18.12.2014

Männerbilder jenseits von Softie und Macho


Martin Treichel

Martin Treichel (46) wird neuer Landesmännerpfarrer in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Er tritt voraussichtlich am 15. März 2015 die Nachfolge von Dieter Rothardt an, der in den Ruhestand geht. In den evangelischen Kirchengemeinden Westfalens gibt es etwa 350 Männerkreise. Sie werden von ehrenamtlichen Kreis- und Landesvorständen unterstützt und gestalten gemeinsam mit dem Landesmännerpfarrer und den Vorständen die Männerarbeit der EKvW.
Sie organisieren Männertage, Vater-Kind-Gruppen, Seminare und die Begleitung und Weiterbildung Ehrenamtlicher. Der Landesmännerpfarrer begleitet Männer beim Entdecken neuer Rollen und neuer Verantwortung. Er entwickelt männerpolitische Positionen und bringt sie in Diskurse über Gleichstellung ein. Die Arbeit ist im Fachbereich "Männer, Familie, Ehrenamt" des Instituts für Kirche und Gesellschaft der EKvW angesiedelt.
"Es braucht neue Bilder des Mannseins, jenseits von Softie und Macho", erklärt Pfarrer Martin Treichel. "Es braucht Männer mit Herz und Verstand, mit Kraft und Sanftmut, mit Schwächen und Stärken." Die Kirche müsse den besonderen Formen männlichen Glaubens Raum schaffen und den Männern mehr anbieten als nur einen Platz im Bierstand auf dem Gemeindefest.

Martin Treichel stammt aus Steinfurt im Münsterland. Nach dem Studium der Theologie in Marburg, Berlin und Bochum lernte er ab 1997 als Vikar praktische Gemeindearbeit in Witten-Herbede und arbeitete anschließend im Kirchenkreis Hattingen-Witten. Seit 2001 ist er Pfarrer in Wetter-Wengern. Außerdem leitet er den Kindergartenträgerverbund im Kirchenkreis. Der Theologe hat zahlreiche zusätzliche Qualifikationen erworben, etwa Telefonseelsorge, Notfallseelsorge oder Spirituelles Gemeindemanagement. Martin Treichel ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. (PM Pressestelle EKvW)