04.02.2014

Männer setzen Themen


"Gott nahe zu sein ist mein Glück" lautet die Jahreslosung für das Jahr 2014 aus Psalm 73. Viele Menschen streben nach Glück. "Irgendwo auf der Welt gibt's ein bisschen Seligkeit, und ich träum' davon schon lange lange Zeit ... Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an; irgendwo, irgendwie, irgendwann." - so bringt ein alter Schlager der Comedian Harmonists die Suche nach Glück auf den Punkt. Im Himalayakönigreich Butan wurde zuerst unter dem Begriff "Bruttonationalglück" der Versuch unternommen, Glück aus gesellschaftspolitischer Perspektive zu betrachten. Dabei wird gefragt, wie wirtschaftlicher Erfolg qualifiziert sein muss, damit die Chancen der Menschen auf ein glückliches Leben steigen - mit Blick auf sozial gerechte Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung, kulturelle Werte, den Schutz der Umwelt und gute Regierungs- und Verwaltungsstrukturen. Eine Glücksgarantie bietet der Versuch allerdings auch nicht. Es bleibt offen, ob ein Leben ohne Komplikationen ein glückliches Leben ist. Die Seligpreisungen der Bergpredigt bieten eine andere Perspektive: Selig sind, die wegen ihrer Armut das Gottvertrauen verloren haben. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen, die nach Gerechtigkeit hungern ... Sie schätzt Jesus glücklich.
Diese Dimension des Themas Glück hat auch der Beter des 73. Psalms vor Augen. Der Erfolg derer, die Gott nicht suchen, hat ihn krank gemacht. Ihr Hochmut ist ihm zuwider. Ihr gewaltsames Vorgehen schreckt ihn. "Dennoch bleibe ich stets an dir", sagt er am Ende seiner Klage. Es ist die Gewissheit, Gottes Nähe nicht zu verlieren, die ihn glücklich macht. Diese Gewissheit der Nähe Gottes möge uns in diesem Jahr durch Höhen und Tiefen, Abschiede und Neuanfänge, schwere und gute Zeiten hindurch tragen. In diesem Sinne wünschen die "Männerarbeiter" ein glückliches Jahr 2014.
(aus: Männerarbeit Aktuell 1/2014)

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