18.11.2011

Kirche warnt vor Risiken von Gasgewinnung durch "Fracking"


Bielefeld (epd). Die westfälische Landeskirche lehnt die Gewinnung von Gas durch die umstrittene „Fracking“-Methode entschieden ab. Die derzeit angewandte Methode sei „ein unzumutbarer Eingriff in die Natur“ und eine extreme Gefährdung des Wassers, warnte die Landessynode am Freitag in Bielefeld. Zahlreiche Störfälle in den USA hätten gezeigt, wie risikobehaftet diese Technologie sei, sagte der Umweltbeauftragte der Landeskirche, Klaus Breyer. Er forderte eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung.

Die Fracking-Flüssigkeit könne Wasser und Boden mit Säuren krebserregenden Verbindungen und anderen Giften verunreinigen, erläuterte Breyer. Zudem könnten Schwermetalle und radioaktive Verbindungen aus dem Gestein an die Oberfläche gelangen. Auch fielen große Mengen an Abwasser an, dessen Reinigung nicht in herkömmlichen Kläranlagen erfolgen könne. Deshalb lehne die Landeskirche unter gegenwärtigen Bedingungen alle Bestrebungen ab, Schiefer-Gasvorkommen durch diese Methode zu erschließen.

Beim Fracking handelt es sich um ein umstrittenes Verfahren für die Gewinnung von in Gestein eingeschlossenen Erdgasvorkommen beziehungsweise „unkonventionellem Gas“. Dabei werden Chemikalien, Wasser und Sand mit hohem Druck in die Erde gepumpt, bis im Gestein Risse entstehen. Das freigesetzte Erdgas kann über das Bohrloch nach oben befördert werden.

Internet:www.evangelisch-in-westfalen.de