24.02.2012

Einführung von Pfarrerin Diana Klöpper


Am Aschermittwoch, den 22.02.2012, wurde Diana Klöpper (39) in ihr neues Amt als Pfarrerin des landeskirchlichen Frauenreferats im Institut für Kirche und Gesellschaft offiziell eingeführt.

Den Gottesdienst hielten der theologische Vizepräsident der EKvW, Albert Henz, der Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft, Klaus Breyer, und die Vorsitzende des landeskirchlichen Frauenausschusses, Elke Markmann.

In ihrer Predigt zu Deuteronomium 16,20 „Gerechtigkeit! Gerechtigkeit! Jage ihr nach! Dann wirst du leben!“, sagte Diana Klöpper: „Biblische Gerechtigkeit fragt nach dem, was Menschen bedürfen, was sie brauchen, um zu leben. Dabei ist die biblische Gerechtigkeit, stets parteilich auf der Seite der Schwachen und Benachteiligten.“ Das bedeute z.B. ganz konkret: Sie steht auf Seite der Frauen, die strukturell benachteiligt sind, weil sie z.B. überwiegend Familienarbeit geleistet haben. Diana Klöpper will aber bei der Jagd nach Gerechtigkeit nicht selber zur Gejagten werden. „Ich möchte das Leben haben! Und zusammen mit anderen Menschen Gerechtigkeit tun!“, so die feministische Theologin.

Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte im Frauenreferat wird es sein, Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen der Kirche und der Gesellschaft zu fördern. Albert Henz, theologischer Vizepräsident der EKvW, sieht darin auch eine Aufgabe der Kirchenleitung, die sich gerade mit dem Konzept Managing Gender und Diversity befasst. Sein Anliegen ist es, „dem im Neuen Testament formulierten Zielbild näher zu kommen“, das klar benennt: „Vor Gott gibt es keinen Unterschied im Wert der Geschlechter; in Rasse und Nationalität oder im sozialen Status!“

Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft, betonte darüber hinaus die Möglichkeit, die kirchlichen und politischen Netzwerke sowie die Tagungs- und Projektarbeit am Institut gezielt zu nutzen, um den Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit weiter zu stärken.

Zu der Netzwerkarbeit gehört für Diana Klöpper, in ihrem Amt als Pfarrerin im Frauenreferat, u.a. die Mitarbeit im Westfälischen Theologinnen-Konvent und die Koordination der Ansprechpersonen für Sexuelle Gewalt in der EKvW. Des Weiteren wird sie Veranstaltungen zu feministischer Theologie anbieten.

Besonders freut sich Diana Klöpper auf die Zusammenarbeit in dem interdisziplinären Team des Frauenreferates, aber auch auf die Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen im Institut für Kirche und Gesellschaft und der Politik.

Staatssekretärin Marlis Bredehorst aus dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter betonte in ihrem Grußwort, dass sie an sehr ähnlichen gesellschaftlichen Themen arbeite: „In unserer Arbeit gibt es eine Vielzahl inhaltlicher Schnittpunkte, zu denen wir uns vernetzen sollten.“

Diana Klöpper wird für acht Jahre in die Stelle als Pfarrerin im landeskirchlichen Frauenreferat berufen. Sie tritt die Nachfolge für Dr. Britta Jüngst an, die das Frauenreferat Ende 2011 verließ, um eine Pfarrstelle in Emsdetten anzunehmen und als Supervisorin zu arbeiten.