Zukunft - ein Konsumprodukt, das man einfach in den Einkaufswagen legen und an der Kasse bezahlen kann? Natürlich nicht.  Macht man sich aber bewusst, dass  die Kirchen in Deutschland ein Beschaffungsvolumen von geschätzten 60 Milliarden Euro repräsentieren, dann wird deutlich, welche geballte gesellschaftliche Gestaltungskraft hier liegt. Wenn kirchliche Einrichtungen ihren Einkauf systematisch nach ökofairen Kriterien ausrichten, entscheiden sie unmittelbar und langfristig mit, wie unsere Welt morgen aussehen wird.

Das von der DBU geförderte Projekt "Zukunft einkaufen" unterstützt kirchliche Organisationen, ihre Beschaffung nachhaltig auszurichten. Dabei reicht es nicht, hier und da ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Im Mittelpunkt steht vielmehr ein Beschaffungsmanagement, das kontinuierlich weiterentwickelt wird und mit anderen Managementsystemen kompatibel ist. Neben der Optimierung des Einkaufs nach ökologischen und sozialen Kriterien geht es auch darum, Einsparpotenziale z. B. bei Strom oder Papier zu erkennen. Arbeitsabläufe müssen optimiert, Gewohnheiten verändert werden. "Zukunft einkaufen" leistet dabei Unterstützung in Form von einführenden Workshops und weiteren Bildungsveranstaltungen. Für alle, die sich beteiligen möchten, stehen auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmte  Informationen und Arbeitsmaterialien, wie z.B. Leitfäden und Checklisten oder Ideen für Aktionstage  bzw. -wochen zur Verfügung.

Nachdem zunächst Kirchengemeinden, Kirchenverwaltungen und kirchliche Tagungshäuser  im Fokus standen, richtet sich das  Projekt seit Herbst 2010 an Einrichtungen der stationären Altenhilfe sowie der Kinder-/Jugend- und Behindertenhilfe von Diakonie und Caritas.

 

Bundeskanzlerin bei Zukunft einkaufen

Bundeskanzlerin Merkel am Stand von Zukunft Einkaufen

Zu einer Stippvisite an den Stand "Zukunft einkaufen" kam Bundeskanzlerin Angela Merkel. Klaus Breyer und Birgit Weinbrenner vom Institut für Kirche und Gesellschaft informierten die Regierungschefin über das bundesweite ökumenische Projekt, das von der EKvW angestoßen wurde.
Dabei geht es darum, die Marktmacht von Kirche und Diakonie zu nutzen, um bei Industrie und Handel ökologisch produzierte und fair gehandelte Produkte stärker durchzusetzen. Die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen werden motiviert, ihren Einkauf nach ökologischen und sozialen Kriterien auszurichten.

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