22.09.2016

Demos gegen TTIP und CETA


Foto: Detlef Müller

TTIP und CETA: Mehr als 320.000 Menschen haben jetzt in sieben deutschen Städten gegen die geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA sowie Kanada demonstriert. Die NRW - Demonstration in Köln wurde auch vom Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) als einer von insgesamt über 50 Organisationen und lokalen Bündnissen mitgetragen. "Für einen gerechten Welthandel" - so lautete das Motto.
Rund 55.000 Menschen hatten sich auf den Weg nach Köln gemacht - alle Generationen waren vertreten und viele zeigten selbstgestaltete Schilder mit den Beweggründen für ihre Teilnahme. Häufig wiesen sie auf die Gefährdung der Demokratie durch TTIP und CETA hin. Die Demonstration wurde angeführt von einer langen Reihe von Traktoren von Bauern aus NRW, die sich für eine nachhaltige Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung einsetzen. Zu den Sprecher/innen gehörten unter anderem Vertreter von DGB und Verdi, dem BUND, LobbyControl, kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung. Zu Wort kam auch Europa-Abgeordneter Dietmar Köster (SPD), ein entschiedener Gegner der Abkommen.

Protest gegen TTIP und CETA gab es in Köln auch auf ungewöhnliche Art und Weise zu sehen: "Für eine Welt in Balance" hieß eine Präsentation, bei der Tangotänzer eine Verbindung zum gerechten Welthandel herstellten.

Die Demonstration in Köln wurde von den Veranstaltern zugleich als Auftakt der "Volksinitiative gegen CETA und TTIP" genutzt. Ziel der Volksinitiative ist , dass sich der NRW - Landtag mit den Forderungen befasst, und diese Einfluss nehmen auf die Abstimmung im Bundesrat über die geplanten Abkommen.
Mindestens 66.322 Bürger/innen müssen sich in Unterschriftenlisten eintragen, damit die Volksinitiative im Landtag Gehör findet. Ein Anfang wurde in Köln gemacht.

Infos zur Volksinitiative gibt es unter: www.nrw-gegen-ceta.de

Der Redebeitrag von Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh