08.05.2017

Keine Chance für Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung


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NRW. Die evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen rufen dazu auf, sich an der Landtagswahl am 14. Mai zu beteiligen. "Die Demokratie sichert am ehesten unseren Frieden, unsere Freiheit und unsere soziale Grundordnung. Es bedarf selbstbewusster Demokratinnen und Demokraten, die dafür einstehen und ihr Wahlrecht nutzen", erklären die leitenden Theologen der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche.

Der Wahlaufruf im Wortlaut:

Am Sonntag, den 14. Mai 2017, werden in Nordrhein-Westfalen die politischen Weichen für die nächsten fünf Jahre gestellt. Zur Landtagswahl appellieren wir, die evangelischen Kirchen in NRW, an alle Wahlberechtigten: Machen Sie von Ihrem Stimmrecht Gebrauch und bestimmen Sie den politischen Kurs mit!

Die Demokratie sichert am ehesten unseren Frieden, unsere Freiheit und unsere soziale Grundordnung. Es bedarf selbstbewusster Demokratinnen und Demokraten, die dafür einstehen und ihr Wahlrecht nutzen.
Junge Menschen sollten die Entscheidung über die politische Zukunft ihres Landes nicht anderen überlassen. Deshalb rufen wir besonders die Erstwählerinnen und Erstwähler in Nordrhein-Westfalen auf: Gehen Sie wählen und gestalten Sie die politische Zukunft unseres Landes mit!

Unser Aufruf gilt auch allen anderen Wahlberechtigten: Nehmen Sie Ihr demokratisches Grundrecht wahr. Und ermuntern Sie Menschen in Ihrem Umfeld, wählen zu gehen. Setzen Sie damit ein Zeichen gegen Politikverdrossenheit oder Gleichgültigkeit.

Bitte stimmen Sie gegen die zunehmende soziale Spaltung unserer Gesellschaft. Stimmen Sie für Solidarität  auch in Europa -, für Chancen- und soziale Gerechtigkeit, für Gemeinwohl und Frieden.

Wählen Sie eine Sozial- und Integrationspolitik, die benachteiligten Hiesigen und Flüchtlingen ein Leben in Würde mit guter Perspektive ermöglicht. Stimmen Sie für ein tolerantes, vielfältiges und weltoffenes Miteinander. Geben Sie Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung keine Chance!

Präses Manfred Rekowski (Düsseldorf), Präses Annette Kurschus (Bielefeld) und Landessuperintendent Dietmar Arends (Detmold) appellieren an die Wahlberechtigten, gegen die zunehmende soziale Spaltung der Gesellschaft zu stimmen - stattdessen für eine Politik, die benachteiligten Einheimischen und Flüchtlingen ein Leben in Würde mit guter Perspektive ermöglicht. "Geben Sie Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung keine Chance!"

Gerade auch junge Menschen sollten die Entscheidung über die politische Zukunft ihres Landes nicht anderen überlassen. Allen Wahlberechtigten gilt der Aufruf, ein Zeichen gegen Politikverdrossenheit oder Gleichgültigkeit zu setzen.