22.03.2013

Die Energiewende und die Zukunft der Arbeit


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Wie wird sich die Energiewende auf die Beschäftigung auswirken? Welche Wirtschaftsbereiche werden gewinnen, welche verlieren? Wie kann ein Übergangsprozess politisch und gesellschaftlich gestaltet werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich eine Tagung der Evangelischen Akademie im Institut. Kirchliche Vertreter/innen suchten gemeinsam mit Gewerkschaften und Naturschutzverbänden nach Gestaltungsmöglichkeiten für die Energiewende.Staatsekretär Dr. Günther Horzetzky wies auf die Chancen der Wirtschaft NRWs durch die Energiewende hin. Der Übergang vom Industriestandort NRW hin zu einer Energieversorgung basierend auf erneuerbaren Energien ist allerdings mit verschiedenen Herausforderungen verbunden. Insbesondere im Bereich der Aus- und Weiterbildung bedarf es weiterer Verbesserungen. Die Präsentation der Firma Eickhoff GmbH aus Bochum zeigte beispielhaft, wie ein Übergang in die „grüne“ Wirtschaft praktisch angegangen werden kann. Konsens unter den Teilnehmenden war, dass ein hoher Beschäftigungsstand und gute Arbeit einen wichtigen Bestandteil der Energiewende ausmachen. Die intensive Zusammenarbeit von Gewerkschaften, Naturschutzverbänden und Kirchen ist für die Energiewende unerlässlich. Im Hinblick auf die zwangsläufig auftretenden Zielkonflikte zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen seien Dialog und Beteiligung von besonderer Bedeutung, um Akzeptanz zu schaffen.Die Tagung knüpfte erfolgreich an den Transformationskongress an, den der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Deutsche Naturschutzring und die Evangelische Kirche in Deutschland im Juni 2012 gemeinsam durchgeführt haben. Die Veranstalter haben es sich zum Ziel gesetzt, eine Debatte über die Zukunft von Arbeit und Demokratie, die Neuordnung der Wirtschaft, über Verteilungsfragen und die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft in Richtung auf eine nachhaltige Entwicklung anzustoßen.