28.08.2014

EU-Binnenmigration – Abschottungsstrategien - Antiziganismus


Helge Hohmann

Im Zuge der Binnenwanderung in der EU finden viele gut ausgebildete Menschen aus den südosteuropäischen Mitgliedsstaaten Arbeit und Einkommen in den reicheren nördlichen Ländern und kompensieren dort den Fachkräftemangel. Weniger gut Ausgebildete geraten in prekäre, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse.
In Städten wie Dortmund, Duisburg, Wuppertal, Berlin, Köln und Hamburg haben sich in sozial belasteten Stadtteilen Schwerpunkte von Armutsmigration aus Bulgarien und Rumänien gebildet.
In der öffentlichen Diskussion wird diese Entwicklung verzerrt als Zuzug von Roma in die Sozialsysteme dargestellt, antiziganistische Vorurteile in der Bevölkerung werden aktiviert und verstärkt.

Über die EU-Binnenmigration aus theologischer Sicht spricht Albert Henz, Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Die Podiumsteilnehmenden tauschen sich über zielführende Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen aus:

  • Armin Laschet, CDU-Vorsitzender NRW
  • Frank Baranowski, Oberbürgermeister von Gelsenkirchen (SPD)
  • Romani Rose vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
  • Terry Reinke, Mitglied des Europaparlaments (Grüne)
  • Birgit Zoerner, Sozialdezernentin Dortmund
  • Pfarrer Helge Hohmann, Beauftragter für Zuwanderungsarbeit der EKvW


Kirchen, Kommunen und engagierte Bürger suchen in zahlreichen Initiativen auf kommunaler Ebene nach Lösungen. Wie das praktisch aussehen kann, wird am Beispiel der Diakonie Dortmund gezeigt. Gäste aus Ungarn und Serbien berichten von wegweisenden Beispielen aus ihrer Heimat.

Tagungsprogramm

Anmeldung: Tel. 0521/594-237, E-Mail: marion.flagmeier-korte@lka.ekvw.de