskirche zu entwickeln, um ihre CO2 -Emissionen bis 2020 um 40 % zu reduzieren (Basisjahr 1990). Dafür fordert sie ihre Kirchengemeinden und -kreise, Ämter, Einrichtungen und Werke auf, sich stärker für den Klimaschutz zu engagieren. Klima- und Ressourcenschutz sollen weiterhin durch das kirchliche Umweltmanagementsystem "Der Grüne Hahn" gestärkt und die öko-faire Beschaffung kirchlicher Einrichtungen im Projekt "Zukunft einkaufen" weiter voran gebracht werden. Außerdem entwickelt die EKvW mit "Mission Klima retten - powered by heaven" eine Klimaschutzkampagne für Jugendliche und engagiert sich im ökumenischen Netzwerk Frauen für Klimagerechtigkeit.

Sonnentag 2012

Aktion der AGU für Kitas zum Tag der Nachhaltigkeit 4. Juni 2012

Der Rat für nachhaltige Entwicklung hat für den 4. Juni 2012 einen "Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit" ausgerufen und lädt Organisationen und Gruppen dazu ein, sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen. Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) ruft hiermit Kitas dazu auf, einen „Sonnentag“ in ihrer Einrichtung durchzuführen und sich so mit einem eigenen Projekt am Tag der Nachhaltigkeit zu beteiligen.

Vorschläge für den Sonnentag finden Sie in der Broschüre "Sonnentag 2012" (1.7 MB)

Der Aufruf zum Sonnentag enthält alle wichtigen Informationen.

Infos zum Tag der Nachhaltigkeit und Registrierung des eigenen Sonnentages als Projekt für den 4. Juni.

Klima-Kollekte

Der kirchliche Kompensationsfonds

Das Wichtigste für den Klimaschutz ist es, Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Doch nicht alle Aktivitäten, die Treibhausgase verursachen, können - zumal kurzfristig - eingestellt werden. Mit der Klima-Kollekte - dem kirchlichem Kompensationsfonds - können diese nicht vermeidbaren Emissionen ausgeglichen werden.
Auf www.klima-kollekte.de kann berechnet werden, wie viele Tonnen CO2 verursacht wurden, z. B. durch Autofahrten, Flüge, Strom- und Heizenergieverbrauch, Veranstaltungen. Diese Menge an CO2 wird ausgeglichen, indem kirchliche Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern und Ländern Osteuropas finanziert werden. Ein Beispiel: Ein Hin- und Rückflug Dortmund - Rom verursacht ca. 0,62 t CO2. Dafür würden 14 Euro in den Fonds eingezahlt werden. Mit Mitteln des Fonds werden z. B. Biogasanlagen in Indien, energieeffiziente Kocher in Südafrika finanziert. Diese Projekte entsprechen höchsten Standards. Größere Projekte werden nach dem strengen "Gold Standard"-Verfahren zertifiziert, Kleinstprojekte in enger Anlehnung an diesen Standard.

Umkehr zum Leben

Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels

Die Herausforderungen, vor die der Klimawandel Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche stellt, sind gewaltig. Es geht um das Überleben vieler und ein würdiges Leben aller Menschen. Dabei geht es im Kern um die Frage, wie wirtschaftliche Interessen, die grundlegenden Lebensbedürfnisse einer wachsenden Zahl von Menschen, die Rechte zukünftiger Generationen und die Erhaltung der natürlichen Ressourcen miteinander in Einklang gebracht werden können.
Die Denkschrift der EKD will einen Beitrag zu dieser Debatte leisten. Der Rat der EKD legt sie der Öffentlichkeit in dem Bewußtsein vor, dass die Kirchen in dieser Frage unmittelbar in der Verantwortung stehen.
Die Denkschrift möchte weiterhin zum Nachdenken über einen nachhaltigen Lebensstil und über nachhaltiges Wirtschaften im globalen Maßstab einladen und zu entsprechendem Handeln ermutigen. Die Größe der dafür notwendigen Schritte ist den AutorInnen bewußt. Auf sie deutet der Titel dieser Denkschrift hin: Umkehr zum Leben.

Download der Denkschrift "Umkehr zum Leben"

Downloads

Klimaschutz in der EKvW

Wir nehmen Verantwortung wahr
Informationen zu den Aktivitäten der EKvW

Flyer, 1 MB

Synodenbeschluss EKvW 2010

EKvW Synodenbeschluss 2010 "Energiekonzept der Bundesregierung"

Klimaschutz und Kirchen

Anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen stellte der Umweltbeauftragte der EKD eine Übersicht über Klimaschutzaktivitäten zusammen. Den Überblick über die Klimaschutzaktivitäten von 2009 bekommen Sie hier

Energiesparen in Kirchengemeinden

Energiesparen in Kirchengemeinden. Ein Leitfaden der Energieagentur NRW von 2006

Leitfaden, 2 MB