01.10.2012

Landeskirchliche Frauenversammlung 2012


Foto: Anne Heibrock, UK

Am Samstag, 29.09.2012 trafen sich fast 100 Frauen im Evangelischen Gemeindehaus in Kamen zur landesweiten Frauenversammlung, zu der die Landeskirche alle vier Jahre einlädt. Nahezu jeder Kirchenkreis der EKvW hatte zuvor zwei Delegierte für die landeskirchliche Frauenversammlung benannt, hinzu kamen die Delegierten aus den Ämtern und Werken und weiteren Einrichtungen der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie einige Interessierte.

Präses Annette Kurschus begrüßte die anwesenden Frauen mit einem geistlichen Wort zum Michaelistag, dem Gedenktag des Erzengels Michael. Sie betonte die Bedeutung der Engel in der Bibel und ihre Funktion als Botinnen und Boten. „Engel warnen vor Unheil, sie kündigen die Strafe Gottes an und kämpfen für das Gute“, so Präses Kurschus. Sie ermunterte die anwesenden Frauen sich für Gerechtigkeit einzusetzen und ihre Kraft für den alltäglichen Kampf aus dem Glauben zu ziehen. Die Gewissheit, dass der eigentliche Kampf, nämlich der des Lebens über den Tod, bereits gewonnen sei, gebe Kraft für das Leben und die Veränderung im Hier und Jetzt, so Präses Annette Kurschus.

Vizepräsident Albert Henz erläuterte die Gründe für die strukturelle Einbindung des Frauenreferats in das Institut für Kirche und Gesellschaft und verdeutlichte die anstehenden landeskirchlichen Prozesse. Er verwies auf den, am Nachmittag anstehenden Vortrag von Frau Dr. Christine Zarft, Führungsakademie für Kirche und Diakonie in Berlin, zu Managing Diversity. Ziel des Prozesses „Managing Diversity“ sei es „Geschlechtergerechtigkeit in der EKvW strukturell besser zu verankern und verstärkt zu leben. Aber auch andere Kategorien, wie Alter, Behinderung und Migration gilt es stärker in Blick zu nehmen“, so Vizepräsident Albert Henz.

Seit fast einem Jahr gehört das landeskirchliche Frauenreferat nun als Fachbereich 5 strukturell zum Institut für Kirche und Gesellschaft. Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft der EKvW, stellte die neue Struktur des Instituts vor und berichtete von der gelingenden Integration des Frauenreferats. "Unsere Netzwerke, die Tagungs- und Stabsstellenarbeit stärken die Arbeit des Frauenreferats. Die profilierte Referatsarbeit eröffnet andererseits neue gute Perspektiven für unser gesamtes Institut. Besonders zu nennen sind hier die Themenfelder "Gender" und "Managing – Diversity".

Elke Markmann, Vorsitzende des landeskirchlichen Frauenausschusses seit 2008, gab zusammen mit ihrer Vertreterin Sybille Mann einen Rechenschaftsbericht über die Ausschussarbeit. „Die letzten Jahre waren von vielen Strukturdebatten geprägt. Für die nächsten Jahre wünschen wir uns wieder mehr inhaltliche Auseinandersetzungen.“, so die Vorsitzende Elke Markmann.

Sylvia Bachmann-Breves (Juristische Referentin), Diana Klöpper (Pfarrerin) und Nicole Richter (Fachbereichsleiterin des Frauenreferats) stellten ihre zukünftigen Arbeitsschwerpunkte vor und verwiesen auf aktuelle Informationen auf der neuen homepage: www.kircheundgesellschaft.de/frauenreferat und den frauenpolitischen Newsletter, der 2013 starten wird.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Wahl des neuen landeskirchlichen Frauenausschusses, der sich alle vier Jahre neu zusammensetzt. 14 Kandidatinnen aus ganz Westfalen hatten sich aufstellen lassen, aber nur 12 Frauen konnten für den neuen landeskirchlichen Frauenausschuss gewählt werden. Folgende Kandidatinnen wurden von der Frauenversammlung gewählt und werden nun der Kirchenleitung zur Berufung vorgeschlagen:

Jeane Otto-Bairaktaris (KK Gelsenkirchen-Wattenscheid)
Katrin Berger (Vikarin KK Gelsenkirchen-Buer)
Prof. Dr. Andrea Bieler (Kirchliche Hochschule Wuppertal)
Dr. Kristin Junga (Männerarbeit im Institut für Kirche und Gesellschaft)
Elsie Joy dela Cruz (VEM, KK Vlotho)
Ute Hedrich (Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung)
Anne Heckel (Westfälischer Theologinnen Konvent)
Brigitte Klask (Evangelische Akademikerinnen)
Sybille Mann (KK Iserlohn)
Manuela Müller-Riepe (KK Herford)
Birgit Reiche (Ev. Frauenhilfe Westfalen e.V.)
Hiltrud Wegehaupt (Diakonie RWL)

Für den Vorsitz wird Pfarrerin Elke Markmann für eine weitere Amtszeit vorgeschlagen.

Ihre Stellvertretung soll Sybille Mann, Presbyterin aus dem Kirchenkreis Iserlohn, übernehmen.

Für die Zeit von 2012-2016 haben diese Frauen nun die Aufgabe, die Kirchenleitung in frauenpolitischen Themenstellungen zu beraten und die Arbeit des landeskirchlichen Frauenreferats inhaltlich zu begleiten. Die ausscheidenden Mitglieder des landeskirchlichen Frauenausschusses werden in einer gemeinsamen Sitzung mit den neuen Kandidatinnen am 05.12.2012 verabschiedet