11.04.2016

Integration durch Weiterbildung


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Die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen teilt die von Politik und Wissenschaft mit großer Mehrheit vertretene Auffassung, dass Bildung der Schlüssel für eine gelingende Integration ist. Das heißt auch, dass alle Bereiche der Bildung vom Land finanziell angemessen unterstützt werden. Aus diesem Grund fordern die Weiterbildungseinrichtungen bei den anstehenden Beratungen des Nachtragshaushaltes ein 20 Millionen-Euro-Offensivprogramm.

Die Landesorganisationen der gemeinwohlorientierten Weiterbildung bieten bei der Umsetzung der Handlungsfelder ihre bewährte und konstruktive Zusammenarbeit an. Das breite Spektrum der Weiterbildung mit allgemeiner, politischer, beruflicher, schulabschlussbezogener und kultureller Weiterbildung sowie mit Eltern- und Familienbildung garantiert, ein umfassendes und professionelles Integrationsangebot der Erwachsenenbildung. Die inhaltlichen Herausforderungen lassen sich insbesondere in folgende Bereiche aufgliedern:

  • Sprachen- und Integrationsangebote umsetzen
  • Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit herstellen
  • Haupt- und Ehrenamtliche qualifizieren
  • gemeinsame Angebote der Aufnahmegesellschaft mit Flüchtlingen organisieren
  • Demokratische Prozesse stärken

Und die Einrichtungen der gemeinwohlorientierten Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen leisten seit Jahrzehnten erfolgreiche Integrationsarbeit. Sie verfügen über qualifiziertes haupt- und nebenberufliches Personal, sind regional weitreichend vernetzt und jetzt schon Anlaufstelle für geflüchtete Menschen. Die Einrichtungen navigieren sich bereits jetzt durch die Programme und Projektlandschaft, akquirieren Fördermittel (insbesondere BAMF, BA, Kommunen, Kirchen, Stiftungen etc.) und setzen diese in massiv gewachsenem Umfang in Maßnahmen zur Integration um. Damit ist die gemeinwohlorientierte Weiterbildung die erste Adresse in NRW, wenn es um die zur Integration notwendigen Bildungsbedarfe von Hundertausenden von erwachsenen Flüchtlingen und gleichzeitig der Aufnahmegesellschaft geht.

Wenn die Integration dauerhaft gelingen soll, brauchen die Einrichtungen in den nächsten zehn Jahren mindestens zusätzlich 20 Millionen Euro jährlich für Sprach- und Integrationsangebote, die Förderung der Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit, die Qualifizierung haupt- und ehrenamtlichen Personals, gemeinsame Angebote von Einheimischen und Flüchtlingen und die Stärkung demokratischer Prozesse.