05.07.2012

klima-allianz deutschland präsentiert Bilanz zum Jahrestag der „Energiewende-Gesetze“


Ein Jahr nach den Bundestagsbeschlüssen zur Energiewende zieht das breite gesellschaftliche Bündnis der klima-allianz deutschland Bilanz: Auf 32 Seiten bietet die Publikation einen Kompass und umfassenden Wegweiser durch das Dickicht der verabschiedeten Gesetze, schaut kritisch auf den Stand ihrer Umsetzung und skizziert die notwendigen Schritte für das nächste Jahr.
Dr. Kai Niebert, Sprecher der klima-allianz und stellvertretender Vorsitzender der Naturfreunde Deutschland führt aus: „Die Bundesregierung hat vor einem Jahr die Energiewende ausgerufen und ist das Konzept bis heute schuldig geblieben. Ein nationales Klimaschutzgesetz ist überfällig, das die Programme zum Ausbau erneuerbarer Energien, zur Entwicklung von Speichertechnologien, zur Steigerung von Energieeffizienz und zum Netzausbau integriert und gemeinsam plant. Wir müssen Klimaschutz vom Ende her denken. Gefragt ist nicht was gerade möglich, sondern was notwendig ist, damit Klimaschutz und Energiewende nicht Makulatur bleiben.“

Pfarrer Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft und Sprecher der klima-allianz erklärt: „Wichtig ist nun, dass die Energiewende zum gesamtgesellschaftlichen Projekt wird.“ Die Pläne der Landesregierung in NRW zeigen, wie ein Klimaschutzgesetz auf Länderebene mit einem ambitionierten Beteiligungskonzept aussehen kann. „Der Erfolg der Energiewende hängt aber davon ab, dass der Umbau sozial gerecht gestaltet wird. Auch einkommensschwache Bevölkerungsgruppen müssen von den Maßnahmen des Klimaschutzes - wie Gebäudesanierungen und der Nutzung energieeffizienter Geräte - profitieren können. Bei steigenden Energie- und Mietkosten müssen soziale Härten unbedingt vermieden werden.“

Dr. Judith Kuhn, Energieexpertin im Institut für Kirche und Gesellschaft ergänzt: „Allerdings ist klar, dass die Energiewende nur mit einem konsequenten Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung gelingen kann. Als Brückentechnologie seien hocheffiziente und flexible Gaskraftwerke geeignet, um den Übergang zu einer Energieversorgung aus 100 % erneuerbaren Energien zu ermöglichen.
Eine langfristige Planungssicherheit für alle Beteiligten sei von großer Bedeutung, um den Wandel gemeinsam meistern zu können.
Der Jahresbericht zum Energiewende-Gesetzespaket „Abschalten allein genügt nicht. Wer aussteigt, muss auch richtig einsteigen!“ ist abrufbar und bestellbar unter:


www.klima-allianz.de/energiewendebilanz


In der klima-allianz deutschland engagieren sich mehr als 110 Organisationen aus den Bereichen Umweltschutz, Entwicklungszusammenarbeit, Jugendarbeit und Bildung sowie Kirchen und Gewerkschaften für die Überwindung von Blockaden beim Klimaschutz.


Kontakt
:
Dr. Judith Kuhn

Institut für Kirche und Gesellschaft

02304/755-333

judith.kuhn(at)kircheundgesellschaft.de