20.03.2012

Kirchenprojekt "Zukunft einkaufen" ausgezeichnet


K. Breyer, A. Buß, J. Remmel, M. Thieme, B. Weinbrenner, P. Kohts (Bild: EKvW)

Nachhaltigkeitspreis von Umweltminister Remmel übergeben

Westfalen/Schwerte. Auszeichnung für „Zukunft einkaufen“: Das Projekt der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) hat den bundesweiten Preis „Werkstatt N 2012“ erhalten. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) und die Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Marlehn Thieme, überreichten am Freitag (17.3.) in Schwerte die Urkunde an Klaus Breyer, Birgit Weinbrenner und Petra Kohts vom Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW. „Zukunft einkaufen“ (www.zukunft-einkaufen.de) setzt sich dafür ein, dass die großen Kirchen ihr Einkaufsverhalten am Umweltschutz und fairen Handel orientieren.

Professionelle Beschaffer in kirchlichen Einrichtungen und Kirchenmitglieder sollen motiviert werden, ökologisch und „fair“ einzukaufen. Dieses Projekt wurde maßgeblich vom Institut für Kirche und Gesellschaft der westfälischen Kirche in Schwerte-Villigst angestoßen.

Als zweitgrößter Arbeitgeber in Deutschland haben die katholische und evangelische Kirche einen großen Bedarf an Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Büro, Hauswirtschaft oder Energie. „Zukunft einkaufen“ setzt bei der Marktmacht dieser Großkunden an. Die Anbieter sollen mittel- und langfristig immer mehr Produkte auf den Markt bringen, die unter umweltschonenden und fairen Bedingungen hergestellt und gehandelt werden.

Die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW (www.sue-nrw.de) fördert das Projekt „Zukunft einkaufen“. Die Stiftung war bei der Preisübergabe durch ihren Vorsitzenden vertreten, den westfälischen Altpräses Dr. Alfred Buß.

Mit dem Qualitätssiegel „Werkstatt N“ würdigt der Rat für Nachhaltige Entwicklung (www.nachhaltigkeitsrat.de) jährlich Projekte aus den Bereichen Umweltschutz, Bildung, Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft, die sich auf kreative Weise für mehr Nachhaltigkeit engagieren. Von den bundesweit hundert ausgezeichneten Projekten waren 13 in Nordrhein-Westfalen angesiedelt. Dem Nachhaltigkeitsrat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an, die von der Bundeskanzlerin berufen werden. Den Vorsitz hat Marlehn Thieme, Direktorin der Deutschen Bank, die auch dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehört. (Pressestelle EKvW)