10.12.2012

Erfolgreiche Aktionen statt erfolgloser Gespräche


Baumpflanzaktion in Rwanda. Foto: Uwamahoro Naomi/VEM

Am Samstag, 8. Dezember, gingen die UN-Klimaverhandlungen in Doha weitgehend erfolglos zu Ende. Am selben Tag zeigten hunderte Jugendliche aus Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika eindrucksvoll, wie viel für Klima- und Umweltschutz möglich ist. Am 1. Internationalen Jugendaktionstag für Klimagerechtigkeit pflanzten Jugendliche in Ruanda Bäume, in Indonesien veranstalteten Jugendliche das große Klimakonzert „Wake up“, in Kamerun lernten Schüler vieles über Solarenergie und in Hamm, Deutschland, warben Jugendliche in einer Einkaufspassage für Baumwolltaschen statt Plastiktüten. Auf Facebook und via Live-Schaltung übers Internet berichteten die Jugendlichen, was sie an diesem Tag auf die Beine gestellt haben.Aufgerufen zu den Aktionen hatten die Evangelische Kirche von Westfalen und die Vereinte Evangelische Mission als Träger der evangelischen Jugendklimakampagne „Mission: Klima retten! powered by heaven“ sowie „Heiße Zeiten – Nimm die Zukunft in die Hand!“ – die Klimakampagne des Eine Welt Netz NRW e.V. Der Aktionstag wurde unterstützt von der „Deutschen Stiftung Jugendmarke“ und „Brot für die Welt – der evangelische Entwicklungsdienst“. Er ist Teil des deutschlandweiten Projektes „Shape the Future“ der evangelischen Trägergruppe.Ann-Katrin Becker vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen, eine der Organisatorinnen des Aktionstages, war sichtlich beeindruckt von den Aktionen der Jugendlichen in der Jugendkirche Join Us in Dortmund: „Mit Live-Musik und Fahrradkino war die Stimmung super. Auch die Liveschaltung zum Klimakonzert in Indonesien hat geklappt.“

Cynthia Cichocki vom Eine Welt Netz NRW ergänzt: „Eine tolle Erfahrung für uns alle. Es wurde deutlich, wie ernst es den Jugendlichen mit Klimaschutz ist. Die Politik muss endlich Klimaschutz und die Energiewende umsetzen.“
Richard Madete, Klimaberater der Vereinten Evangelischen Mission in Tansania, hat den Aktionstag in Afrika koordiniert: „Es ist großartig zu erleben, wie aktiv sich die Jugendgruppen in Kamerun, Kongo und Ruanda an dem Aktionstag beteiligen. Besonders motiviert hat sie, dass auch Jugendliche aus Deutschland, Kolumbien, Indonesien sich für Umweltschutz einsetzen. Wir werden sie weiter in ihren Aktivitäten und der Zusammenarbeit mit anderen Ländern unterstützen“.
Katja Breyer, Referentin für Klimagerechtigkeit beim Amt für MÖWe, ist überzeugt: „Dies war der 1. Jugendaktionstag und nicht der letzte. Angesichts des Versagens der internationalen Klimadiplomatie brauchen wir das gemeinsame Engagement besonders der Jugendlichen überall auf der Welt. Mit Skype und Facebook untereinander vernetzt, zeigten Jugendliche eindrucksvoll über Kontinent- und Ländergrenzen hinweg, was im Zentrum des Klimaschutzes steht und wofür sie sich in ihren Ländern einsetzen: eine gemeinsame, menschenwürdige Zukunft. Dieser Aktionstag war ein Tag der Ermutigung. Er hat gezeigt, dass wir gemeinsam, an vielen Orten, viel bewegen können und schon längst bewegen. Darauf wird es auch künftig ankommen. Also werden wir weitermachen.“