01.12.2014

Klimaschutz-Aktionsprogramm muss Kohlestrom bremsen


In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel fordert die Klima-Allianz Deutschland die Bundesregierung auf, am 03.12. ein Klimaschutz-Aktionsprogramm zu beschließen das seinen Namen verdient. Um das Ziel einer THG-Reduktion von 40 Prozent  bis 2020 noch erreichen zu können müssten die Emissionen aus Kohlekraftwerken deutlich zurückgehen, so der Brief der Klima-Allianz.Die Klima-Allianz begrüßt, dass die Bundesregierung erste Schritte einleitet und die ungebremste Verstromung der Kohle als Problem erkannt hat. Die jetzt vorgeschlagene Reduktion von 22 Mio. Tonnen CO2 bis 2020 könne die Lücke zum 40-Prozent-Ziel jedoch  nicht schließen, so die Klima-Allianz. Insgesamt müssten mindestens 50 Mio. Tonnen CO2-Reduktion - zusätzlich zu den schon beschlossenen Maßnahmen - von der Stromwirtschaft erbracht werden.Die steigenden Emissionen aus dem fossilen Kraftwerkspark sind neben sträflich vernachlässigten Instrumenten bei der Energieeffizienz der Hauptgrund für die große Lücke zum Klimaschutzziel 2020. Die Klima-Allianz erwartet von der Bundesregierung einen belastbaren und nachvollziehbaren Plan, wie diese Lücke geschlossen werden kann. Glaubwürdig ist der Plan nur, wenn er Finanzierung für Energieeffizienz und gesetzliche Regeln für Kohlestrom vorsieht.Zu Beginn der Klimaverhandlungen in Lima und ein Jahr vor den entscheidenden Verhandlungen um ein globales Klimaabkommen in Paris, erinnert die Klima-Allianz in ihrem Brief an die Verantwortung Deutschlands. Solide Instrumente zur Erreichung der Klimaschutzziele bis 2020 sind Voraussetzung für die politische Glaubwürdigkeit bei den internationalen Verhandlungen.

Offener Brief zum Klimaschutzaktionsprogramm

Homepage der Klima-Allianz