Aus kirchlicher Sicht bedeutet starke Nachhaltigkeit, dass Naturkapitalien wie natürliche Umwelt, Tiere, Pflanzen und Rohstoffe und Naturgüter wie Boden, Luft und Wasser erhalten bzw. gestärkt werden müssen. Landwirtschaft nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Eine nachhaltige Landwirtschaft muss daher von Ökologie, Sozialverträglichkeit, Multifunktionalität, Vielfalt, artgerechter Tierhaltung, Regionalität und einer Ökonomie, die dem Leben dient, geprägt sein. Multifunktionalität kennzeichnet dabei eine Agrikultur, die Lebensmittel für die Verbraucher*innen, Existenzgrundlage und Einkommen für die Erzeuger*innen und eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Gütern für die Bürger*innen und ihrer Umwelt samt funktionierendem Ökosystem bereitstellt. Seit der Einführung der Agenda 2030 mit ihren 17 UN-Nachhaltigkeitszielen hat auch die internationale Dimension im Bereich nachhaltige Landwirtschaft erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Anwendung der Agenda 2030 bezogen auf die Landwirtschaft in Deutschland bedeutet, dass negative Auswirkungen auf Menschen und Natur in anderen Ländern zu vermeiden sind. Eine weltweit nachhaltige Landwirtschaft muss deshalb mit einer Ernährungswende hin zu einer „Ethik des Genug“ einhergehen. 

 

 

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Zukunftsfähige Landwirtschaft

Ein Diskussionspapier mit Überlegungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, das in der Evangelischen Kirche von Westfalen erarbeitet worden ist.

Kriterien zur Verpachtung von Kirchenland

Als Kirche müssen wir unsere Verantwortung als Verpächter von Land wahr- und ernstnehmen. Hierzu ist eine Handreichung erschienen.