Umweltmanagement

Seit Mitte der 90er Jahre hat sich das europäische Umwelt-Audit-System EMAS (Eco Management and Audit Scheme) als effektives Instrument des Umweltmanagements in vielen Unternehmen und Institutionen durchgesetzt.
Die Grundlage des Systems bildet die "EG-Umwelt-Audit-Verordnung" von 1993. Bei den Novellierungen 2001 und 2009 wurde darauf geachtet, dass die Eigeninitiative der Unternehmen im Umweltschutz weiter gefördert wird.


Grundsätzlich basiert EMAS auf der Verpflichtung, über die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen hinaus die eigene Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Bestandsaufnahme, Programm und turnusmäßiger Soll-Ist-Vergleich gehören zu einem Regelkreislauf durch den dieser Prozess gewährleistet wird.

 

Mehr als 600 katholische und evangelische Einrichtungen und Kirchengemeinden (Stand 2011) haben bundesweit bisher ein Umweltmanagement nach diesen Vorgaben aufgebaut. Sie verwenden das christliche Symbol des Hahns, der nach biblischem Vorbild das Wächteramt in unseren Kirchen ausübt. Im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg) ist das System unter dem Logo "Der Grüne Gockel", in den anderen Bundesländern als "Der Grüne Hahn" bekannt. Die Projekte sind inhaltlich identisch und alle Beteiligten haben sich im Netzwerk Kirchliches Umweltmanagement (KirUm) organisiert.

 

IKG nach EMAS zertifiziert

Schwerte, 15.05.2014
Nach intensiver Vorarbeit ist jetzt auch das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen, mit Hauptsitz in Haus Villigst, für sein Umweltmanagementsystem nach der europäischen Richtlinie  „EcoManagement and Audit Scheme“ oder kurz: EMAS zertifiziert.
EMAS ist ein freiwilliges Instrument, das Organisationen darin unterstützt, ihre Umweltleistungen zu verbessern. Gleichzeitig erfüllt das IKG damit auch die Standards des kirchlichen Umweltmanagementsystems „Der Grüne Hahn“.
Das IKG ist seit vielen Jahren in den Themenfeldern Ökologie und Nachhaltigkeit engagiert. Von hier ging die Initiative für ein kirchliches Umweltmanagement aus, und Mitarbeiter/innen des IKG beraten andere kirchliche Einrichtungen und Gemeinden bei dessen Einführung sowie bei der Durchführung klimafreundlicher Veranstaltungen.
Diese Aktivitäten sind in die Klimaschutzstrategie der Landeskirche eingebunden. Daher war es längst überfällig, dass sich das Institut selbst hinsichtlich seiner Umweltleistungen beurteilen ließ. Das Umweltmanagement-Team des IKG hat hierfür zunächst eine Bestandsaufnahme der Umweltauswirkungen vorgenommen. Im Rahmen einer Umwelterklärung wurden für die nächsten Jahre Ziele verabredet, die vor allem zu einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes führen sollen. Ein Hauptansatzpunkt ist hierbei die Durchführung klimafreundlicher Tagungen, einem Hauptgeschäftsfeld des IKG.