08.05.2017

krotz & co.


Anja Hoinka hat ein Faible für die Irritationen räumlicher Illusion, für das Vexierspiel von Hohlraum und Körper. Ihre Arbeiten entwirft sie auf Papier und Folien – so wie den hier abgebildeten krotz – oder am PC. Sie schafft mit einfachen Mitteln vollkommene neue räumliche Perspektiven in bereits bestehenden Orten, so dass der Betrachter und Nutzer dieser Räume erheblichen Wahrnehmungsstörungen ausgesetzt ist. Diese Situation stößt im Betrachter einen Orientierungsprozess an, der durchaus weiter verstanden werden kann als nur bezogen auf die aktuelle, künstlerisch manipulierte Raumsituation.

Die gemeinsame Ausstellung von katholischer und evangelischer Akademie, die je ganz unterschiedliche Räume zur Verfügung haben, präsentiert die vielen Facetten der Raumarbeiten von Anja Hoinka  – und schafft mit den beiden Ausstellungsorten auch Verbindungen durch die Stadt Schwerte.

Anja Hoinka studierte an der Kunstakademie Münster vor allem bei Reiner Ruthenbeck, dessen Meisterschülerin sie auch war. Heute lebt und arbeitet sie in Köln.

Die Eröffnung mit der Künstlerin findet am 21. Mai in der Evangelischen Akademie Villigst um 15.00 Uhr statt und setzt sich dann mit einem Einführungsvortrag in der Katholischen Akademie um 17.00 Uhr fort. Zu sehen sind die Arbeiten in beiden Häusern bis zum 10. Juli 2017.