15.10.2013

Kirche für Klimaschutz


Evangelische Kirche von Westfalen: Erster Klimaschutztag in Hamm

Anregungen, Hintergrundinformationen, konkrete Tipps für die Klimaschutzarbeit und vor allem den intensiven Austausch mit anderen Aktiven - diese Gelegenheit nutzten rund 50 Teilnehmende beim ersten Klimaschutztag am Samstag (12.10.) zu Gast in der Evangelischen Friedenskirche Wiescherhöfen in Hamm.

Eingeladen hatten die Klimaschutzagentur EKvW und das Projektbüro für das kirchliche Umweltmanagement "Der Grüne Hahn". "Bereits 2011 und 2012 haben die aktiven Umweltschützerinnen und Umweltschützer aus den Kirchengemeinden unserer Landeskirche die Jahres-Zirkeltreffen des Grünen Hahn als einen wichtigen Termin für sich entdeckt", erläutert Hans-Jürgen Hörner, Projektleiter der "Der Grüne Hahn". Der nun erstmalig durchgeführte Klimaschutztag löst die bisherigen Jahres-Zirkeltreffen ab und setzt das erfolgreiche Konzept fort.

"Wir freuen uns, dass wir die Veranstaltung so auch für weitere öffnen können - zum Beispiel für Interessierte aus den Kirchengemeinden, die zwar (noch) nicht beim Grünen Hahn dabei sind, aber mit einem Energiemanagement gestartet sind oder demnächst starten wollen", sagt Sabine Jellinghaus, Leiterin des Klimaschutzprojekts "Klimaschutz EKvW 2020".

In verschiedenen Workshops und Diskussionsrunden holten sich die Teilnehmenden Tipps und Impulse für ihre Klimaschutzarbeit - für viele eine Möglichkeit der praktischen Schöpfungsbewahrung. Vom Austausch alter Leuchtmittel durch energieeffiziente LED-Leuchten, über die Ausrichtung einer klimafreundlichen Synode im Kirchenkreis bis hin zur Sanierung eines Gebäudekomplexes. Verschiedene Workshops informierten zum Beispiel über konkrete Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Gebäuden, über die Möglichkeiten des fairen Handelns oder die Frage, wie Kirchengemeinden das Internet für ihre Klimaschutzarbeit effektiv nutzen können.

"Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe", erläutert Dorothee Albrecht, Klimaschutzmanagerin in der Klimaschutzagentur EKvW. "Nicht nur in der Kirche, sondern auch gemeinsam mit kompetenten Partnern, wie der EnergieAgentur.NRW, der Verbraucherzentrale NRW oder dem Umweltamt der Stadt Dortmund lässt sich Klimaschutz voranbringen. Die Kooperation und Vernetzung in der Region lohnt sich, sie bündelt Ressourcen und bringt neue Impulse für den Klimaschutz.

"Matthias Eichel, Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Wiescherhöfen und Klimaschutzbeauftragter des Ev. Kirchenkreises Hamm erläutert: "Wir freuen uns, das kirchliche Energiemanagement einzuführen und damit sowohl aktiven Klimaschutz zu  betreiben und gleichzeitig steigenden Energiepreisen begegnen zu können." Der Kirchenkreis Hamm ist Pilotpartner bei der Einführung des kirchlichen Energiemanagements, das die Klimaschutzagentur EKvW in den kommenden zwei Jahren in der westfälischen Landeskirche in die Breite trägt. Koordiniert wird das Projekt "Klimaschutz EKvW 2020" in enger Kooperation des Instituts für Kirche und Gesellschaft und des Baureferats der EKvW.

Ein neuer Termin für den Klimaschutztag im Herbst 2014 steht bereits fest: Alle Interessierten können sich den 20. September 2014 vormerken.

Weitere Informationen unter: www.klimaschutz-ekvw.de