Kein Frieden unter den Nationen ohne Dialog unter den Religionen (frei nach H. Küng, Projekt Weltethos)

Ein ernsthafter Dialog zwischen Religionen bringt gegenseitiges Verstehen hervor, fördert Klarheit im eigenen Selbstverständnis und dient im Ringen miteinander der Entwicklung unserer Gesellschaft. 

Auf diesem Hintergrund betreibt die Evangelische Akademie seit Jahrzehnten federführend den interreligiösen Dialog in Westfalen. 

Dieser Schwerpunkt ist eingebettet in das "Kompetenzteam Interkulturalität und Migration". Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen können hier ihre Kompetenz einbringen und dem interreligiösen Dialog eine neue Weite geben. Gesellschaftliche und religiöse Entwicklungen werden in ihrer gegenseitigen Einflussnahme gesehen und die Mitwirkung an der Weiterentwicklung beider Bereiche ermöglicht.

Christusglaube – Judenhass

Antisemitismus als Herausforderung für Theologie und Kirche

19. - 21. Februar 2018
Evangelische Landjugendakademie Altenkirchen

„Nichts sei uns gemein mit dem feindseligen Volk der Juden“, schrieb im Jahr 325 der christliche Kaiser Konstantin. Ausgrenzung, Diffamierung und Verfolgung der Juden gehören durch die Jahrhunderte fast durchgängig zur christlichen Identität. Die Kirchen der Reformation bilden hier keine Ausnahme.
Sowohl die Wurzeln des säkularen Antisemitismus, wie auch Teile seiner gegenwärtigen Ausprägung sind durch christlichen Antijudaismus bestimmt.
Erst nach den Schrecken der Schoa verstärkte sich das Bewusstsein für eine notwendige Erneuerung des christlichen Verhältnisses zum Judentum. Dennoch bleibt eine „Lehre der Verachtung“ (A.J. Levine) noch bis heute in vielen theologischen Kontexten verbreitet. Was wären heute, 500 Jahre nach Martin Luther, Bausteine einer nicht-antijüdischen reformatorischen Theologie?

Die Tagung ist der Beitrag der Akademien Villigst und Altenkirchen zu einem groß angelegten Projekt der Auseinandersetzung mit Antisemitismus der Evangelischen Akademien in Deutschland. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Sabine Federmann
Tel.: 02304 755 321
Email: sabine.federmannh(at)kircheundgesellschaft.de

Das Eisenacher "Entjudungsinstitut" 1939-45

Ein Beispiel für christlichen Antisemitismus

Gemeinsam mit allen Evangelischen Akademien in Deutschland beschäftigt sich die Akademie Villigst in diesem und im nächsten Jahr verstärkt mit dem Thema  Antisemitismus. Dazu gehört neben dem Blick auf die Gegenwart auch die kritische Sichtung der Vergangenheit. Ein besonders dunkles Kapitel christlichen Antisemitismus stellt das sogenannte kirchliche „Entjudungsinstitut“ dar. mehr ...

Miteinander 2018 - Juden Christen Muslime

Interreligiöser Kalender 2018

Der vom Institut für Kirche und Gesellschaft in Schwerte herausgegebene interreligiöse Kalender „Miteinander 2018 – Juden Christen Muslime“ ist im September erschienen. Wie in den Vorjahren ist er von einem interreligiösen Redaktionsteam um Ralf Lange-Sonntag, Islambeauftragter der EKvW, Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung erarbeitet worden.
Der interreligiöse Kalender ist beim Luther-Verlag in Bielefeld erschienen und kann direkt beim Verlag oder beim Institut für Kirche und Gesellschaft bestellt werden:
laura.unruh(at)kircheundgesellschaft.de

Institut für Kirche und Gesellschaft (Hg.): Miteinander 2018. Juden – Christen – Muslime, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-7858-0705-7, € 9,90
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