Schwäbisch-hällisches Schwein. Foto: G. Kordecki
Portrait eines schwäbisch-hällischen Schweins

Die Tierwohldebatte erkennt an, dass Tiere kognitive Fähigkeiten, Wahrnehmungsfähigkeit und Empfindungsfähigkeit besitzen. Weiterhin wird auch eine Tierrechtsdebatte geführt. Im kirchlichen Bereich wird in jüngster Zeit vermehrt über Konzepte der Tierethik beraten.

Der Tierschutz ist seit 2002 im Grundgesetz verankert:
Grundgesetz, Artikel 20a: "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."

Junghühner. Foto: G. Kordecki
Junghühner im Gras

Das deutsche Tierschutzgesetz nennt als Zweck des Gesetzes: 
(§ 1) "aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen."
§ 2 benennt Kriterien für die Tierhaltung: 
"Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen."
 

Mensch und Tier – Neues Verständnis – Anderer Umgang

Tagungsplakat
Tagungsplakat Mensch und Tier

Erkenntnisse und Konsequenzen aus der Forschung
19. - 21. Oktober 2018
Haus Villigst

Diese Veranstaltung soll sensibilisieren und eine kritische Reflexion über unseren Umgang mit Tieren und deren Schutz anregen. Ausgehend von einer historisch, geistesgeschichtlichen Betrachtung unseres zumeist abwertenden Umgangs mit Tieren, soll anhand neuester Erkenntnisse aus der Forschung daran gearbeitet werden, ob unser heutiger Umgang mit Tieren („zwischen Kuscheltier und Burger“) noch zeitgemäß ist. In Zeiten von Massentierhaltung und Klimaveränderung sollte ein nachhaltiger und gesellschaftlich verantwortungsbewusster Umgang mit Tieren kein Tabuthema mehr sein! Zusammen mit hochrangigen Vertretern aus Gesellschaft, Forschung und Politik sollen im Dialog die Fragen nach den Rechten, der Würde und dem Wohl von Tieren, deren artgerechter Haltung, deren Verwendung als Forschungs- und Nahrungsressource und unsere oftmals bivalenten Beziehung zu ihnen kritisch diskutiert und hinterfragt werden. Der kulturell-literarische Umgang mit diesen Themen wird während einer öffentlichen Lesung nicht nur den Veranstaltungsteilnehmenden sondern auch einer breiteren Öffentlichkeit näher gebracht.

Weitere Informationen und Anmeldung

Kontakt

Volker Rotthauwe
02304 / 755 336
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