17.01.2017

Afghanistan ist nicht sicher!


Die Kirchenkreise Hagen, Hattingen-Witten,  Iserlohn und Schwelm sowie die Diakonie Mark-Ruhr fordern in einer Unterschriftenaktion einen sofortigen Abschiebestopp für Flüchtlinge aus Afghanistan. Bis zum 29.01.2017 werden in den Kirchen und Gemeindehäusern sowie in den Einrichtungen der Diakonie Unterschriftenlisten ausgelegt  und die Gemeindeglieder gebeten, sich mit ihrer Unterschrift gegenüber der Bundesregierung gegen Abschiebungen nach Afghanistan auszusprechen.

Die Aktion ist z.B. unter der Internetadresse
www.kirche-hawi.de
auf der Homepage des Kirchenkreises Hattingen-Witten zu finden.

Der Beauftragte für Zuwanderungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen, Pfarrer Helge Hohmann, freut sich über dieses Engagement und unterstützt es ausdrücklich: „Abschiebungen nach Afghanistan sind in der aktuellen Situation unverantwortlich und widersprechen allen menschen- und völkerrechtlichen Verpflichtungen unseres Landes“, so der Theologe.

Vier leitende Geistliche der Kirchen in NRW hatten bereits am 16.12. des letzten Jahres in einer gemeinsamen Erklärung festgestellt:

„Niemand darf aber in eine Krisenregion zurückgeschickt werden, in der lebensbedrohliche Situationen entstehen können. Es muss sichergestellt sein, dass Personen, die abgeschoben werden, in ihrem Heimatland keine Menschenrechtsverletzungen drohen. […] Bei Abschiebungen in das Bürgerkriegsland Afghanistan ist dieser Schutz nach unserer Auffassung nicht gegeben.“

Helge Hohmann hat nun allen Flüchtlingsbeauftragten in den Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen empfohlen, sich dieser Initiative anzuschließen.

Unterschriftenliste zur Aktion:
Keine Abschiebungen nach Afghanistan

Erklärung der vier leitenden Geistlichen:
evangelisch-in-westfalen.de

Beschluss der EKvW-Landessynode 2016 zu Afghanistan:
www.evangelisch-in-westfalen.de