09.03.2018

GroKo darf Klimaziele nicht aufstecken


Deutschland steht kurz vor einer neuen Regierungsbildung. Die Klima-Allianz macht in einer Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass nun der sofortige Einsatz für den Klimaschutz gefordert ist. Dabei legt sie einen Fünf-Punkte-Plan für Klimaschutz vor.  Mit diesem könne die künftige Regierung die Klimaziele noch erreichen.

Dem schließt sich das Institut für Kirche und Gesellschaft als Gründungsmitglied der Klima-Allianz Deutschland an. Institutsleiter Klaus Breyer: "Die Große Koalition darf auf keinen Fall die Klimaziele 2020 verloren geben. Der jetzt vorliegende Koalitionsvertrag bietet noch die Möglichkeit, mit entsprechenden Maßnahmen die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Es muss schnell gehandelt werden. Der Fünf-Punkte-Plan zeigt den Weg auf."

Der vorliegende Plan fordert ein Klimaschutz-Sofortprogramm , das die Abschaltung von weiteren Kohlekraftwerken beinhaltet. Ebenso gehört ein Klimaschutzgesetz dazu, das die Reduktion der Treibhausgasemissionen verbindlich regelt. Der sozialverträgliche Kohleausstieg, die ökologische Verkehrswende  und die Schaffung von finanziellen Anreizen, die auf den Klimaschutz ausgerichtet sind, sind weitere Punkte.

Die Klima-Allianz Deutschland wurde im April 2007 gegründet. Sie ist ein breites gesellschaftliches Bündnis für den Klimaschutz. Mit ihren 115 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften  setzt sie sich für eine ambitionierte Klimapolitik und eine erfolgreiche Energiewende auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein. Die Evangelische Kirche von Westfalen gehört zu den Gründungsmitgliedern der Klima-Allianz. Mit klima- und energiepolitischen Positionspapieren, verschiedenen Projekten, Aktionen und Veranstaltungen setzt sich die EKvW darüber hinaus für den Klimaschutz ein.

Infomieren Sie sich hier über den "Fünf-Punkte-Plan für den Klimaschutz".