31.01.2014

Ministerpräsidentin Kraft bei Zentralveranstaltung der EKvW in Haus Villigst


NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) kommt zur offiziellen Auftaktveranstaltung der westfälischen Kirche zum Themenjahr "Reformation und Politik" im März nach Schwerte. Zu dem Kongress "Wege in eine ökologische Zukunft und sozial gerechte Zukunft" mit der westfälischen Präses Annette Kurschus werden außerdem NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) und der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) erwartet, wie der Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft, Pfarrer Klaus Breyer, am Mittwoch in Schwerte ankündigte. Die Tagung am 21. und 22. März werde sich auch mit der Rolle der Kirche in diesen Prozessen sowie mit ethischen Grundlagen kirchlichen Engagements befassen, erläuterte Breyer. Vertreten sind zudem der DGB sowie der Arbeitgeberverband Metall und Elektroindustrie in NRW. Das Themenjahr "Reformation und Politik" ist Teil der Reformationsdekade, mit der die evangelischen Kirchen auf das 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 hinweisen.
Unter dem Motto "streitbar" bietet das Institut in diesem Jahr zahlreiche Tagungen an, die den Zusammenhang von Reformation und Politik, das Verhältnis von Kirche und Staat sowie zentrale Themen gesellschaftliche Engagements der westfälischen Kirche beleuchten. Dazu gehört auch das Thema "Frauen in Führung", das in mehreren Veranstaltungen das Thema "40 Jahre rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt in der Evangelischen Kirche von Westfalen" thematisiert. Die zentrale Tagung zu diesem Thema findet vom 12. bis 15. Juni in der Evangelischen Akademie und in Dortmund statt. In Verbindung mit diesem Jubiläumsdatum würdigt eine Wanderausstellung zugleich 80 Jahre Theologinnengeschichte in Westfalen.
Weitere Themen der Tagungen sind der Zuzug von Rumänen und Bulgaren im Rahmen der seit 1. Januar dieses Jahres geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit, ein kritischer Blick auf die digitale Revolution, die Rolle der Kirche als Arbeitgeber unter dem Aspekt der Vereinbarkeit von "Familie und Beruf". Anlässlich der Fußball-WM befasst sich eine Tagung zudem mit dem Fußball als kulturelles Phänomen. Auch internationale Themen wie die Zukunftsperspektiven für Südafrika und die Frage nach einem Platz für die Türkei im "christlichen Abendland" stehen auf dem Tagungskalender.
Fachbereichsleiter Peter Markus zog eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. "Mit über 5.000 Teilnehmen und rund 200 Tagungen sowie weiteren Veranstaltungen leisten wir qualitativ und interdisziplinär eine übergreifend erfolgreiche Diskurs- und Bildungsarbeit", sagte Markus.
(epd Meldung)

Der Flyer "Wege in eine ökologische und sozial gerechte Zukunft. Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen" kann hier heruntergeladen werden.