Kirche im ländlichen Raum

Viele Kirchenkreise der  Evangelischen Kirche von Westfalen sind ländlich geprägt.
Das Leben der Menschen und der Gemeinden auf dem Land verändert sich spürbar. Der demografische Wandel macht sich unter anderem bemerkbar in der Ausdünnung der Infrastruktur vor Ort oder auch im Wegzug jüngerer Menschen. Für die Gemeinden heißt das, dass die Zuständigkeitsbereiche für Pfarrer und Pfarrerinnen  größer werden und die Belastungen für haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitende  entsprechend steigen.
Zugleich ist der ländliche Raum ein wesentlicher Ort der Energiewende, ist ein bedeutender Erholungsraum, ein Raum für die Erfahrung der guten Schöpfung und nicht zuletzt Lebensraum für Menschen, die unmittelbar oder mittelbar von der Landwirtschaft leben. Die Begleitung  einer nachhaltigen und familiengetragenen  Landwirtschaft ist für die Evangelische Kirche von Westfalen wichtig. Ebenso stehen wir für eine, am Wohl der Tiere orientierten, Tierhaltung ein und fördern den Diskurs um eine theologisch fundierte Tier-Ethik.

Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel schärfen

Präses Dr. h.c. Annette Kurschus, WLV-Vize Präsident
Wilhelm Brüggemeier und Michael Krause,
Superintendent des Kirchenkreises Herford, Foto: EKvW

Landeskirche und Bauernverband feierten gemeinsam Erntedank

Ein respektvoller Blick auf die Gaben Gottes und die Verantwortung für kommende Generationen sind das gemeinsame Anliegen von Kirche und Landwirtschaft. Das wurde deutlich bei einer Veranstaltung zum Erntedank am Freitagabend (4.10.), zu der die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) zusammen nach Herford-Elverdissen eingeladen hatten.

„Es ist unbedingt nötig, dass wir von Ihren Problemen erfahren. Und dass Sie uns sagen, wo Sie uns an Ihrer Seite brauchen“, ließ Präses Dr. h. c. Annette Kurschus die zahlreich erschienenen Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaft wissen. Deshalb „sollten wir weniger übereinander, sondern mehr miteinander sprechen“, so die leitende Theologin der EKvW. Genau das geschah an diesem Abend. Die Bewahrung der Schöpfung sei für die Kirchen seit Jahrzehnten ein zentrales Thema. „Wir waren schon frühzeitig auf dieser Spur, und es hat sich gelohnt, dass wir konsequent dran geblieben sind.“ Denn es gehe um Verantwortung auch für die nachfolgenden Generationen, so die Präses.

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Wie unsere Lust auf Fleisch die Welt hungern lässt

Männerkreis Lotte diskutiert Welternährung

Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Es hungern weiterhin 800 Millionen Menschen. Wie kann die Welternährung langfristig sichergestellt werden? Ist es da nicht naheliegend, dass dies nur mit High Tech Landwirtschaft und weiterer Ertragssteigerungen möglich ist? Oder gibt es gangbare Alternativen dazu, wie ein standortgerechter und ressourcenschonender Anbau und die Umstellung der Ernährung? Beim Männerkreis in Lotte wurde das Thema nach einem Impulsreferat von Dirk Hillerkus kontrovers diskutiert.

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Regionale Entwicklung unter geänderten Vorzeichen

Vom 22.03-23.03.2018 fand in Haus Villigst die Tagung zum Thema ,,Regionale Entwicklung unter geänderten Vorzeichen" statt. Hierzu haben wir für Sie einige interessanten Handouts und Dokumentationen zum Download bereitgestellt:

 

 

Zukunftsfähige Mobilität in ländlichen Räumen

Gesundheitsvorsorge in ländlichen Räumen

Ländliche Mobilität

Gesundheit in der ländlichen Planung stärken

digitale Dörfer

"LandEi mobil"

Optimierung der medizinischen Grundversorgung in ländlichen Bereichen

E-ifel mobil

"Auf dem Land wird angepackt"

Das Netzwerk „Kirche im ländlichen Raum der EKvW“ ist mit dem ersten Werkstatt-Tag am 21.05.2015 erfolgreich gestartet.

Mit dem "Werkstatt-Tag Kirche in ländlichen Räumen" bot die Evangelische Kirche von Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kirche und Gesellschaft zum ersten Mal eine Plattform zum Austausch der ländlich geprägten Gemeinden an.
Die Herausforderungen sind groß, denn der demografische Wandel trifft die ländlichen Regionen besonders hart. Gemeindefusionen, Abwanderungen gerade jüngerer Ehrenamtlicher und in Folge dessen nicht selten Überlastungen der Haupt- und Ehrenamtlichen sind einige Stichworte zur Situation, über die sich die 40 VertreterInnen von Kirchenkreisen und Gemeinden austauschten. Aber die ländlichen Regionen sind auch immer "Anpack-Regionen, in den das bürgerschaftliche Engagement ganz selbstverständlich zum Alltag gehört", stellt Prof. Dr. Henkel, Fachmann für Dorfentwicklung und einer der Referenten fest. Deswegen ist er hoffnungsvoll, dass die Dörfer auch in Zukunft nicht aussterben werden.
Die Strukturen unserer Kirche müssen allerdings dringend der veränderten Situation angepasst werden. „Gerade angesichts der neuen Medien, in denen sich junge Menschen selbstverständlich bewegen, braucht es neue, flexiblere Formen über die traditionelle Ortsgemeinde hinaus, um das Evangelium zu kommunizieren", ergänzt der Münsteraner Theologe Prof Dr. Grethlein.
Albert Henz, Vizepräsident der EKvW, betont, dass es nun wichtig sei, die vielen Aufbrüche auf dem Land auch wahr zu nehmen und wert zu schätzen. Gemeinden sollten sich als Teil der Dorfentwicklung verstehen. Deshalb soll das Netzwerk "Kirche im ländlichen Raum" weiter ausgebaut werden. Ein zweites Treffen ist für 2016 geplant.

Download Vortrag von Prof. Grethlein

Kontakt

Volker Rotthauwe
02304 / 755 336
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Manfred Berger
Superintendent i.R.
Koordination: "Dialog Landwirtschaft - Kirche"
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